Startseite
Sie sind hier: Home > Auto >

Rasanz mit Rostflecken

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Gebrauchtwagentest Opel Astra  

Rasanz mit Rostflecken

03.06.2009, 13:26 Uhr | Oliver Lauter

Opel Astra F (Foto: Opel)Opel Astra F (Foto: Opel) Als der Astra sich 1991 anschickte, den fast 30 Jahre lang und in fünf Generationen gebauten Kadett abzulösen, änderte auch das nichts daran, dass Opel ewiger Zweiter hinter Volkswagen im Kompaktwagensegment blieb. Lediglich der Caravan gewann binnen kurzem den Titel "Europas meistverkaufter Kompakt-Kombi" - was sicherlich mit daran lag, dass der Golf Variant noch rund zwei Jahre auf sich warten ließ.#

Foto-Show Opel Astra 1991 - 1998
Foto-Show Der neue Opel Astra
Gebrauchter Golf im Test Der König der Kompakten

Sagen Sie Ihre Meinung zum gebrauchten Opel Astra! Diskutieren Sie mit: Am Textende finden Sie ein Kommentar-Feld. Einfach einen (Spitz-)Namen eintragen, Text eingeben und absenden.

Flottes GSI-Triebwerk

Die meisten Erstkäufer in Deutschland entschieden sich von Beginn der Astra-Produktion an für den 1,6-Liter mit 75 PS. Mit einigen Modifikationen blieb dieses Aggregat bis zur Ablösung der ersten Astra-Baureihe im Programm. Die stärkeren Ottoversionen bis hin zum bereits aus dem Omega bekannten Zweilitertriebwerk mit 115 PS gelten durchweg als nicht besonders temperamentvoll. Lediglich der GSI mit Vierventiltechnik und 150 Pferden unter der gebogenen Haube bringt dem Fahrer sportliches Flair und Fahrspaß - allerdings um den Preis entsprechender Zuschläge bei der Versicherungsrechnung und an der Zapfsäule.

Nur kein Diesel

Die in der ersten Astra-Generation verwendeten Dieselaggregate mit 1,7-Liter Hubraum sind keineswegs empfehlenswert, egal ob als früher Sauger oder in der späteren Turboausführung. Die aus dem Isuzu-Regal stammenden Diesel laufen rau, sind laut, und vor allem der Sauger macht aus dem Astra einen Schüttelrost. Die in der zweiten Generation verwendeten Direkteinspritzer-Diesel mit 74 beziehungsweise 100 PS sind Neuentwicklungen, die keine dieser Unarten aufweisen und daher eine überlegenswerte Alternative darstellen. Allerdings sind die Selbstzünder mit einem lang übersetzten Getriebe kombiniert, was die Durchzugskraft mindert.

Sekt oder Selters

Für den Opel Astra B gilt: Sekt oder Selters: Entweder den super sparsamen Opel Astra Eco4 (seit 1999) nehmen, der verbraucht bloß vier bis fünf Liter Diesel und rennt 175 km/h Spitze. Oder zum dezenten Astra Coupé oder Cabrio 2,0 Turbo mit 192 PS greifen: der Turbo-Benziner bietet nahezu Porsche Boxster Fahrleistungen: 242 km/h, 0-100 km/h in knapp sieben Sekunden. Die sportlichen Versionen namens Astra OPC (als Caravan und 3-Türer) sind mit ihrer straffen Fahrwerksabstimmung eher etwas für Freaks.

Karosserie und Innenraum

Den Astra gibt es in einer Vielzahl von Versionen: als dreitürige und fünftürige Schrägheckversion, als Fünftürer mit Stufenheck oder als Kombi, als zweitüriges Cabrio von Bertone und als dreitürige Transportversion ohne Fenster im Lastrucksack. Diese seltene Ausführung ist aber auf gewerblichen Betrieb ausgelegt und das Blechgehäuse ein unangenehm dröhnender Resonanzkörper.

Aktuelle Meldungen Autogramm

Günstiges Stufenheck

Hinzu kommt bei der zweiten Astra-Generation ein - ebenfalls von Bertone - recht gefälliges Coupé. Die viertürige Stufenheckversion stammt oft aus erster Rentnerhand und ist dennoch günstig zu haben, weil sie geradezu nach Wackelhund und umhäkelter Klorolle auf der Hutablage schreit. Besonders gefragt - vor allem als Familienauto - ist der Caravan, aber auch die Schrägheckversionen erfreuen sich guter Nachfrage. Ihr Kofferraum ist mit einem Fassungsvermögen von 335 Liter Klassenstandard.

Größeres Rost-Problem

Astras der ersten Baujahre kranken oft an einem Übel, dass bei der Konkurrenz zu dieser Zeit eigentlich schon kein Thema mehr war: dem Rost. Vor allem der Bereich der hinteren Radhäuser ergibt sich gern vorzeitig der rotbraunen Pest. Mit dem Modellwechsel 1998 wurde dieses Problem aber endlich behoben.

Fazit gebrauchte Opel Astra

Im Großen und Ganzen ist der Astra ein empfehlenswerter Vertreter der nach seinem Erzkonkurrenten Golf benannten Klasse. Ausgewogener Fahrkomfort und sicheres Fahrverhalten zeichnen den kompakten Opel aus. Der Modellwechsel 1998 brachte in vieler Hinsicht Vorteile. So war er als erster in seiner Klasse serienmäßig mit Seitenairbags ausgestattet.

Recht moderater Verbrauch

Die aktuelle Motorenpalette bietet mit Leistungen von 75 bis 147 PS für jeden etwas. Der Treibstoffverbrauch bewegt sich beim Astra unabhängig von Baujahr und Motorisierung stets in erfreulichen Grenzen. Auch die restlichen Betriebskosten bleiben im Rahmen, abgesehen vom höheren Verbrauch und den hohen Versicherungsprämien bei den sportlichen GSI-Versionen. Eine konsequente Modellpflege macht die Astra-Modelle ab Baujahr 1995 zunehmend empfehlenswert.

Ab 1995 wird es interessant

Der Astra ist Opels Antwort auf den Golf, stets etwas billiger als der Konkurrent aus Wolfsburg und dennoch mindestens so gut ausgestattet. Das Angebot aus zweiter oder dritter Hand am Gebrauchtwagenmarkt ist entsprechend der produzierten Stückzahlen üppig. Der Interessent kann also in Ruhe auswählen und sollte sich auf Modelle ab 1995 konzentrieren. Sie sind an den weißen Blinkergläsern und lackierten Stoßfängern erkennbar und haben die Kinderkrankheiten - wie reißfreudige Zahnriemen - weitgehend abgelegt.

Beliebter Caravan

Am gefragtesten ist nach wie vor der Caravan, für den man unabhängig von Motorisierung und Baujahr stets einige hundert Euro Aufschlag einkalkulieren muss. Cabrio, Coupé und Stufenheck spielen am Markt jeweils nur eine Nebenrolle. Vor allem bei den älteren Exemplaren empfiehlt sich ein Blick in den Ordner mit den Werkstattrechnungen sowie eine ausgiebige Probefahrt, auch über schlechte Straßen: Manche Astras der ersten Generation sind im Laufe der abgeleisteten Kilometer zu lauten Klapperkisten mutiert.

Gutes und Schlechtes beim Opel Astra

+ Sichere Fahreigenschaften
+ Gutes Raumangebot, hohe Ladekapazität im Caravan
+ Funktionelle Bedienung, präzise Lenkung
- Qualitätsmängel in ersten Produktionsjahren
- Brummige Motoren

Typische Probleme

- Anfangs häufig reißende Keil- und Zahnriemen
- ABS-Ausfälle
- Auspuffteile lösen sich beim Diesel
- Ältere Modelle neigen zu Ölverlust

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal