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Mercedes SLS AMG electric drive: Flügeltürer bekommt 751 Elektro-PS

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Mercedes SLS AMG kommt als 751 PS starker Elektro-Sportler

27.09.2012, 12:38 Uhr | Press-Inform

Mercedes bringt im Sommer 2013 den SLS AMG electric drive: Mit unfassbaren 751 PS Leistung wird der Elektroflitzer zum unglaublichen Preis von deutlich über 400.000 Euro angeboten. Premiere feiert der Elektro-SLS auf dem Autosalon Paris 2012.

Mercedes SLS AMG electric drive mit Formel-1-Technik

Ein Teil der Technik für den Supersportler stammt aus der Formel-1: Dort sorgt seit ein paar Jahren das KERS Hybrid-System für frische Kraft aus aufgeladenen Hochvoltbatterien. Für den SLS haben die Stuttgarter das System zusammen mit Mercedes-Benz AMG High Performance Powertrains im britischen Brixworth adaptiert. Das Batteriepack setzt sich zusammen aus zwölf Modulen mit je 72 Lithium-Ionen-Zellen. Die insgesamt 864 Zellen kommen auf einen Energiegehalt von 60 Kilowattstunden. Sie wiegen zusammen mehr als eine halbe Tonne und verfügen über eine elektrische Belastungsmöglichkeit von 600 Kilowatt bei einer maximalen Spannung von 400 Volt.

In 3,9 Sekunden von null auf Tempo 100

Abgegeben wird die Energie im SLS AMG electric drive über vier Synchron-Elektromotoren, die jeweils ein Rad antreiben. "Radselektiver Allradantrieb" nennt das Mercedes. In der Summe addiert sich die Leistung der vier E-Motoren auf 552 kW, was 751 PS entspricht. Das maximale Drehmoment liegt bei satten 1000 Newtonmeter. Dank der Physik liegt dieses Drehmoment verzögerungsfrei schon ab der ersten Umdrehung des Motors an und katapultiert den SLS binnen 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Drei unterschiedliche Fahrprogramme

Die jeweils 45 Kilogramm schweren Motoren schaffen eine Maximaldrehzahl von je 13.000 Umdrehungen pro Minute, die über ein achsweise angeordnetes Getriebekonzept an die Räder abgegeben werden. Jedes Rad kann separat und je nach Fahrsituation nicht nur elektrisch angetrieben, sondern auch gebremst werden. Das optimiert das Einlenkverhalten des Fahrzeugs und reduziert Unter- oder Übersteuern. Gleichzeitig werden der Lenkaufwand reduziert und die Zahl der Eingriffe von ESP und ASR minimiert. Optimiert werden können diese elektronischen Helferlein durch die Wahl zwischen den drei Fahrprogrammen von "Comfort", über "Sport" bis "Sport Plus".

Künstlich generiertes Soundbild

Statt des leise sirrenden Klangs der Elektromotoren schickt AMG ein künstlich generiertes Soundbild an die Ohren der Insassen. Das beginnt bei einem charakteristischen Startgeräusch, das beim Drücken der Power-Taste erklingt, und geht weiter mit einem jeweils auf die Fahrsituation maßgeschneiderten Fahrgeräusch.

Klang kommt aus elf Lautsprechern

Der Klang kommt aus den elf Lautsprechern des serienmäßigen Soundsystems und, so beschreibt es Mercedes, ist nicht nur abhängig von Fahrgeschwindigkeit, Motordrehzahl und Lastzustand. Er spiegele auch Fahrsituation und Fahrzeugzustand wider. Gemischt wird das Ganze noch mit den vorhandenen Eigengeräuschen des Fahrzeugs. Störgeräusche werden herausgefiltert - "Soundcleaning" nennen das die Ingenieure.

Batterie wird im Fahrbetrieb aufgeladen

Die Batterie, die in einem fest mit der Aluminium-Spaceframe-Karosserie verschraubten Carbon Monocoque untergebracht ist, wird zum einen wie in der Formel 1 durch Verzögern im Fahrbetrieb aufgeladen - sprich beim Bremsen oder Rollenlassen. Die Alternative ist die Aufladung am Stromnetz. Dabei braucht die Schnellladung mit 22 kW über eine spezielle Wandbox rund drei Stunden. Ohne "Wallbox" muss man den SLS AMG electric drive bis zur vollen Aufladung für rund 20 Stunden an die Leine legen.

Preis von 416.500 Euro

Die Renntechnik nutzt AMG auch an den Vorderrädern. Anders als die Doppelquerlenkerachse der mit V8 motorisierten SLS gibt es im Electric Drive eine Raumlenkerachse mit liegend angeordneten Pushrod-Federbeinen. Der "lokal emissionsfreie Supersportwagen" mit den Flügeltüren und dem Stern am Bug ist nicht gerade ein Schnäppchen, wenn er ab dem Juni 2013 zu kaufen sein wird: 416.500 Euro rufen die Schwaben für ihn auf. Die Ersparnis an der Zapfsäule dürfte also kaum ein Kaufargument werden.

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