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Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid im Test: Verspielt und alltagstauglich

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Mitsubishi Outlander PHEV  

Freude am Daddeln im Hybrid-SUV

21.06.2016, 08:59 Uhr | Wolfgang Gomoll, Press-Inform

Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid im Test: Verspielt und alltagstauglich. Zwei Tonnen schwer, aber dank Plug-in-Hybrid in der Stadt sparsam. (Quelle: Hersteller)

Zwei Tonnen schwer, aber dank Plug-in-Hybrid in der Stadt sparsam. (Quelle: Hersteller)

Um den Benzinverbrauch zu senken, kommt das Allrad-SUV mit zwei Elektromotoren und Akkus, die sich an der Steckdose aufladen lassen. Klingt gut und modern. Doch wie schlägt sich der überarbeitete Mitsubishi Outlander PHEV 3 im täglichen Einsatz?

Auch 2016 erweckt ein Plug-in-Hybrid-Mobil immer noch großes Interesse. Vor allem, wenn er so präsent dasteht, wie der Mitsubishi Outlander PHEV.

Mitsubishi Outlander Hybrid macht neugierig

"Und wie ist der?", fragt der Nachbar als wir den elektrifizierten Crossover an das Stromnetz anschließen. Mit dem Interesse steht der neugierige Zeitgenosse nicht alleine da: Über 100.000 Exemplare des japanischen Stromers wurden zwischen 2012 bis 2015 in Europa verkauft.  

Der Mitsubishi Outlander im Test

Der Allrad-SUV ist nicht ganz preiswert - hat aber eine Menge zu bieten.

Der Mitsubishi Outlander im Test


Die Kombination aus einem 89 kW / 121 PS-Verbrenner und jeweils einem 60 kW / 82 PS-E-Motor an der Vorder- und Hinterachse klingt auch verführerisch. Damit ist die Frage des technikbegeisterten Mannes beantwortet: Ja, das Plug-in-Hybrid-System funktioniert prächtig und ist absolut alltagstauglich.

Nach wie vor gilt: Hybrid punktet nur in der Stadt

Die Vorteile spielt die Doppel-Elektromotor-Unterstützung aber nur im urbanen Bereich gut aus. Bei geladener Batterie lag der Durchschnittverbrauch im Münchner Stadtverkehr bei 1,7 Litern pro 100 Kilometer.

Wenn die Akkus voll im Saft stehen, reicht die Energie für 39 Kilometer, also weniger als die Werksangabe von rund 52 Kilometern. Für Pendler ist es von Vorteil, wenn man den Outlander PHEV über Nacht an einer herkömmlichen Steckdose aufladen kann.

Daddeln mit Schaltpaddeln

Wenn man täglich weniger als 30 Kilometer fährt, für den ist das regelmäßige Strom-Tanken kein Muss, da man mit Rekuperation auch im Alltags-Verkehr einiges an Energie zurückgewinnen kann. Mit den Schaltpaddeln kann man den Rekuperations-Widerstand des E-Motors manuell einstellen und so die Bremswirkung beim Lupfen des Gaspedals nutzen, um die Batteriezellen wieder zu füllen.

Foto-Serie mit 6 Bildern

Sechs Stufen stehen zur Auswahl: von null (Segeln) bis hin zu fünf (maximale Rekuperation). Das hilft nicht nur beim Ampel-Springen, sondern auch beim Kolonnenverkehr auf Landstraßen und Autobahnen, wobei die Verzögerung bei der höchsten Stufe fünf ziemlich spürbar ist.

Hybrid lädt zum Spielen ein

Aber schon nach kurzer Zeit geht das Daddeln in Fleisch und Blut über und man hat richtig Freude am Spiel mit der Technik. Im regulären Drive-Modus stehen die Wippen, wie gewohnt für Schaltvorgänge parat und nutzt das Bremspedal zum Energie-Schöpfen. Wenn man es richtig anstellt, verlängert man so die Distanz bis zum nächsten Tankstopp signifikant.

Akkus befüllen geht auch "dreckig"

Auch der Verbrennungsmotor hilft auf Knopfdruck beim Füllen der Akkus: Innerhalb von 40 Minuten sind die Akkus zu 80 Prozent gefüllt. Allerdings treibt das den Verbrauch in die Höhe, außerdem spürt man, dass der Verbrenner Leistung abzweigt. Längsdynamisch kann der Outlander PHEV durchaus mithalten.

Mit E-Unterstützung hat der Crossover einen knackigen Punch, der richtig Spaß macht und sich auf den ersten Metern deutlich schneller anfühlt, als die Werksangabe von elf Sekunden für den Standardsprint auf Landstraßen-Tempo.

Mit Bleifuß wird auch der Hybrid durstig

Sobald man es etwas forscher angeht, überspringt der Durst schnell die Zehn-Liter-Marke. Im Praxistest pendelte sich der Verbrauch bei 7,9 Litern pro 100 Kilometer ein. Wobei 40 Prozent auf der Autobahn zurückgelegt wurden und jeweils 30 Prozent in der Stadt und Überland. Die Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 170 km/h (auf dem Tacho sind es 180 km/h) sorgt schon dafür, dass der Gasfuß nicht besonders schwer wird.

Kurven sind dagegen nicht die Spezialität des 1982 Kilogramm schweren Plug-in-Hybriden. Bei schnelleren Tempo drängt der 4,70 Meter lange Japaner trotz des elektrischen Allradantriebs über alle vier Räder rutschend nach außen. Die Sitze mit wenig Seitenhalt, die indifferente Lenkung und der glatte Lederlenkradkranz sind der Agilität ebenfalls nicht unbedingt zuträglich. Auch das straffe Fahrwerk wirkt bei kurzen Schlägen schnell überfordert.

Viel Platz, aber wenig Zuladung

Beim Outlander Plug-in-Hybriden lautet das Motto ganz eindeutig "Schuster bleib bei Deinen Leisten." Nicht umsonst preist Mitsubishi das Fahrzeug als "Familien-SUV" an. Platz ist im Outlander reichlich vorhanden. Das Kofferraumvolumen ist mit 451 bis 1590 Litern bei der getesteten Top-Version in Ordnung, allerdings kann die geringe Zuladung von 358 Kilogramm beim Familienausflug zum Problem werden. Dass die Ladefläche leicht ansteigt, stört dagegen kaum.

Verspielter Technologieträger

Der Outlander ist etwas für die Playstation-4-Generation, denn er spielt seine Rolle als Technologieträger mit allen Facetten, die man heutzutage erwartet. Angefangen von dem Informations- und Einstellungsüberfluss des zentralen Touchscreens, mit dem man auch die Laderoutine und der Zeitpunkt, zu dem die Klimaanlage aktiv wird, einstellt.

Voll ausgestattet für 50.000 Euro

Das Ganze geht auch per App vom Smartphone aus, das sich dabei aber in Reichweite des Fahrzeugs-WLans befinden muss. Die Technikaufrüstung bescherte dem Outlander hilfreiche Details wie LED-Licht und eine 360-Grad-Kamera, allerdings fehlt ein Toter-Winkel-Überwacher. Für 50.990 Euro bietet die Ausstattungsvariante "Top" volle Hütte, nur eine Metallic-Lackierung kostet 620 Euro.

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