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Vorschau Eurobike 2014: Das E-Bike erobert alle Bereiche

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Vorschau Eurobike 2014  

Das E-Bike erobert alle Bereiche

12.08.2014, 11:28 Uhr | SP-X

Vorschau Eurobike 2014: Das E-Bike erobert alle Bereiche. Trend zur Eurobike: Das E-Bike erobert alle Bereiche (Quelle: Haibike)

Trend zur Eurobike: Das E-Bike erobert alle Bereiche (Quelle: Haibike)

Der Fahrradmarkt war bis vor einigen Jahren eine überschaubare, aber auch eintönige Größe. Auf der einen Seite standen die sportlichen Räder wie Mountainbikes und klassische Rennräder, auf der anderen Seite die Stadt- und Trekkingräder für die komfortsuchende Kundschaft. Mit der Verbreitung des E-Bikes hat sich das Gefüge grundlegend verändert. Eines ist klar: auch die Leitmesse Eurobike in Friedrichshafen (27. bis 30. August) wird vom Thema E-Bikes beherrscht werden.

"Für Hersteller hochwertiger Räder stellt sich inzwischen die Frage", so Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad, "ob man sich die konventionellen Modelle komplett spart und sich stattdessen ausschließlich auf die E-Bikes konzentriert."

Eurobike: E-Bikes auf dem Vormarsch

Schließlich kosten aufwendig konstruierte Reise- oder Mountainbikes schnell mehr als 2000 Euro, und in dieser Preislage beginnen auch die Preislisten für die seriösen E-Bikes. Von den zwei Millionen im Fachhandel verkauften Fahrrädern besitzen rund 400.000 die elektrische Trittunterstützung.

Nur noch E-Bikes?

Als erster Hersteller hat inzwischen die Darmstädter Edelmanufaktur Riese und Müller reagiert und bietet nur noch elektrifizierte Räder an. Allerdings war die Edelmanufaktur schon immer im höchsten Preisniveau unterwegs. Seit 1995 bietet das Unternehmen das "Culture" an, dessen fünfte Modellgeneration nun auf der Eurobike gezeigt wird.

Dabei setzten die Designer auf Bewährtes, erhielten die Silhouette und spendierten dem Rad einen vollkommen neuen Hinterbau samt Gepäckträger mit integriertem Schloss, das allerdings nicht viel Sicherheit bietet. Der Akku des vollgefederten Modells verschwindet im Rahmen, und auch der Bosch-Mittelmotor passt sich dem Design an. Das mit Scheibenbremsen ausgerüstete Stadtrad ist in vier Versionen lieferbar und kostet mindestens 4200 Euro.

Riese und Müller Pony (Quelle: Hersteller)Riese und Müller Pony (Quelle: Hersteller)

Deutlich preiswerter ist das kompakte Stadtrad Pony, ebenfalls von Riese und Müller, das auf sportlich orientierte Cityradler zielt und sich beim Design an BMX-Modelle anlehnt. Das Rad wird in einer Größe mit variabler Sattelstütze angeboten und eignet sich für Fahrer, die zwischen 1,50 und 1,95 Meter messen. Die Muskelunterstützung liefert ein Bosch-Mittelmotor, und für die Verzögerung sorgen hydraulische Scheibenbremsen aus dem Hause Shimano. Je nach gewählter Schaltung kostet das "Pony" zwischen 3000 und 3500 Euro, wenn es im Oktober bei den Händlern steht.

Flyer Flogo (Quelle: Hersteller)Flyer Flogo (Quelle: Hersteller)

Mit Muskelkraft angetriebene Räder hat der Schweizer E-Bike-Pionier Flyer nie hergestellt - in der Eidgenossenschaft waren die Pedelecs auf Anhieb erfolgreich. Inzwischen haben sich die Schweizer beim Design von ihren eher biederen Altlasten befreit und bieten anspruchsvoll entworfene Modelle an. Wie "Pony" von Riese und Müller soll der Flyer-Stadtflitzer "Flogo" eine jugendlich-sportive Zielgruppe ansprechen.

Das Rad kann die BMX-Einflüsse ebenfalls nicht verbergen und kommt mit einem Einheitsrahmen auf den Markt. Als Antrieb wählte Flyer einen Panasonic-Mittelmotor. Je nach Preisklasse wird mittels hydraulischer Felgen- oder Scheibenbremsen verzögert. Wenn das Rad im November auf den Markt kommt, werden die Händler 3000 Euro aufrufen.

Bei 3200 Euro beginnt die Preisliste für die neue TS-Serie von Flyer, die mit Trapez- und Herrenrahmen einschließlich vorderer Federgabel von Oktober an angeboten wird. Die in einem konventionellen Design (vier Rahmenhöhen) für den Einsatz in der Stadt oder auf Touren entwickelten Räder werden wohl eher konservativ eingestellt Radler ansprechen. Als Antrieb kommt dabei ein Bosch-Mittelmotor zum Einsatz.

E-Bikes fürs Gelände

Auch wenn hartgesottene Geländeradler E-Mountainbikes keines Blickes würdigen, die Entwicklung rollt eindeutig weiter in Richtung elektrifiziertem Geländegänger. Beleg für diesen Trend waren in diesem Sommer die ersten deutschen E-Mountainbike-Meisterschaften in Bad Säckingen, wo das Team des unterfränkischen Herstellers Haibike erfolgreich auftrat. Der 17-jährige Maximilian Brandl sicherte sich den Titel auf einem Bike der Sduro-Serie, das von einem Yamaha-Mittelmotor angetrieben wird.

Haibike Sduro (Quelle: Hersteller)Haibike Sduro (Quelle: Hersteller)

Neuer Yamaha-Mittelmotor

Der einstige japanische E-Bike-Pionier hatte sich lange auf seinen Lorbeeren ausgeruht und versucht nun wieder Anschluss an Marktführer Bosch zu bekommen. Der Motor ermöglicht die Montage von zwei Kettenblättern, was die Übersetzungsbandbreite deutlich vergrößert. Das Einstiegsmodell Sduro HardNine SL (2000 Euro) bietet allerdings nur ein Kettenblatt.  

Trend im Trend: Fatbikes mit Motor

Wie stark sich die Elektrifizierung durchgesetzt hat, zeigt auch das jüngste Segment auf der Radbühne. Die zunächst in Alaska für Fahrten im Schnee entwickelten "Fatbikes", die später Floridas Strände eroberten und jetzt Europa entdeckt haben, kommen direkt mit E-Motoren auf den Markt. Das erste seiner Art, das Lebowsk-e von Felt rollt im Spätherbst für 3800 Euro in den Handel. Als Kraftübertragung kommt der Sram-X-01-Antrieb (neun Gänge) zusammen mit dem Bosch-Elektromotor zum Einsatz. Sram steuert auch die Scheibenbremsen bei.

Felt Lebowsk-e (Quelle: Hersteller)Felt Lebowsk-e (Quelle: Hersteller)

Nach Felt stehen bereits die nächsten Zugänge sportlich ausgerichteter Hersteller in diesem überschaubaren Segment auf dem Programm und werden die Hingucker auf der Eurobike sein. Fehlau: "Nachdem sich auch die großen Zulieferer diesen Räder widmen, besteht kein Zweifel, dass diese Räder keine Exoten bleiben werden."

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