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Abgas-Skandal: Dobrindt kündigt "Dopingtests" für Autos an

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Unangemeldete Abgastests  

Dobrindt: "Es wird Kontrollen im Stile von Dopingtests geben"

14.02.2016, 12:19 Uhr | AFP

Abgas-Skandal: Dobrindt kündigt "Dopingtests" für Autos an. Mithilfe unangekündigter Abgastests will Dobrindt das verloren gegangene Vertrauen in die Automobilindustrie wiederherstellen. (Quelle: dpa)

Mithilfe unangekündigter Abgastests will Dobrindt das verloren gegangene Vertrauen in die Automobilindustrie wiederherstellen. (Quelle: dpa)

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal bei Volkswagen den Druck auf Automobilhersteller erhöhen. Einem Medienbericht zufolge soll es zukünftig "Anti-Doping-Tests" für alle Fahrzeugtypen geben. 

Gegenüber der "Bild am Sonntag" erklärt Dobrindt: "Es wird Kontrollen für Kraftfahrzeuge im Stile von Dopingtests geben. Unangemeldet, jedes Jahr." Konkret stellt sich der Minister das so vor: "Nach dem Zufallsprinzip werden Fahrzeuge beispielsweise über Autovermietungen ausgewählt und deren Schadstoffausstoß getestet."

Maßnahmen sollen Vertrauen wiederherstellen

Damit solle sichergestellt werden, dass Manipulationen nicht wieder passieren und das Kontrollsystem weiterentwickelt wird. "Wir bauen eigene staatliche Prüfstände beim Kraftfahrt-Bundesamt auf", so der CSU-Politiker.

"Diese zusätzlichen Prüfungen sollen helfen, durch den VW-Skandal verspieltes Vertrauen in die Autoindustrie wiederherzustellen." Neben den "Schadstoff-"Anti-Doping-Tests" seien überdies eine Rotation der Prüfdienste und die Offenlegung der Motorsoftware geplant.

Verantwortliche im Abgasskandal sollen klar benannt werden

Damit Volkswagen das weltweit verlorene Vertrauen zurückgewinnen könne, müssten "die Verantwortlichen klar benannt und zur Rechenschaft gezogen werden", mahnte Dobrindt. Er erwarte, dass VW "vollumfänglich über die Abläufe, die zu der Manipulation geführt haben, Auskunft gibt". Es reiche für VW nicht aus, wieder regelkonforme Autos auszuliefern.

Volkswagen hatte im September zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen mehrerer Marken eine Schummel-Software eingesetzt worden war, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb zu niedrig auswies. Besonders in den USA drohen dem Konzern Strafzahlungen und Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe.

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