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VW E-Golf: Die Preise für den Stromer sind da

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Neuer VW E-Golf  

Die Preise für den Stromer sind da

14.02.2014, 12:41 Uhr | Press-Inform

VW E-Golf: Die Preise für den Stromer sind da. VW E-Golf (Quelle: Hersteller)

VW E-Golf (Quelle: Hersteller)

Mit dem i3 hat BMW neue Elektromaßstäbe gesetzt. Das will Volkswagen mit dem E-Golf kontern. Jetzt haben die Wolfsburger die Preise für den Kompaktwagen verraten. Der E-Golf ist ab sofort bestellbar, erste Auslieferungen sind für Frühsommer geplant.

VW Golf E für knapp 35.000 Euro zu haben

VW bietet die Elektroversion für einen Startpreis von 34.900 Euro an. Gegen Reichweitenangst hat sich VW etwas Besonderes einfallen lassen: Im Preis inbegriffen ist ein kostenfreier Mietwagen für bis zu 30 Tage im Jahr - allerdings nur in den ersten drei Jahren nach Fahrzeugkauf.

E-Golf bleibt unauffällig

Der erste Eindruck: Erst einmal fällt der VW E-Golf niemandem ernsthaft auf. Vorne und hinten gibt es serienmäßig LED-Leuchten und einen blauen Schriftzug. Nicht viel, um wirklich Eindruck zu schinden. Im Innern sieht es kaum anders aus. Nicht einmal das Armaturenbrett mutet anders als in einem beliebigen TSI- oder TDI-Golf an.

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Wären Sie dazu bereit, knapp 35.000 Euro für den Elektro-Golf auszugeben?

Kraftreserve wird angezeigt

Einzig der Drehzahlmesser ist verschwunden und wird von einer Art Potentiometer ersetzt, der nach Rolls-Royce-Vorbild zeigt, wie viel Leistung vom Motor aktuell abgerufen wird. Hier lassen sich auch die nicht unwesentliche Restreichweite und die Segelfunktion ablesen, mit der der E-Golf - dank Freilauf - jede Menge Energie spart.

Verbraucher im Blick

Serienmäßig ist der elektrisierende Golf nicht nur mit rollwiderstandsoptimierten 205er-Reifen, sondern auch mit dem großen Navigationsbildschirm ausgestattet. Das informiert nebenbei über Fahrzustand, Kraftfluss und die Vorkonditionierung des Fahrzeugs, die per Smartphone eingeleitet werden kann. Die verschiedenen wählbaren Fahrmodi haben Einfluss auf die Reichweite, denn sie steuern nicht nur Gaspedalkennlinie, sondern auch Klimatisierung und zeigen die durstigsten Verbraucher an - meist Sitzheizung, heizbare Heckscheibe oder Klimaautomatik.

Reguläre Produktionsstätte

"Wir produzieren den E-Golf auf der ganz normalen Linie mit den anderen Golf-Modellen", erklärt Projektleiter Tim Martin Scholz, "so sind wir vollkommen frei und können uns der Kundennachfrage anpassen." Ein großer Vorteil gegenüber Konkurrenzmodellen wie beispielsweise dem BMW i3. Der hat in Leipzig eine eigene Produktionslinie und kann hier als einziges Modell nicht variiert werden.

Elektromotor wird bei 140 km/h abgeregelt

Für den Antrieb des VW E-Golf sorgt ein Elektromotor, der im Vorderwagen dort untergebracht ist, wo sonst die überaus erfolgreichen Verbrenner werkeln. Das nahezu lautlose Triebwerk leistet 115 PS und ein maximales Drehmoment von 270 Newtonmeter. Das macht sich beim ersten Antritt gleich kraftvoll bemerkbar, denn die nasse Fahrbahn und der leichte Anstieg machen es dem Wolfsburger Zukunftsbürger schwer, seine Kraft überhaupt auf den Boden zu bekommen. "Die Höchstgeschwindigkeit des E-Golf beträgt abgeregelt 140 km/h", ergänzt Tom Martin Scholz, "die Reichweite liegt zwischen 130 und 190 Kilometern – ganz nach Fahrweise."

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Starke Rekuperation

Wie flott oder ökologisch man mit dem VW E-Golf unterwegs ist, entscheidet niemand anders als der Fahrer selbst. Hierbei geht es nicht darum, das Gaspedal nur zaghaft zu streicheln. Über den Getriebewahlhebel lassen sich drei Rekuperationsstufen einstellen. Ohne diese drei Stufen ist der E-Golf nahezu freilaufend im so genannten Segelmodus unterwegs. Wer mehr Energie rückgewinnen will, schaltet eine der drei Bremsstufen zu oder schaltet gleich in den erweiterten B-Modus. Hier lässt sich der Elektro-Proband faktisch nur noch mit dem Gaspedal fahren. Die Bremse wird nur bei einer kraftvollen Verzögerung gebraucht.

Fahren mit Gefühl

In Sachen Pedalgefühl muss jeder Fahrer selbst wissen, wie es ihm am besten gefällt. Ohne Rekuperation kann der Golf rollend sparen; mit entsprechender Bremswirkung  spart er durch den maximalen Dynamo-Effekt, den man von vielen anderen Elektroautos wie dem Nissan Leaf oder dem BMW i3 kennt.

Schnell sinkende Reichweite

Hat man sich an das Pedalgefühl erst einmal gewöhnt, schwimmt der mächtige 1,5 Tonnen schwere Golf locker im Stadtverkehr mit und auch auf der Landstraße fährt er prima. Das über 300 Kilogramm schwere Akkupaket sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt - zumindest ein Vorteil.

Die Einsatzmöglichkeiten des Elektromodells auf längeren Strecken und hier insbesondere auf der Autobahn sind durch die Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h ebenso beschränkt wie durch die bei flotter Gangart schnell sinkende Reichweite. Hierfür ist das Wolfsburger Elektromobil einfach der falsche.

Golf kommt auch als Plug-in-Hybrid

Wer häufiger flott unterwegs ist oder auf die Autobahn muss, ist mit Diesel, Benziner oder Erdgasmodell besser bedient. Zudem gibt es ab Herbst kommenden Jahres auch noch einen Plug-In-Hybriden, der nicht nur 204 PS Systemleistung bietet, sondern auch eine Gesamtreichweite von über 900 Kilometern offeriert - schwere Zeiten für ein reines Elektroauto.

Beim Laden braucht man Geduld

Die Ladezeiten sind nur auf den ersten Blick undurchsichtig. An der heimischen 220-Volt-Steckdose braucht der E-Golf 13 Stunden bis er - erst einmal leer gefahren - wieder völlig zu Kräften gekommen ist. Mit einer Wallbox in der eigenen Garage geht das Ganze mit acht Stunden deutlich schneller, aber immer noch viel zu langsam. Einzig die DC-Hochleistungssäule ist akzeptabel, denn sie lädt den E-Golf in 30 Minuten zu 80 Prozent wieder auf.

Schnell-Ladestation kostet extra

"Diese DC-Ladefunktion wird rund 590 Euro kosten", erklärt Tim Martin Scholz, "die Wallbox kostet inklusiv Montage vor Ort in etwa 1000 Euro." Bleibt abzuwarten, wie viele Golf-Kunden, sich für eine Elektrovariante erwärmen können.

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