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Stadtverkehr neu gedacht: Europas Elektro-Hauptstädte

09.12.2014, 10:24 Uhr | Renault

Stadtverkehr neu gedacht: Europas Elektro-Hauptstädte. Morgendämmerung eines neuen Zeitalters: In Paris gehören die rein elektrisch angetriebenen Bolloré Blue Cars des Car Sharing-System Autolib längst zum Straßenbild. (Quelle: Pascal Poggi)

Morgendämmerung eines neuen Zeitalters: In Paris gehören die rein elektrisch angetriebenen Bolloré Blue Cars des Car Sharing-System Autolib längst zum Straßenbild. (Quelle: Pascal Poggi)

Wir befinden uns im Jahre 2015 n.Chr. Ganz Europa ist von Autos mit Verbrennungsmotor besetzt. Ganz Europa? Nein! Einige von weitsichtigen Planern bevölkerte Städte fördern gezielt die emissionsfreien Elektrofahrzeuge. Denn sie wissen: Das leise und saubere Autofahren steigert die Lebensqualität. Was machen Europas Elektrohauptstädte anders?

Es gelingt nicht alle Tage, die Zukunft mit eigenen Augen zu sehen. Wer beispielsweise wissen will, wie es auf den Straßen aussieht, wenn das deutsche Regierungsziel von einer Million Elektroautos bis 2020 erreicht wird, kann noch sehr lange warten. Oder nach Norwegen reisen. Denn dort sind heute schon 32.000 E-Mobile unterwegs - bei nur 5,1 Millionen Einwohnern.

Als einer der größten Erdölförderer der Welt könnte Norwegen den heimischen Sprit für einen Spottpreis anbieten. Doch das Land nutzt den Reichtum, um Weichen für die Zukunft zu stellen: durch die Förderung von Elektrofahrzeugen. Der Staat verzichtet beim Kauf auf die Luxussteuer - die den Preis herkömmlicher Neuwagen fast aufs Doppelte treibt - und auf die 25-prozentige Mehrwertsteuer. Resultat: Ein E-Mobil ist nicht teurer als ein konventionelles Auto und im Unterhalt sogar erheblich günstiger. Denn es fallen weder Kraftfahrzeugsteuer noch Citymaut an - für ein "fossiles" Auto sind pro Einfahrt ins Osloer Zentrum fünf Euro fällig.

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So funktioniert Elektromobilität im Alltag

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Die norwegische Hauptstadt ist die unumstrittene Hochburg der Elektromobilität. Wer mit einem 100-prozentigen Elektroauto wie dem Renault ZOE in die Metropole tourt, für den beginnt der Spaß schon auf der notorisch verstopften E 18 entlang des Oslofjords. Hier herrscht immer Rushhour, egal ob früh oder spät, egal ob rein oder raus aus der Stadt. Doch auf der für "Elbiler" (norwegisch für Elektroautos) freigegebenen Busspur zieht der ZOE lässig am täglichen Stau vorbei. Verrückte Welt: In Deutschland diskutieren die Stadtoberhäupter bereits das Schreckensszenario verstopfter Busspuren, bevor überhaupt eine nennenswerte Menge Elektroautos am Start ist…

Viele Osloer haben sich auf den malerischen Inselchen am Fjordufer niedergelassen und vor den meisten Häusern steht ein "Elbil". Früher dominierten der skurril-kantige Zweisitzer Buddy und der großäugige Zwerg Think City das Bild, doch längst stehen die Norweger auf "vollwertige" E-Autos wie den fünftürigen Renault ZOE. Monat für Monat wechseln sich ein Elektroauto und ein konventionelles Modell an der Spitze der Zulassungsstatistik ab. Im ersten Halbjahr 2014 lag der Marktanteil von Elektroautos am norwegischen Neuwagenmarkt bereits bei 12,9 Prozent.

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Aber jetzt erst mal runter von der E 18 Richtung Innenstadt. Schon nach ein paar Metern kommt die Mautbrücke, die automatisch die tägliche City-Maut abbucht … außer natürlich für 100-prozentige Elektroautos. Mit dem ZOE peilen wir den Stadtteil Bjørvika an, wo die irrsten Neubauten eine einzigartige Skyline bilden. Eines der Hochhäuser erinnert an eine Skisprungschanze, das nächste an einen Eisberg, ein drittes an einen Barcode. Warum sieht eigentlich keines wie eine gigantische Ladesäule aus? Denn das wäre längst das angemessene Wahrzeichen für Oslo. Jeder öffentliche Parkplatz bietet Dutzende von öffentlich zugänglichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Das spektakulärste Bild bietet sich am Rande des historischen Viertels Kvadraturen mit seinen im Rechteck-Schema angelegten Straßen. Auf der Kongensgate unterhalb der Festung Akershus stehen zig Steckersäulen bereit, fast alle Parkbuchten sind belegt mit "Elbilern", aus denen ein Ladekabel baumelt. Die frische Energie gibt es übrigens kostenlos. "Den Strom zu verschenken, ist viel billiger, als ihn abzurechnen", verrät Ola Elvestuen, Stadtrat für Verkehr in Oslo. Was für ein Bild: ein ganzer Straßenzug voller Elektroautos.

