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Nissan Leaf im Autotest: So fährt das beliebte Elektroauto

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Elektroauto im Test  

Nissan Leaf - hier geht es theoretisch weiter

12.01.2017, 17:02 Uhr | , t-online.de

Nissan Leaf im Autotest: So fährt das beliebte Elektroauto. Nissan Leaf - Batterieanzeige beim Start im Winter. (Quelle: Patrick Schäfer)

Nissan Leaf - Batterieanzeige beim Start im Winter. (Quelle: Patrick Schäfer)

Einfach reinsetzen und losfahren - so weit ist es noch nicht. Wer entspannt mit einem Elektroauto unterwegs sein will, sollte sich vorher gut informieren. Denn sonst kann es unter Umständen stressig und nervig werden. Ein Test mit dem meistverkauften Elektroauto Europas, dem Nissan Leaf.

Der Stromer aus Japan bietet ab 23.365 Euro (zzgl. monatlicher Akkumiete von 79 Euro) bezahlbare Elektromobilität - einen Tesla für über 80.000 Euro können sich die wenigsten leisten. Aber im Winter ein E-Auto zu testen, ist eigentlich keine gute Idee. Oder doch? Der Wagen mit neuer 30 kWh-Batterie (ab 25.356 Euro) vor dem Haus war fast voll geladen, hat aber in wenigen Stunden durch den Frost wieder einige Prozentpunkte verloren. Ein Minuspunkt bei Minusgraden: Ich habe keine eigene Garage. 

Nissan Leaf: Minustemperaturen - Minus bei der Reichweite

Selbst bei 90 Prozent Ladestand zeigt der Bordcomputer nur kümmerliche 166 Kilometer Reichweite an. Voll geladen sollen es laut Datenblatt 250 sein. Ich fahre los, und schalte die Heizung an: Zack, wieder 20 Kilometer weg. Selbst bei gemütlichem Tempo 100 schrumpft die Reichweite auf der Autobahn schneller, als mir lieb ist.

Nissan Leaf: Beliebtestes Elektroauto Europas. (Quelle: Hersteller)Nissan Leaf: Beliebtestes Elektroauto Europas. (Quelle: Hersteller)

Das ist ein Problem: Schon bei minus drei Grad komme ich nicht auf die Arbeit und zurück, ohne zwischendurch laden zu müssen. Dabei sind es nicht einmal 120 Kilometer hin und zurück. Und leider gibt es bei mir auf der Arbeit keine Steckdose in der Tiefgarage, geschweige denn eine Schnelllade-Station.

Wo ist die nächste FREIE Steckdose?

Das bedeutet: Ich muss woanders Strom fassen. Immerhin: das Navi leitet mich zur nächsten Steckdose in einem Parkhaus. Dort fängt das große Suchen an, denn die Plätze für Elektroautos sind natürlich nicht ausgeschildert. Bei der Information bekomme ich schließlich gesagt, dass ich in den vierten Stock fahren muss.

Und als ich bei den Plätzen ankomme, folgt die nächste Ernüchterung: Beide Steckdosen sind von Teslas belegt. Und selbst wenn das geklappt hätte: Ich hätte zehn Minuten zu Fuß zurück zur Arbeit laufen, und später natürlich wieder hinlaufen müssen. Sehr umständlich und zeitraubend. 

Klappe auf, Stecker rein: Das Laden funktioniert ganz simpel. (Quelle: Patrick Schäfer)Klappe auf, Stecker rein: Das Laden funktioniert ganz simpel. (Quelle: Patrick Schäfer)

Laden funktioniert einfach, braucht aber Zeit

Hat man dann eine Steckdose gefunden, geht alles ganz einfach: Stecker des Ladekabels in die Steckdose, Klappe am Auto öffnen, Ladestecker einführen - fertig. Dann heißt es nur noch, einige Stunden warten. Oder eine Schnellladestation besitzen.

Leise und entspannte Fortbewegung

Summ, summ, summ, Leafchen summ herum. Am Fahrzeug selbst liegt es nicht, dass das Fazit enttäuschend ausfällt: Das Fahren ist leichtgängig und leise. Wenn man es gewohnt ist, vorausschauend und gleichmäßig zu fahren, erfordert ein Elektroauto beim Fahren keine große Umgewöhnung. Für Bleifuß-Fetischisten - Fahrspaß muss hier anders definiert werden.

Falls Sie sich nicht umgewöhnen wollen, drücken Sie die Ecotaste. Dann passiert selbst bei heftigem Druck auf das "Gaspedal" so gut wie nichts.

Nissan Leaf im Test: Bei Minustemperaturen wenig Reichweite. (Quelle: t-online.de)Nissan Leaf im Test: Bei Minustemperaturen wenig Reichweite. (Quelle: t-online.de)

Der Nissan Leaf bietet viel Platz und fährt sich wie ein normales Auto - bis auf die Sache mit der Reichweite im Winter. Wer sich ein E-Auto leisten will, muss sich vorher sehr gut überlegen, wo er Laden kann und sollte auch eine Wallbox in Erwägung ziehen. Günstig ist das alles nicht - und dass der Strom beim aktuellen Mix aus der Steckdose (noch) nicht immer der sauberste ist, ist auch klar. 

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