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Kfz-Gewerbe empfindet Kritik am Diesel als ziemlich dreist

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Kfz-Gewerbe empfindet Diesel-Kritik als dreist

22.03.2017, 11:11 Uhr | ts, mid

Kfz-Gewerbe empfindet Kritik am Diesel als ziemlich dreist. Die Kritik am Diesel hält an. (Quelle: dpa)

Die Kritik am Diesel hält an. (Quelle: dpa)

Das deutsche Kfz-Gewerbe übt harsche Kritik an der anhaltenden Verteufelung von Diesel-Pkw.

Diese als einzigen Schuldigen an der Feinstaub- und NOx-Belastung an den Pranger zu stellen "ist schon ziemlich dreist", sagt Roger Seidel, Geschäftsführer des Landesverbands des Kfz-Gewerbes Hessen.

Ungerechte Beantwortung der Schuldfrage

Denn die anderen Verursacher – die Industrie, die Haushalte oder der Flugverkehr – würden in der Diskussion übersehen. Nur ein kleiner Teil der Emissionen komme überhaupt vom Straßenverkehr, so Seidels Urteil.

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Diesel sei dank niedrigem CO2-Ausstoß konkurrenzlos

Dabei lägen die Vorteile des Diesels auf der Hand: Leistungsfähige Filtertechnik ist verfügbar und der CO2-Ausstoß ist 20 Prozent geringer als bei Benzinern. Alternativen wie der Elektroantrieb hätten sich noch nicht auf dem Markt durchgesetzt.

Großer Fehler: Abschaffung des Diesels

"Es wäre angesichts der inzwischen sehr leistungsfähigen Diesel-Aggregate ein großer Fehler, ihn ausgerechnet jetzt abschaffen zu wollen", sagt Seidel der Fachzeitschrift "kfz-betrieb".

Fahrverbote stehen im Zentrum der Kritik

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski äußert zwar angesichts der hohen Emissionswerte Verständnis für die Not der Städte und befürwortet Maßnahmen zur Luftreinhaltung, doch dies könne nicht einseitig zulasten des Diesels geschehen. "Hersteller, Händler und Kunden brauchen eine Perspektive, um sich auf veränderte Umstände einstellen zu können. Diskussionen um kurzfristige Fahrverbote führen dagegen zu einem wirtschaftlichen Schaden, da beispielsweise die Restwerte zurückgehen", sagt Karpinski.

Kfz-Gewerbe ohne Angst vor der blauen Plakette

Die Einführung einer blauen Umweltplakette hält der Verbandspräsident für wahrscheinlich: "Sie wird kommen, wenn auch erst nach der Wahl." Das müsse aber kein Problem für die Selbstzünder sein. Der moderne Diesel sei die derzeit am besten entwickelte Verbrennungsmotor-Technik und damit leistungsfähig genug, kommende Auflagen zu erfüllen.

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