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Das sind die absatzstärksten E-Autobauer der Welt

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Zwei Deutsche in Top 10  

Das sind die absatzstärksten E-Autobauer der Welt

09.09.2017, 14:22 Uhr | Stefan Grundhoff, press-inform, hs, t-online.de

Das sind die absatzstärksten E-Autobauer der Welt. BMW setzt nach Tesla die meisten Elektroautos ab, präsentiert auf der IAA aber nur den dünn überarbeiteten i3 / i3S. (Quelle: Hersteller)

BMW setzt nach Tesla die meisten Elektroautos ab, präsentiert auf der IAA aber nur den dünn überarbeiteten i3 / i3S. (Quelle: Hersteller)

Das amerikanische Unternehmen Tesla hat im ersten Halbjahr 2017 die meisten Elektroautos abgesetzt. Unter den Top 10 der erfolgreichsten E-Auto-Herstellern befinden sich nur zwei deutsche Konzerne. Das wollen sie ändern: Auf der IAA wollen die deutschen Autobauer ihre E-Innovationen präsentieren.

Elon Musks Tesla ist der Branchenprimus, wenn es um E-Autos geht. Das Unternehmen setzte im ersten Halbjahr 2017 über 50.000 batterieelektrische PKWs und Plug-In-Hybride ab.

Aus China kommen die meisten Stromer. Die Unternehmen BYD, BAIC und Zhidou brachten mehr Elektroautos auf die Straße als die amerikanischen oder die deutschen Konzerne.

Unter den Top 10 der E-Auto-Hersteller befinden sich nur zwei deutsche Unternehmen. Die Autobauer von BMW verkauften immerhin die zweitmeisten Elektroautos. Volkswagen setzte nicht mal halb so viele E-Autos wie Tesla ab und landete auf Platz 10.

Unter den Top 10 E-Auto-Herstellern befinden sich die beiden deutschen Konzerne BMW und Volkswagen. Tesla liegt an der Spitze. (Quelle: Statista/t-online.de)Unter den Top 10 E-Auto-Herstellern befinden sich die beiden deutschen Konzerne BMW und Volkswagen. Tesla liegt an der Spitze. (Quelle: Statista/t-online.de)

Das wollen die Deutschen ändern: Auf der 67. Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt präsentieren sich die deutschen Unternehmen als Innovationsführer im Bereich Elektroautos – auch wenn viele Modelle erst ab 2020 auf die Straßen rollen. Die Verzögerungen haben insbesondere technische Gründe.

Vor der IAA: Tesla bleibt gelassen

In der Firmenzentrale von Tesla im kalifornischen Palo Alto sieht man der IAA 2017 mit großer Entspannung entgegen. Der von vielen messianisch gefeierte Hersteller von Elektroautos und sein personifiziertes Aushängeschild Elon Musk kommen ebenso wie knapp ein Dutzend weiterer Autohersteller gar nicht erst auf die Frankfurter IAA. 

Die Messe drückt für viele mehr denn je die alte Autowelt aus – und genau hier möchten sich Tesla und Elon Musk nun wirklich nicht sehen. Die Verantwortlichen vieler Autokonzerne sind derweil angespannter denn je, denn der Wechsel vom rund 130 Jahre alten Auto mit Verbrennungsmotor hin zum Elektroauto scheint für viele nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

IAA: Viele E-Innovationen erwartet

Auch wenn viele Firmen fehlen – gerade die deutschen Hersteller können sich nicht erlauben, eine betagte Leistungsschau wie die IAA auszulassen. So wird in den Messehallen zwischen Main und Messeturm auf den Putz gehauen, was das Zeug hält. Neben zahlreichen Neuheiten im Bereich Sportwagen, Luxus, Crossover und SUV kann sich kaum jemand erlauben, nicht etwas wirklich Neues aus dem Bereich Elektroantrieb zu präsentieren.

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Audi zeigt seinen e-tron SUV, Mercedes die Studie eines kompakten Elektromodells und BMW wohl eine Antwort auf Teslas Model 3.

1. Problem: Während vom Model 3 zumindest schon eine Handvoll Modelle zu Testzwecken an eigene Mitarbeiter ausgeliefert worden sind und zum Jahreswechsel die ersten Serienfahrzeuge in Kundenhand folgen sollen, fiedeln die deutschen Hersteller lautstark auf der elektrischen Zukunftsgeige.

Deutsche Elektromodelle kommen mit Verzögerung

2. Problem: Die Elektromodelle, die auf der 67. IAA ab Mitte September 2017 bestaunt werden können, sind in den Monaten nach der Messe noch nicht im Handel. Audi dürfte seinen e-tron Quattro ebenso frühestens im Sommer 2018 in den Handel bringen, wie Jaguar seinen schicken i-Pace.

BMW hat aktuell nur den dünn auf der IAA überarbeiteten i3 / i3S, dann in 2020 einen elektrischen X3 und einen möglichen Tesla-Model-3-Fighter.

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Bei Mercedes und Porsche sieht es mit Elektromodellen kaum anders aus. Mercedes nahm seine elektrische B-Klasse vor kurzem erst vom Markt und bringt seinen Mittelklasse-SUV namens EQ C ebenfalls erst in knapp zwei Jahren zum Kunden.

Porsche läuft die Zeit davon, den Mission E als schlagkräftigen Gegner für Teslas Model S noch im Jahre 2019 präsentieren zu können.

Volkswagen: Fünf E-Autos in Vorbereitung

Volkswagen hat konkret fünf neue Elektromodelle in Vorbereitung. Erst jüngst gab es in Pebble Beach publikumswirksam grünes Serienlicht für den elektrischen Bulli. Zudem kommen das Kompaktklassemodell I.D., die Mittelklasselimousine I.D. Aero und zwei elektrische SUV für fünf und sieben Personen mit den Bezeichnungen I.D. Crozz und I.D. Lounge. Alle rollen ebenso wie die Serienversion des Crossovers Skoda Vision E auf der variablen Elektroplattform des VW-Konzerns, die den Namen MIB trägt.

Problem: Vor 2020 geht auch hier gar nichts. Da dürfte Mini mit seinem Elektromodell keine Ausnahme machen. Auf der IAA geben die deutschen Briten einen Ausblick auf einen elektrischen Mini. Bereits 2009 gab es eine Testflotte, die in weltweiten Metropolen unterwegs war. Passiert ist seither nichts.

3. Problem: die Elektroplattformen mussten und müssen aufwendig kreiert werden – erst danach lassen sich Autos entwickeln. Das dauert Jahre – auch daher resultiert die elektrische Verspätung.

Plug-In-Hybride auf verlorenem Posten?

Auf verlorenem Posten erscheinen bei allem Elektrowahn die noch recht jungen Plug-In-Hybriden. Wenn Teslas Model 3 bei den Kunden ohne Probleme einschlägt und die mehr als 450.000 Vorbestellungen nachhaltig bestätigt, erscheint die zweifelhafte Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromodul dem Tode geweiht. 

Der Grund liegt in seinen gefälligen Mittelklasseabmessungen, Preisen ab 35.000 Dollar (US-Markt), soliden Fahrleistungen und einer Reichweite, die je nach Konfiguration deutlich über der wichtigen Mindestgrenze von 300 Kilometern liegen sollte. So könnte der elektrische Hoffnungsträger erstmals nennenswerte Elektrovolumina auf den Straßen in den USA und dann nachfolgend in Europa und Asien realisieren.

Der größte Druck wird so auf die Modelle der internationalen Mittelklasse ausgeübt. Hybridversionen wie der VW Passat GTE, BMW 3er eDrive und der Mercedes C 350h, ohnehin alles andere als Bestseller, würden beinahe über Nacht ad Absurdum geführt.

Volvo steigt aus dem Verbrenner aus

Doch Tesla ist nicht der einzige, der den Elektromarkt in Wallung bringt. Volvo, ebenso wie Nissan ebenfalls nicht auf der IAA, verkündete eher publikumswirksam als marktbeeinflussend seinen schrittweisen Ausstieg aus der reinen Verbrennerlandschaft. Ab 2019 soll alles elektrisiert werden, was fahren kann – vieles jedoch erst einmal mit Hybridmodulen. 

Auch Renault und Nissan erwärmen sich unter Carlos Ghosn seit 2007 schrittweise für die Elektrotechnik. Doch nach wie vor hängt fast alles an den Akkupreisen. "Derzeit kostet eine Kilowattstunde uns rund 80 Dollar", sagt Renault-Elektroexperte Eric Feunteun, "doch die Preise sinken langsam und das wird uns neue Möglichkeiten geben." Ein Akkupaket für ein Langstreckenfahrzeug kostet so 4000 bis 10.000 Euro als reine Herstellungskosten.

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