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Studie des Umweltbundesamts: Wie das E-Bike das Auto teilweise ersetzen kann

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Studie des Umweltbundesamts  

Wie das E-Bike das Auto teilweise ersetzen kann

07.10.2014, 08:33 Uhr | SP-X

Studie des Umweltbundesamts: Wie das E-Bike das Auto teilweise ersetzen kann. Trend E-Bike - eine teilweise Ablösung für das Auto? (Quelle: imago)

Trend E-Bike - eine teilweise Ablösung für das Auto? (Quelle: imago)

Die ersten Fahrräder mit elektrischem Rückenwind, auch E-Bikes genannt, wurden noch belächelt und schnell in die Senioren-Nische geschoben. Inzwischen werden die Elektro-Fahrräder mehr und mehr auch von Umweltpolitikern ernst genommen und haben sich zu einer Alternative für das Auto gemausert. Das zeigt besonders eine kürzlich veröffentlichte Studie des Umweltbundesamts (UBA).

Die Experten können sich demnach vorstellen, dass die E-Bikes ein Automobil teilweise ersetzen können und dass sie als vollwertige Fahrzeuge "zum Umweltverbund gehören". Besonders bei Strecken zwischen fünf und 20 Kilometern, aber auch beim Transport von Einkäufen oder anderen Lasten sowie als Kindertransporter spielen die E-Bikes nach den Vorstellungen des UBA ihre Vorteile aus.

E-Bike wie gemacht für Nah-Pendler

Dank der elektrischen Unterstützung ermöglichen es die E-Räder auch weniger trainierten Zeitgenossen, längere Wege zurückzulegen, so dass zum Beispiel die tägliche Fahrt zur Arbeit mit dem Zweirad bewältigt werden kann. Bis zu einer Entfernung von fünf Kilometern, so die Autoren der Studie, ist das Fahrrad (konventionell oder mit elektrischer Unterstützung) zudem das schnellste Verkehrsmittel. Das Elektro-Fahrrad hält diesen Vorsprung sogar noch bis zu zehn Kilometer. Erst ab 20 Kilometern siegt, so die UBA-Studie, das Automobil - wenn auch nur mit einem minimalen Vorsprung.

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Infrastruktur muss ausgebaut werden

Angesichts der steigenden Kosten für immer weniger Parkraum kann sich das E-Bike für Berufspendler zu einer lohnenden Alternative entwickeln. Zwar liegen Untersuchungen über die Verlagerung des individuellen Verkehrs hin zu E-Bikes noch nicht vor, doch zeigen Erfahrungen aus Österreich, den Niederlanden und Dänemark, dass Berufspendler durchaus bereit sind, das Auto gegen ein E-Bike einzutauschen. In Kopenhagen zum Beispiel liegt der Anteil des Rades im Stadtverkehr dank einer maßgeschneiderten Infrastruktur bei 44 Prozent. In Berlin arbeitet der Senat unterdessen an einem "E-Bike-Korridor" für den beruflichen Pendelverkehr. Dazu gehören auch sichere Abstellmöglichkeiten an den jeweiligen Zielpunkten.

Unternehmen setzen auf E-Bikes

Inzwischen erfasst die elektrische Unterstützung auch die bereits in Vergessenheit geratenen Lastenräder und die zumeist tonnenschweren Räder zu leichtgängigen Transportern mutieren lassen. Diese Möglichkeit hat zum Beispiel die Deutsche Post AG erkannt und setzt inzwischen 6000 E-Räder ein, um die bis zu 50 Kilogramm wiegenden Brieftransporttaschen leichter bewegen zu können. Davon profitiert die Umwelt. Auch ein deutschlandweit agierender Pizzadienst hat seine Flotte um E-Räder und E-Roller erweitert. Bereits bei einer Reduzierung der Pkw-Fahrleistung um 600 Kilometer im Monat kann ein E-Rad kostenneutral angeschafft werden, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland errechnet.

Die positiven Umwelteigenschaften der E-Räder sind unumstritten, und selbst die Produktion und spätere Verwertung der Akkus kann die positive Bilanz nicht trüben. Dennoch ließe sich der Anteil der E-Bike-Fahrer noch weiter steigern, wenn die Infrastruktur mit dem wachsenden E-Rad-Absatz mithalten könnte. Viele Radwege eignen sich aktuell nicht einmal für den konventionellen Radverkehr und erfüllen nicht die geltenden Standards für Mindestbreiten und Oberflächenqualität. "Hier besteht noch großer Handlungsbedarf, um die Qualitätsstandards in den einzelnen Gebietskörperschaften tatsächlich zu erreichen", stellen die Experten nüchtern fest.

Kommen die Radschnellwege?

Um die E-Bike-Nutzung weiter voranzutreiben, wären sogenannte Radschnellwege eine positive Maßnahme. Sie beschleunigen die Reisegeschwindigkeit und sind dank ihrer Auslegung für die elektrisch unterstützten Räder besonders geeignet. In Deutschland sind sich zwar alle Experten einig, dass diese Radwege die bestehende Rad-Infrastruktur sinnvoll ergänzen können, doch existieren bisher im Gegensatz zu Dänemark oder den Niederlanden nur Teilabschnitte.

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