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VW-Abgas-Skandal weitet sich auf 98.000 Benziner aus

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Fast 100.000 Autos betroffen  

VW hat auch bei Benzinern "Unregelmäßigkeiten"

04.11.2015, 18:47 Uhr | dpa

VW-Abgas-Skandal weitet sich auf 98.000 Benziner aus. VW hat eventuell auch bei den CO2-Werten und Benzinern geschummelt. (Quelle: dpa)

VW hat eventuell auch bei den CO2-Werten und Benzinern geschummelt. (Quelle: dpa)

Nach den dreckigen Dieselmotoren weitet sich der VW-Abgas-Skandal jetzt auch auf die Benziner aus. Für knapp 100.000 Autos habe der Volkswagen-Konzern falsche CO2-Angaben gemacht. Das teilte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) im Bundestag mit.

Die falschen CO2-Angaben bei Volkswagen betreffen nach Angaben der Bundesregierung auch 98.000 Benzinfahrzeuge. VW hatte am Dienstagabend mitgeteilt, bei Werten zum Ausstoß des Klimakillers CO2 gebe es "Unregelmäßigkeiten". Damit könnte der Spritverbrauch von Hunderttausenden Autos höher liegen, als deren Besitzer annahmen.

Geringe Anzahl von Benzinern betroffen

"Nach derzeitigem Erkenntnisstand können davon rund 800.000 Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns betroffen sein", hatte VW am Dienstagabend mitgeteilt. Die neuen Fälle beträfen hauptsächlich Dieselautos, aber auch eine "geringe Anzahl" von Benzinern, hatte es bisher geheißen.

VW soll höhere Kfz-Steuer übernehmen

Die Kfz-Steuer richtet sich in Deutschland nach dem CO2-Ausstoß. Wenn diese Angaben, wie geschehen, verfälscht wurden, muss auch die Steuer neuberechnet werden, die im Normalfall der Fahrzeughalter zahlen muss. Dobrindt sagte, die höhere Steuer sei auch rückwirkend fällig. Er arbeite hier jedoch mit dem Finanzministerium an einer Gesetzgebung, die dafür sorgt, dass nicht der Kunde durch diese Mehrkosten bei der Kfz-Steuer belastet wird. Stattdessen soll der Volkswagen-Konzern dafür aufkommen.

Erst ging es nur um Stickoxide

Bisher ging es in der Abgas-Affäre, die Mitte September bekanntwurde, ausschließlich um Manipulationen bei Stickoxid-Werten. CO2 ist zwar unschädlich für den Menschen, aber zugleich das bedeutendste Treibhausgas und wesentlich für die menschengemachte Erderwärmung verantwortlich. Die CO2-Grenzwerte sind in der EU in den vergangenen Jahren nach schwierigen Verhandlungen verschärft worden.

Grafik CO2-Ausstoß (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

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