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Ladestationen: Preise für Strom teurer als Verbrenner

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Ladestationen für Elektroautos im Test  

Bezahltarife machen Strom teuer

11.02.2015, 15:51 Uhr | ZDF, Presseportal

Ladestationen: Preise für Strom teurer als Verbrenner. Kosten für Ladestrom variieren stark. (Quelle: imago/biky)

Kosten für Ladestrom variieren stark. (Quelle: biky/imago)

Elektroautos gelten als teuer in der Anschaffung und günstig im Unterhalt. Laut eines Tests des ZDF-Verbrauchermagazins "WISO" sorgen teure Bezahltarife für Ladestationen für einen satten Kostenaufschlag und machen ihn drei- bis viermal so teuer wie Hausstrom. Das macht den Saft im Stromer umgerechnet teilweise teurer als Benzin oder Diesel.

Stromkonzerne müssen besser informieren

Das Magazin hat die Zeittarife für Ladesäulen von RWE, EnBW und E.On mit den Kosten von Hausstrom verglichen. Alle drei Stromanbieter bieten unterschiedliche Bezahltarife an. Wer beispielsweise seinen BMW i3 an eine Ladesäule des Anbieters EnBW hängt, komme auf einen Betrag von bis zu 17,43 Euro pro 100 Kilometer.

Dieser Maximalpreis setzt sich aus der Grundgebühr von 9,90 Euro pro Monat und der Prepaidkartenbenutzung für fünf Euro pro Stunde zusammen. Mit Kundenkarte liegt der Stundenpreis bei zwei Euro pro Stunde. Warum nicht nach Lademenge, sondern Zeit abgerechnet wird, bleibt unklar. Das macht den Stromer sogar deutlich teurer als einen Verbrenner.

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RWE bittet seine Kundschaft gerechter zur Kasse und kassiert nach Verbrauch, zeitunabhängig also. Aber auch hier ist einer von zwei verschiedenen Zeitverträgen vonnöten, für 3,95 oder 4,95 Euro pro Stunde. Der Test zeigt, dass der Fahrer eines i3 im Vergleich zum Haushaltsstrom immer noch dreimal so tief in die Tasche greifen muss.

Wer seinen Stromer an eine Ladestation von E.ON hängt, kommt gratis davon. Abgesehen vom Ladenetz an der Autobahn A9, verlangt der Anbieter kein Geld für seinen Strom.

Im Stecker liegt die Kraft - oder doch nicht?

Ausschlaggebend für den hohen Strompreis des i3 ist seine Ladedauer, denn die beträgt zwischen sechs und acht Stunden. In einer halben Stunde lässt sich das Akkupaket nur per Elektroboost an einer 50-kW-Schnellladestation zu mehr als drei Viertel füllen.

Vollzeit-Schnelllader wie der Renault ZOE, der Tesla Model S und der Smart ED (optional) sind die einzigen Modelle, die vom zeitabhängigen Bezahlsystem profitieren. Sie lassen sich in unter einer Stunde auf 100 Prozent aufladen.

Wucherpreis schadet der E-Mobilität

Große Stromkonzerne dürften so nicht auftreten, erklärt Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer in "WISO": "Das ist das Gegenteil von Werbung, man schreckt Kunden ab, man gibt ihnen das Signal, dass man unter Umständen reingelegt wird, wenn man nicht permanent nachrechnet". Die Bezahlmodelle zerstörten die Ansätze der E-Mobilität.

EnBW und RWE erklärten gegenüber dem Verbrauchermagazin, man müsse die Kunden über maximale und tatsächliche Ladeleistung besser informieren und auf hohe Kosten aufmerksam machen. Beide Konzerne kündigten zeitnah Verbesserungen an.

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