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Kältemittel-Streit in Frankreich: Gericht hebt Verkaufsstopp für Mercedes-Modelle endgültig auf

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Kältemittel-Streit in Frankreich  

Gericht hebt Verkaufsstopp für Mercedes-Modelle endgültig auf

05.05.2014, 16:17 Uhr | rtr, dpa

Kältemittel-Streit in Frankreich: Gericht hebt Verkaufsstopp für Mercedes-Modelle endgültig auf. Mercedes setzt weiter auf das Kältemittel R-134a (Quelle: dpa)

Mercedes setzt weiter auf das Kältemittel R-134a (Quelle: dpa)

Erfolg für Daimler: Frankreich muss den Verkauf der Mercedes-Benz-Modelle zulassen. Im Kältemittel-Streit gab das oberste Verwaltungsgericht in Paris diese Entscheidung zugunsten des Autobauers bekannt.

Im Kältemittel-Streit zwischen Daimler und Frankreich hat das oberste französische Verwaltungsgericht dem deutschen Autobauer endgültig Recht gegeben. Frankreich muss die Kompaktmodelle von Mercedes weiter zulassen. Der Conseil d'État bestätigte damit am Montag in Paris eine einstweilige Entscheidung vom August.

Frankreich hatte sich zwischenzeitlich geweigert, Kompaktmodelle von Mercedes zuzulassen, die vom Kraftfahrtbundesamt mit einem alten Kältemittel zertifiziert worden waren. Daimler war dagegen vorgegangen.

Daimler: Zulassungsstopp war verhängt

Der schwäbische Autobauer war vor den Staatsrat gezogen, um den von der sozialistischen Regierung Mitte Juni verhängten Zulassungsstopp aufheben zu lassen. Mercedesverbaut in seinen Fahrzeugen weiterhin das als umweltschädlich geltende Kältemittel R134a.

Freude bei Daimler

In Stuttgart wurde die Entscheidung begrüßt: "Der Conseil d'Etat hat unsere Rechtsauffassung bestätigt und die Zulassungsblockade in Frankreich mit sofortiger Wirkung aufgehoben", hieß es bei Daimler.

Auslieferung von Fahrzeugen nicht möglich

Laut Daimler konnten mehr als 4500 Fahrzeuge der A-, B-, SL- oder CLA-Klasse nicht ausgeliefert werden. Die französischen Behörden wollten den Autobauer zwingen, in neuen Modellen das modernere Kältemittel R1234yf einzusetzen.

Vorwurf: Umgehung von Umweltvorschriften

Sie werfen dem Konzern unzulässige Umgehung von EU-Umweltvorschriften vor. Daimler verweist auf Sicherheitstests, bei denen das neue Kältemittel R1234yf Feuer gefangen und giftiges Gas freigesetzt hatte.

Kältemittel nur bei Franzosen umstritten

Das Kraftfahrtbundesamt genehmigte Daimler die Verwendung des alten Kältemittels. Außer Frankreich erkennen das alle EU-Staaten an.

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