Die Vergünstigungen - ausschließlich für vollelektrische Autos, nicht für Hybride - bleiben bis 2018 bestehen. Oder bis Norwegen die Zahl von 50.000 Elektroautos erreicht hat. Und dieser Fall dürfte deutlich früher eintreten. Überhaupt, jeder Meter Autofahrt durch Oslo beweist: Elektrisch Auto fahren ist keine Vision mehr, es funktioniert längst im Alltag. Zwar sind auch hier noch die meisten Wagen mit Verbrennungsmotor unterwegs - doch die totale Abwesenheit von Sprit-Tankstellen in der City zeigt klar, wohin die Reise geht.

Frankreich fördert: Die "Grande Nation" gibt satte Zuschüsse beim Elektroautokauf

Mit dem "Elbil-Eldorado" Norwegen können die Vorteile und Förderung in anderen Ländern zwar nicht mithalten. Doch auch Frankreich engagiert sich mit spürbarem Erfolg für die Verbreitung von E-Autos. Was sicher mit daran liegt, dass die heimischen Hersteller mit viel Mut in die Elektromobilität einstiegen. Renault entwickelte mit dem Cityflitzer Twizy, dem Kleintransporter Kangoo Z.E., der mittlerweile eingestellten Limousine Fluence Z.E. und dem schicken Kompaktmodell ZOE gleich eine ganze Modellpalette an rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Bisher erreichte Stückzahl: rund 50.000. Der PSA-Konzern bietet mit Peugeot iON und Citroën C-Zero zwei baugleiche Brüder des Mitsubishi i-MiEV an, die sich in Europa jedoch nicht befriedigend verkaufen.

Der französische Staat gibt Privatleuten beim Neukauf eines Elektroautos 5.000 Euro Zuschuss, viele Departements legen noch ein paar Tausender drauf. Außerdem haben sich 20 Großunternehmen verpflichtet, bis 2016 mindestens 50.000 Elektroautos zu bestellen. In Deutschland genügt oft schon die Anschaffung eines einzigen E-Mobils für den öffentlichen Dienst, um es in die Schlagzeilen zu schaffen…

Im Paris ist das E-Carsharing-Projekt "Autolib" ein Erfolgsmodell. An gut 300 Stationen im Stadtgebiet steht das vollelektrische Blue Car von Bolloré bereit, ein Abo kostet 144 Euro pro Jahr, 15 Euro pro Woche oder 10 Euro pro Tag. Hinzu kommen Nutzungskosten von 5 bis 8 Euro pro halbe Stunde. Die bald 3.000 Blue Cars - künftig auch von Renault gefertigt - sollen 22.500 Privatautos mit Benzinmotor ersetzen und damit der stau- und smoggeplagten Metropole wieder zu mehr Luft und Lust verhelfen.

Vor den Toren der Stadt, im prächtigen Schlosspark von Versailles, fahren die Gärtner mit zwölf Renault Kangoo Z.E., zwei ZOE und neun Twizy flüsterleise und klimafreundlich durch die jahrhundertealten Barockgärten. Einer der Twizy ist übrigens im Stil des königlichen Kinderwagens von Thronfolger Louis, später bekannt als Ludwig XVII., designt.

Frankreichs bisher größtes Pilotprojekt zur Elektromobilität heißt SAVE (Seine Aval Véhicules Électriques) und stieg im französischen Departement Yvelines westlich von Paris. Insgesamt 150 Testfahrer probierten 20 Renault Fluence Z.E., 35 Renault Kangoo Z.E. und zehn Nissan Leaf im Alltag. Die Supermarktketten Carrefour, Leclerc und Intermarché sowie der Mineralölkonzern Total stellten unter anderem ihre Parkplätze für öffentliche Ladestationen zur Verfügung. Ergebnis: Im "Selbstversuch" lösten sich viele Vorurteile gegen batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge in Luft auf. Zu überzeugend war das Fahrerlebnis und das Aufladen ließ sich problemlos in den Tagesablauf integrieren.

