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Per Autopilot in den Graben  

Tesla bestätigt weiteren Autopilot-Unfall

13.07.2016, 18:23 Uhr | dpa

Tesla bestätigt weiteren Autopilot-Unfall. Der "Autopilot" soll dem Fahrer eines Tesla vor allem auf der Autobahn das Lenken abnehmen. Jüngst kam es aber zum ersten tödlichen Unfall. (Quelle: Reuters)

Der "Autopilot" soll dem Fahrer eines Tesla vor allem auf der Autobahn das Lenken abnehmen. Jüngst kam es aber zum ersten tödlichen Unfall. (Quelle: Reuters)

Tesla hat mitten in den Ermittlungen zum ersten tödlichen Crash mit seinem Autopilot-System einen weiteren Unfall mit dem Fahrtassistenten bestätigt. Ein Wagen sei am Wochenende bei eingeschalteter Selbstlenk-Funktion in der Nacht von einer Bergstraße abgekommen, erklärte Tesla.

Daten des Unternehmens zufolge hatte der Fahrer die Hände dabei über zwei Minuten lang nicht am Steuer. Das verstoße gegen die Nutzungsbedingungen, die bei jedem Einschalten der Funktion angezeigt würden. Tesla empfehle den Einsatz des Lenk-Assistenten vor allem auf Autobahnen.

Der Wagen war in einen Graben gefahren, wie schon am Wochenende aus einem Bericht in einem Online-Forum von Tesla-Besitzern hervorging. Dabei wurde die Frontpartie beschädigt und ein Rad sprang ab.

Fahrassistent wird unter die Lupe genommen

Teslas Autopilot-System wird von der US-Verkehrsbehörde NHTSA untersucht, nachdem Anfang Mai ein vom Computer gesteuerter Tesla-Wagen unter einen Lastwagen-Anhänger raste, der die Fahrbahn querte. Nach Tesla-Angaben hielt das System die weiße Seite des Anhängers für ein hochhängendes Autobahnschild. Am Dienstag wurde bekannt, dass die NHTSA von Tesla ausführliche Informationen zum Autopilot-System inklusive aller Unfallberichte und der Log-Dateien des Unglücksautos anforderte.

Autopilot bleibt in Betrieb

Tesla-Chef Elon Musk erklärte unterdessen, dass der Fahrassistent weiter in Betrieb bleibe. Den Fahrern solle in einem Blogeintrag aber besser erklärt werden, wie der Autopilot funktioniere und wie sie sich dabei verhalten sollten, sagte Musk dem "Wall Street Journal": "Viele Leute verstehen nicht, was es ist und wie man es einschaltet." Tesla habe das System so schnell wie möglich auf den Markt bringen wollen, "weil wir wussten, dass es unterm Strich Leben retten wird", erklärte der Tech-Milliardär.

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