Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Nachhaltigkeit >

E-Mobilität: 2015 wird das Jahr der Plug-in-Hybride

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

E-Mobilität  

2015 wird das Jahr der Plug-in-Hybride - oder doch nicht?

23.01.2015, 13:37 Uhr | dpa

E-Mobilität: 2015 wird das Jahr der Plug-in-Hybride. Porsche Cayenne S E-Hybrid an der Steckdose (Quelle: imago/Jan Huebner)

Porsche Cayenne S E-Hybrid an der Steckdose (Quelle: Jan Huebner/imago)

Geringe Reichweiten und zu hohe Anschaffungskosten: Elektromobilität in Deutschland glänzt noch weitgehend mit Abwesenheit. Dagegen möchten besonders die deutschen Autobauer antreten und versprechen für das Jahr 2015 eine Flut von Plug-in-Hybriden, welche die Akzeptanz des Akku-Antrieb deutlich steigern soll.

Plug-in-Hybride als Übergangsphase

Als Revoluzzer mit Rettungsleine können diese Hybrid-Fahrzeuge an der Steckdose geladen werden, fahren nennenswerte Strecken rein elektrisch und kommen dank des zusätzlichen Verbrenners trotzdem auf alltagstaugliche Reichweiten.

CO2-Vorgaben als Maßstab

Mercedes zum Beispiel will bis 2017 rund zehn Modelle mit Plug-in-Antrieb einführen. Den Anfang hat der Stuttgarter Hersteller im vergangenen Herbst mit der S-Klasse gemacht und in diesem Jahr geht es weiter: Kürzlich wurde die C-Klasse mit Stecker enthüllt, im Sommer folgt die modernisierte M-Klasse als GLE mit Plug-in-Technik. Und den GLK-Nachfolger GLC wird man ebenfalls noch 2015 gut 30 Kilometer elektrisch bewegen können, heißt es in Unternehmenskreisen.

Anzeige 
Dein Einstieg zum passenden Auto

Finde deinen neuen Wagen in Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt. Jetzt suchen

Ganz freiwillig ist dieser technisch aufwendige und deshalb teure Ausbau nicht: "Ohne einen Durchbruch werden wir unsere CO2-Vorgaben nicht erreichen", räumt Daimler-Forschungschef Thomas Weber ein.

2015 wird das Jahr der Plug-in-Hybride

Kein Wunder, dass die anderen sogenannten Premium-Hersteller in Deutschland mit ihren großen, leistungsstarken und CO2-intensiven Flotten ins gleiche Horn stoßen. "2015 wird deshalb das Jahr der Plug-in-Hybride", sagt Automobilexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen.

So hat Audi schon den A3 Sportback e-tron, der bis zu 50 Kilometer elektrisch fahren kann (in unserem Test haben wir eine deutlich geringere Reichweite erzielt), und wird auch den neuen Q7 mit der Technik ausrüsten: 56 Kilometer elektrische Reichweite sollen den Normverbrauchswert des SUV auf 1,7 Liter und den CO2-Ausstoß unter 50 Gramm pro Kilometer drücken.

Porsche bietet die meisten Plug-in-Modelle an

Von VW gibt es als Plug-in-Hybrid neben dem exotischen XL1 den Golf GTE. Der Passat GTE steht schon in den Startlöchern. Und auch der Tiguan wird mit dem Generationswechsel voraussichtlich diesen Herbst zum Teilzeitstromer, deuten VW-Mitarbeiter an. Bei BMW werden die Hybride künftig ebenfalls verstärkt an die Steckdose gehängt, etwa der 3er, der X5 und der nächste 7er.

UMFRAGE
Welchen Antrieb bevorzugen Sie?

Während die vornehmen Vollsortimenter oft noch mit Ankündigungen beschäftigt sind, hat Sportwagenbauer Porsche längst gehandelt und nach dem 918 Spyder und dem Panamera zuletzt den Cayenne an die Steckdose gebracht.

Premiumhersteller mit Kostenvorteil

Bei den Premium-Marken mag die Rechnung aufgehen, bei Marken mit günstigeren Autos eher nicht - selbst wenn sie in Konzern-Baukästen greifen können. "Für uns und unsere Kunden ist diese Technologie noch nicht vernünftig darstellbar", sagt Skoda-Chef Winfried Vahland. Und selbst Hybrid-Pionier Toyota hält sich zurück: Nach wie vor gibt es den Prius Plug-in nur als Kleinserie.

Zauberwort "SUV" 
Deutsche Autokonzerne wollen auf US-Überholspur

In Detroit zeigen Mercedes und Co. neue Geländewagemodelle für den US-Markt. Video

Klimaschonende Wirkung bleibt fraglich

Auto-Experte Dudenhöffer glaubt zwar an eine große Plug-in-Welle in diesem Jahr. Aber für die Lösung der Probleme mit der Reichweite und der Ladeinfrastruktur zahle man einen hohen Preis: "Die Fahrzeuge haben durch die doppelte Motorisierung ein höheres Gewicht und klar höhere Kosten."

Auch Gert Lottsiepen vom ökologisch orientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD) kann die Freude über den Zuwachs an der Ladesäule nur bedingt teilen: Er rechnet bis 2020 mit einem Plug-in-Anteil von 60 Prozent unter den Elektroautos, zweifelt aber an deren klimaschonender Wirkung. "Sie haben nur dann einen Sinn, wenn sie sowohl im Elektromodus als auch mit Verbrennungsmotor energieeffizient sind" - Autos wie Panamera und S-Klasse seien das nicht.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal