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Mobile Paketstation  

Deutsche Post testet autonom fahrende Lieferwagen

11.10.2017, 15:31 Uhr | dpa-AFX

Deutsche Post testet autonom fahrende Lieferwagen. Die Roboterwagen-Technologie soll zunächst probeweise in elektrische "Streetscooter"-Lieferwagen des Logistik-Konzern eingebaut werden. (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Die Roboterwagen-Technologie soll zunächst probeweise in elektrische "Streetscooter"-Lieferwagen des Logistik-Konzern eingebaut werden. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Die Deutsche Post will 2017 autonom fahrende Zustellfahrzeuge testen. Die Roboterwagen-Technologie soll zunächst probeweise in elektrische "Streetscooter"-Lieferwagen des Logistikkonzern eingebaut werden, wie bei einer Konferenz des Chip-Partners Nvidia angekündigt wurde.

Die Technologie solle den Fahrer nach den aktuellen Plänen nicht ersetzen, sondern ihn effizienter arbeiten lassen, sagt der zuständige Nvidia-Manager Danny Shapiro. "Sie werden in der Lage sein, autonom zu fahren, sie werden in der Lage sein, dem Zusteller zu folgen – so dass er nicht vor jedem Hauseingang aus- und wieder einsteigen und wenige Meter fahren muss."

Ist die Zukunft der Paketstation mobil?

Mit der Zeit werde aber auch an komplett autonome Zustellfahrzeuge gedacht, sagt Shapiro. Dabei schwebt den Entwicklern so etwas wie eine mobile Paketstation vor: Der Empfänger bekommt eine Nachricht, wenn der Lieferwagen bei ihm vor der Tür steht und kann sich sein Paket nach Eingabe eines PIN-Codes rausholen. "Es gibt eine Menge Szenarien für die Zukunft", betont der Chef der Roboterwagen-Entwicklung bei Nvidia. Weiterer Partner bei dem Projekt ist der Autozulieferer ZF.

Die Post hat derzeit 3400 der Streetscooter-Fahrzeuge im Einsatz und will die Flotte ausbauen. Insgesamt gehen die Pläne der Partner weiter, und es werde auch an den Einsatz von Roboterwagen-Technologie in Lastwagen für die Langstrecke und in der Logistik wie dem Rangieren von Containern gedacht, sagt Shapiro.

Neuer Autocomputer: 320 Billionen Operationen pro Sekunde

Nvidia stellte auch die nächste Generation seiner Autocomputer vor, die die Rechenleistung für Roboterwagen stellen sollen. Das neue Modell "Pegasus" mit einer Leistung von 320 Billionen Operationen pro Sekunde solle auch komplett autonome Fahrzeuge steuern können. 

Die Systeme sollen unter anderem die Informationen von Sensoren, Kameras und Laserradaren verarbeiten, mit denen das Auto seine Umgebung erkennt. Der Grafik-Spezialist Nvidia hat sich zu einem führenden Anbieter von Rechen-Hardware für künstliche Intelligenz entwickelt.

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