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Die Wattiefe von Landfahrzeugen

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Die Wattiefe von Landfahrzeugen

27.05.2010, 15:14 Uhr | A-028560

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Der Begriff Wattiefe leitet sich vom Verb "waten" ab und weist damit schon auf seine Bedeutung hin: Mit der Wattiefe wird die maximale Gewässertiefe bezeichnet, die ein Landfahrzeug mit oder ohne spezielle Ausrüstung unbeschadet durchfahren (durchwaten) kann. Meist spielt die Wattiefe bei Kraftfahrzeugen eine Rolle, die auch sonst geländegängig und für den Offroad-Betrieb konstruiert sind. Im speziellen ist die Wattiefe für Militärfahrzeuge relevant, von denen im extremsten Fall sogar das Tiefwaten oder komplette Unterwasserfahren verlangt wird.

Konstruktionsbedingungen für erhöhte Wattiefe

Ob ein Fahrzeug überhaupt gefahrlos durch tieferes Wasser fahren kann, hängt von einer Reihe von Konstruktionsparametern ab. Natürlich müssen relevante Teile des Fahrzeugs speziell abgedichtet werden, allen voran der Innenraum sowie die sämtliche Elektronik. Weitere sensible Teile müssen hoch genug eingebaut sein, um keinen Schaden zu nehmen und weiterhin zu funktionieren. Hierzu zählt die Luftansaugung des Motors, der weiterhin mit Sauerstoff versorgt werden muss; die Lichtmaschine; die Aggregat-Entlüftungen an den Achsen und am Getriebe; und die Motorzündung.

Vom Geländewagen zum Militärfahrzeug

Die Einschränkungen, die in der Berücksichtigung dieser Punkte liegt, betrifft natürlich vor allem relativ niedrig gebaute Pkws, die ohne jedwede Umbauten meist nur eine Wasserhöhe von etwa 400 mm uneingeschränkt durchfahren können. Bei Geländewagen kann diese Tiefe erhöht werden, in dem die Luftansaugung durch die Anbringung eines Schnorchels auf das Fahrzeugdach verlagert, und auch der Auspuff höher gelegt wird.

Nur für Spezialfahrzeuge

Die verhältnismäßig viel höhere Wattiefe von Militärfahrzeugen, die schon standardmäßig 0,5 bis 1,5 Meter und generell bis zu 4 Meter Tiefe erreichen kann, wird durch komplexere Zusatzeinbauten erreicht. Hierzu gehört beispielsweise die Tauchhydraulik, die bei Bedarf die Be- und Entlüftungsanlagen am Motor versiegeln und eine Brennluftklappe im Panzerinneren öffnen kann. Durch diese saugt der Motor unter Wasser die Verbrennungsluft über die Luke an. Dennoch eindringendes Wasser wird sofort über ein Pumpsystem wieder nach draußen geleitet. So kann auch Tiefwaten oder sogar Unterwasserfahren ermöglicht werden.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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