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CO2-Reduzierung bis 2025: Kleinwagen werden 3000 Euro teurer

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CO2-Vorgaben der EU  

Umwelt-Motorentechnik macht unsere Autos teurer

27.02.2015, 11:50 Uhr | Michael Kirchberger, SP-X

CO2-Reduzierung bis 2025: Kleinwagen werden 3000 Euro teurer. Umwelt-Motorentechnik macht unsere Autos teurer. (Quelle: Hersteller)

Umwelt-Motorentechnik macht unsere Autos teurer. (Quelle: Hersteller)

Die CO2-Vorgaben aus Brüssel werden auch für Autokäufer eine teure Angelegenheit. Denn die Technik zur Schadstoffreduzierung ist teuer. So könnte der Preis für einen Kleinwagen in Zukunft bis zu 3000 Euro höher sein als heute.

Die Ziele sind ehrgeizig und kaum ein Autohersteller, der nicht mahnend den Finger hebt. Die Einhaltung der von der EU festgelegten zukünftigen Höchstgrenzen für CO2-Emissionen ist eine wirklich sportliche Aufgabe. Bis Ende des Jahres soll der Ausstoß des Treibhausgases, das hauptsächlich für die Klimaerwärmung verantwortlich gemacht wird, bezogen auf die Flotten der einzelnen Marken 130 Gramm pro Kilometer nicht mehr überschreiten. Wer das nicht schafft, zahlt Strafen.

Technik zur Schadstoffreduzierung ist teuer

Die technischen Änderungen, die notwendig wären, Motoren noch sauberer zu machen, sind in der Tat extrem kostenintensiv. Die nächste Stufen, die Absenkung des CO2-Ausstoßes von 130 auf 95 g/km im Jahr 2020 kostet wenigstens 1500 Euro je Fahrzeug, rechnet Ulrich Schulz, Direktor für EU-Angelegenheiten bei Opel vor.

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Preissteigerung von 3000 Euro bis 2025

Die darüber hinaus geplante Reduzierung auf 78 oder gar 68 Gramm pro Kilometer bis 2025 käme wenigstens genauso teuer. Das aber führte bei Kleinwagen zu einer Preissteigerung von bis zu 3000 Euro, also ein Viertel bis zu einem Drittel der derzeitigen Neuwagenpreise in dieser Klasse.

Altautos: Unliebsamer Nebeneffekt

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann warnt dann auch vor einem unliebsamen Nebeneffekt dieser Entwicklung. Wenn Autobesitzer ihren alten Wagen länger als geplant fahren, weil sie sich einen neuen nicht leisten können, ist der Umwelt damit auch kein Gefallen getan, sagt er. Der Emissionshandel und Treibstoffaufschlag hätten da eher erzieherische Effekte und würden zu wirtschaftlicherer Fahrweise und auch Fahrtenvermeidung führen.

Gänzlicher Verzicht auf fossile Brennstoffe

Allerdings nennt der Wissenschaftler auch gleich die Risiken, die uns bei ungezügeltem Verbrauch der fossilen Brennstoffe drohen. Weit weniger als die Hälfte der Ressourcen seien verbraucht, beziehungsweise ihr CO2-Gehalt in die Atmosphäre abgegeben worden. Vom Ölvorrat sei insgesamt noch etwa die Hälfte übrig, bei Erdgas sogar mehr als zwei Drittel. Und vom Kohlevorrat, der den größten Anteil des Klimakillers beinhaltet, wurde gerade Mal ein Fünftel verfeuert.

Wenn all dieses gebundene Gas aus seiner festen Verbindung gelöst und an die Umwelt abgegeben würde, brauchte man sich nach Ansicht der Umweltschützer keine Gedanken mehr um die Rettung der Erde machen. Die sei dann hoffnungslos geworden.

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Andere Nationen ziehen nur teilweise nach

Andere Autonationen ziehen die Grenzen für CO2 nicht so streng. In Amerika schrieben die Verbrauchs- und Emissionsvorschriften von 1990 bis 2010 rund 28 Meilen pro Gallone, also 8,4 Liter auf 100 Kiloeter vor. Mittlerweile sind sie auf 34,5 Meilen pro Gallone (6,8 Liter) angehoben worden.

In China wird ein Höchstwert von 117 Gramm pro Kilometer bis 2020 angestrebt, die deutschen CO2-Grenzen entsprechen einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von aktuell 5,55 Liter über 4,22 Liter bis 3,3 Liter (bei 78 Gramm pro Kilometer) auf 100 Kilometer bis 2020. Das Konsumäquivalent bei Dieseltreibstoff liegt aufgrund des höheren Energiegehalts dieser Sorte noch niedriger.

Neuer Messzyklus benachteiligt Kleinwagen

Unklar ist außerdem, wie die aller Voraussicht nach gerade bei kleinen und kompakten Autos höher ausfallenden Emissionswerte übernommen werden, wenn 2017 der neue Messzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) den bisherigen seit 1996 geltenden europäischen Zyklus ersetzt. Nach Einschätzung der Fachleute ist der kaum realistischer als der alte NEFZ, ließe aber vor allem größere und stärkere Autos besser aussehen.

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