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Biokraftstoff E10: Sigmar Gabriel will Verordnung auf Eis legen

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Biokraftstoff  

Aus für Biosprit?

02.04.2008, 07:16 Uhr | dpa

Millionen Autos vertragen neuen Biosprit nicht (Foto: dpa)Millionen Autos vertragen neuen Biosprit nicht (Foto: dpa) Schon seit Monaten sorgt die geplante Zwangsbeimischung von Biosprit im Benzin für Unmut unter Deutschlands Autofahrer. Verbände, wie der ADAC, befürchten, dass Millionen von Autos die neuen Kraftstoffe gar nicht vertragen und die Fahrer auf das ungleich teurere Super-Plus umsteigen müssen. Angesichts der massiven Kritik rudert die Bundesregierung jetzt offenbar zurück. Umweltminister Sigmar Gabriel will die Verordnung auf Eis legen.

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Klare Ansage von Gabriel

"Wir setzen die Verordnung nicht in Kraft, solange wir keinen klaren Zahlen haben. Und wir werden sie nicht in Kraft setzen, wenn die Zahl eine Million Fahrzeuge übersteigt", sagte Umweltminister Gabriel den "Stuttgarter Nachrichten". "Die Umweltpolitik wird nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn Millionen Autofahrer an die Super-Plus-Tankstelle müssen. Das werde ich nicht tun. Das ist eine klare Ansage."

ADAC: Drei Millionen Autos vertragen Bio-Kraftstoff nicht

Die Mineralölkonzerne müssen nach dem Biokraftstoffquotengesetz ab 1. Januar 2009 dem Benzin zehn Prozent Bioethanol beimischen. Laut ADAC können mehr als drei Millionen Autos den Kraftstoff aus technischen Gründen nicht vertragen. Doch diese Zahlen des ADAC sind umstritten. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) gibt in diesen Tagen bekannt, wie viele Fahrzeuge diese Mischung nicht vertragen. Bislang geht der VDA davon aus, dass etwa 375. 000 Autos darunter fallen.

Höhn wirft Regierung Pfusch vor

Die grüne Fraktionsvizechefin Bärbel Höhn warf der Bundesregierung unterdessen "Pfusch" bei der geplanten Beimischungsquote für Biosprit vor. Gabriel habe blauäugig allein den Zahlen des Autoverbands VDA geglaubt und dadurch die negativen Folgen für die Autofahrer herunter gespielt, sagte Höhn der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen". Das Umweltministerium stehe nun "vor einem Scherbenhaufen".

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