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Kennzeichen E: Der Mercedes C 350e ist sportlich und sparsam

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Mercedes C 350e  

So sparsam fährt die C-Klasse in die Zukunft

21.04.2017, 19:07 Uhr | Dieter Schwab, mid

Kennzeichen E: Der Mercedes C 350e ist sportlich und sparsam. Kennzeichen E: Mit dem Hybridantrieb fährt die C-Klasse sportlich und sparsam. (Quelle: Mid)

Kennzeichen E: Mit dem Hybridantrieb fährt die C-Klasse sportlich und sparsam. (Quelle: Mid)

Als Carl Benz 1886 seinen "Motorwagen" zum Patent anmeldete, hatte das erste Elektroauto des Franzosen Gustave Trouvé schon fünf Jahre auf dem Buckel.

Wie weit könnte man heute wohl in der Entwicklung sein, hätte nicht 1911 die Erfindung des elektrischen Anlassers für Verbrennungsmotoren die E-Autos vom Markt gedrängt? Die Probleme mit Reichweite und Ladezeit wären vielleicht längst gelöst. Wobei aktuelle Konstruktionen wie der Mercedes C 350e beweisen, dass die Technik heute dennoch zufriedenstellende Antworten anbietet.

C 350e: 211 Benzin-PS treffen auf 82 E-PS

Die Daimler AG packt ihrem Mittelklasse-Modell neben dem bekannten Zweiliter-Vierzylinder-Benziner mit 211 PS einen 82 PS starken Elektromotor unter die Haube. Zusammen machen sie aus der C-Klasse eine echte Rakete – oder ermöglichen eine flüsterleise und umweltschonende Fahrt.

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Von den versprochenen 31 Kilometern bleiben 17 übrig

31 Kilometer kann man laut Mercedes rein elektrisch unterwegs sein. Ein Versprechen, das die C-Klasse in der Praxis leider nicht halten kann. Wählt man den E-Fahrbetrieb aus, darf man sich aber immerhin über 17 besonders geräuscharm zurückgelegte Kilometer freuen. Dann ist der Lithium-Ionen-Akku weitgehend leergesaugt. Den kleinen Rest spart sich das System für das Anfahren auf. Im zügig zurückgelegten Testmix kommt der C 350e auf einen Verbrauch von 5,9 Litern – ein erstaunlicher Wert für eine komfortable Limousine mit diesem Leistungspotential.

Mercedes C 350e: Drei Stunden dauert eine volle Ladung

Die gute Nachricht dazu: In drei Stunden lässt sich der Lithium-Ionen-Akku an einer 230-Volt-Steckdose wieder komplett aufladen. Das bedeutet, dass die meisten Pendler ihre tägliche Fahrt zur Arbeit tatsächlich dem 82 PS starken Elektromotor überlassen können. Vorausgesetzt, sie brauchen den Verbrenner nicht zur Unterstützung für Geschwindigkeiten jenseits von 130 km/h oder an Steigungen.

Hybrid-Power: Weniger als sechs Sekunden bis Tempo 100

Der Fahrer kann die C-Klasse aber auch zur Steigerung der Performance unter Spannung setzen. Im Sport-Modus verhilft die Elektrounterstützung der Limousine zu einem imposanten Antritt und einer Beschleunigung auf 100 km/h in nur 5,9 Sekunden. Bei 250 km/h setzt die Motorsteuerung dem Vortrieb Grenzen.

Sportmodus beflügelt auch das Fahrwerk der C-Klasse

Der Sportmodus macht den C 350e nicht nur ausgesprochen schnell, solange es geradeaus geht, sondern fördert auch die Agilität. Das in der Grundstellung äußerst komfortable Fahrwerk wird dann spürbar straffer und nutzt die Möglichkeiten der aufwendigen Achskonstruktionen für eine Fahrweise, die hohe Kurvengeschwindigkeiten zulässt.

Hybrid-System schränkte den Kofferraum ein

Da bekommt das zusätzliche Gewicht des Akkus auf der Hinterachse einen positiven Nebeneffekt. Dafür muss man allerdings in Kauf nehmen, dass die Batterie das Stauvolumen verringert. Vom 480-Liter-Kofferraum einer "normalen" C-Klasse bleiben nur 335 Liter übrig. Da ist der Platz, den der Koffer für die Ladekabel abzwackt noch nicht einmal eingerechnet. Weitere negative Auswirkungen auf das Platzangebot hat der Umbau zum Plug-in-Hybriden allerdings nicht.

Mercedes C-Klasse mit Wohlfühlfaktor an Bord

Das mit dem Generationswechsel insgesamt gewachsene Mercedes-Modell der Mittelklasse hat nichts mehr mit dem Begriff "Baby-Benz" zu tun, der dem Vorgänger, dem Mercedes 190, zum Debüt 1982 verliehen wurde. Die C-Klasse bietet fünf Erwachsenen genügend Bequemlichkeit, um auch lange Strecken ohne Knitterfalten zu überstehen.

Die Beinfreiheit in der zweiten Reihe ist ordentlich, solange vorne keine Riesen unterwegs sind. Der fein gestaltete Innenraum verströmt die luxuriöse Atmosphäre, die man von einem Mercedes erwartet. Hochwertige Kunststoffe sowie – je nach Ausstattung – Alu- und Holzapplikationen fördern das Wohlgefühl.

Mercedes C 350e: 7000 Euro mehr für den Hybrid

Als Käufer dieses Fahrzeugs darf man hohe Ansprüche stellen. Denn schon in der Grundausstattung nimmt der C 350e die 50.000-Euro-Hürde. Dass sich der Preis über die ellenlange Liste der Sonderausstattungen mühelos weiter steigern lässt, ist bei einem deutschen Premiumhersteller keine wirkliche Überraschung.

Aber: Eine mit 245 PS ähnlich starke C-Klasse, den C 300, bekommt man mehr als 7000 Euro günstiger. Der Reiz, die Zusatzkosten in Kauf zu nehmen, liegt sicher nicht in der Hoffnung, sich das Geld über den geringeren Verbrauch wieder zurückzuholen. Er liegt vielmehr darin, schon jetzt ein Teil der automobilen Zukunft zu sein, auch wenn der Hybrid-Antrieb wohl eine Übergangstechnologie bleibt, bis rein elektrisch betriebene Fahrzeuge den Entwicklungsvorsprung des Verbrenners aufgeholt haben.

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