Elektroauto als Schnäppchen: Amsterdam und Rotterdam geben elektrisch Vollgas

Dass die emissionsfreie Mobilität im Moment noch finanziellen Rückenwind braucht, um in Schwung zu kommen, zeigt das Beispiel Niederlande. Als Anfang 2014 die Steuervergünstigungen endeten, brachen die E-Zulassungen ein. Doch zwei Metropolen machen jetzt erst richtig ernst. So dürfte die Zahl der Elektroautos in Rotterdam richtig steil gehen, weil die Stadt ein beispielloses Förderprogramm auflegt. Wer ein umweltschädliches Altfahrzeug durch ein emissionsfreies E-Mobil ersetzt, kann sich dieses zum Schnäppchenpreis sichern. Zur Abwrackprämie von 2.500 Euro erhalten Gewerbetreibende, die sich einen Elektrovan oder ein E-Taxi kaufen, eine staatliche Unterstützung von 3.000 Euro und ein Guthaben von etwa 1.500 Euro für die eigene Ladestation. Die lokalen Prämien können sogar bis zu weiteren 7.000 Euro ausmachen. Auf den Straßen setzt Rotterdam also voll auf die Elektroschiene - schade, dass sich die dicken Pötte im Europort nicht von Schweröl auf E-Antrieb umstellen lassen…

Ähnlich entschlossen geht die Hauptstadt Amsterdam den Umbau des Stadtverkehrs an. Angepeilt sind kurzfristig 10.000 Elektrofahrzeuge und 1.000 neue Ladepunkte, an denen kostenlos Strom gezapft werden darf. Beim Car-Sharing-Projekt car2go können sich Bürger und Besucher aus rund 300 Smart Fortwo Electric Drive bedienen. Auch für den Kauf eines Elektroautos gibt‘s einen zusätzlichen Anreiz: In der Stadt mit den hohen Parkgebühren wartet man oft ein bis zwei Jahre auf eine Anwohnerparkkarte. Schneller geht‘s für Besitzer eines Elektrofahrzeugs.

Deutschland: Berlin und Leipzig wollen Elektrohauptstadt sein

In Deutschland sehen sich gleich zwei Metropolen als Zentrum der Elektromobilität - und beide haben gute Argumente. In Leipzig etwa fertigt Porsche den Panamera S E-Hybrid, BMW baut hier i3 und i8. Im öffentlichen Nahverkehr sind zwei Batteriebusse bis zu 20 Stunden am Stück im Einsatz. Straßenlaternen sollen im großen Stil mit Ladebuchsen versehen werden - so können auch Laternenparker endlich auf Akku-Autos wechseln. Die Stadtverwaltung und kommunale Tochtergesellschaften ergänzen ihre Fuhrparks gezielt mit E-Autos. Motto des umweltfreundlichen Umbaus: Leipzig fährt STROMaufwärts.

Die Hauptstadt Berlin möchte diesen Titel auch gerne auf ihre Rolle bei der Elektromobilität ausweiten. Tatsächlich wäre sie ein ideales Geläuf für E-Mobile, weil hier viele Pendler relativ kurze Strecken fahren. An Engagement fehlt es dem "Internationalen Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg" nicht. Mit 450 Ladepunkten - geplant sind mittelfristig 1.600 - belegt Berlin einen Spitzenplatz in Europa, doch auch hier hinkt die Realität den hohen Ansprüchen noch hinterher. Das Laternenladen etwa kommt wegen der verschiedenen Steckerstandards nicht vom Fleck. Gerade mal 1.500 Elektroautos rollen auf den Hauptstadtstraßen.

Dafür weist Berlin die spektakulärsten Highlights des elektrischen Autofahrens auf. Im November 2014 zeigte die Aktion "25 Jahre Mauerfall - 25 Elektrofahrzeuge" von Trabi bis Tesla die ganze Bandbreite an emissionsfreien Fahrzeugen und E-Umbauten. Und im nächsten Frühjahr schauen die E-Völker der Welt auf diese Stadt. Denn am 30. Mai 2015 heizt die brandneue Formel E-Weltmeisterschaft durch die Hauptstadt. Mit Autos, die aussehen wie Formel 1-Boliden, dabei aber so leise und abgasfrei unterwegs sind wie ein Renault ZOE. Und wer wissen will, wie sich das Fahren mit dem 100% elektrischen Fünftürer anfühlt, muss nicht mal in eine Elektro-Hauptstadt reisen - Probefahrten gibt’s auch beim nächstgelegenen Renault Partner.

Apps sind längst Teil des Alltags geworden. Und auch die Elektromobilität ist auf dem besten Weg dahin. Haben Sie die Vorzüge der Elektromobilität schon kennengelernt? Nein? Dann testen Sie doch einmal den elektrisch angetriebenen Renault ZOE in Ihrem Alltag! Hier geht’s direkt zur Probefahrt.

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