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SUV: Das sind die SUV-Highlights der IAA 2011

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Das sind die SUV-Highlights der IAA 2011

14.09.2011, 11:55 Uhr | Press-Inform

SUV: Das sind die SUV-Highlights der IAA 2011. Das sind die SUV-Stars der IAA (Quelle: Hersteller)

Das sind die SUV-Stars der IAA (Quelle: Hersteller)

Mitte September schaut die Automobilwelt wieder einmal zur IAA nach Frankfurt. Unter dem Messeturm eröffnet die wichtigste europäische Leistungsschau ihre Tore. Trotz zunehmender Rezessionsängste strahlen die Autohersteller dank prächtiger Umsätze mit den gleißenden Scheinwerfern um die Wette. Die SUV-Welle scheint nicht zu stoppen.

Kein Segment wächst stärker

Insbesondere die Sport-Utility-Vehicle (kurz: SUV) liegen auf der IAA 2011 voll im Trend. Weltweit gibt es derzeit kein anderes Segment, was derart nachhaltig wächst. Längst kann man schon von keinem Trend mehr sprechen - zu viele Jahre drücken die zunehmend urbaner werdenden Geländewagen der Automobilindustrie ihren Stempel auf. Kaum ein Autohersteller kann es sich noch erlauben, auf diese Fahrzeugklasse zu verzichten.

Hersteller haben mehrere SUV im Angebot

Starteten Hersteller und Importeure Ender der 90er Jahre in den oberen Klassen noch zaghaft mit einem einzigen Modell, so bieten Premiumfirmen wie Audi oder BMW mittlerweile ebenso mehrere Modellreihen mit Geländegenen an, wie Volumenhersteller Marke Renault-Nissan oder Mitsubishi. Selbst Porsche, weltweit führende Sportwagenmarke, hat ihr finanzielles Seelenheil nicht zuletzt der Erfindung des Luxus-SUV namens Cayenne zu verdanken. Der entsteht seit Jahren auf einer Linie mit den Schwestermodellen Audi Q7 und VW Touareg. Die Verkäufe laufen bestens - die Wartezeiten sind gigantisch.

Lange Wartezeiten für SUV

In den Klassen darunter sieht es kaum anders aus. "Wir haben bei unserem Kia Sportage derzeit einen Bearbeitungsstand von 60.000 Fahrzeugen", erklärt Benny Oeyen, oberster Produktplaner von Kia, "die arbeiten wir erst einmal ab. Unser Händler müssen lernen, mit solchen Wartezeiten umzugehen. Bis vor fünf Jahren haben wir allein eine Grundversorgung zu Kampfpreisen angeboten. Jetzt sind viele Fabriken ausverkauft und die einzelnen Regionen streiten um Autos."

Auch Crossover angesagt

So wie bei Kia sieht es derzeit auch bei vielen anderen Firmen aus. BMW hat von den drei deutschen Premiumherstellern bei den Crossovern die Nase vorn. Mit BMW X3 und X1 sind gleich zwei Modelle unter den Besten der SUV-Zulassungsstatistik vertreten. Audi wird mit dem neuen Q3 bald aufholen, der dann den ebenfalls prächtig positionierten Q5 unterstützt. In den letzten beiden Jahren haben immer mehr Hersteller in der Mittelklasse einen SUV positioniert.

Vom Van zum SUV

Familien, die früher überzeugt in einem Van oder Kombi unterwegs waren, entscheiden sich längst für einen Crossover. Die hohe Sitzposition, das gute Platzangebot und der (optionale) Allradantrieb sind dabei die am häufigsten  genannten Kaufgründe. Ein weiterer, oft ungenannter, ist der Wunsch, sich von der breiten Masse abheben zu wollen. Kein Wunder, dass BMW die aktuellen Modelle X1, X3, X5 und X6 nicht genug sein lassen will und an einem besonders sportlichen BMW X4 werkelt. Das wäre Modell Nummer fünf - ohne Mini.

Kreativität ist gefragt

Doch sich mit einem SUV von der Masse abzuheben, ist mit einem SUV in den letzten Jahren zunehmend schwerer geworden. Wer auf die Straße blickt, sieht mittlerweile SUV jeder Größe und fast jeder Marke. Wer sich hier in Szene setzen will, muss etwas mehr Gehirnschmalz verwenden oder sich in die gut unterrichteten Arme eines Autoverkäufers begeben. Denn insbesondere ein Fahrzeug wie der anfangs mit Kopfschütteln bedachte BMW X6 zeigt, dass es beim Kauf eines SUV längst nicht um Praktikabilität gehen muss.

Auto 
Range Rover Evoque versus BMW X1

Vergleich der beiden Geländegänger. zum Video

Auch ein Coupé-artiges SUV ist möglich

Der BMW X6 bietet weit weniger Nutzen als sein Bruder X5 – doch er ist mit seinem Coupédesign einfach anders. Das kommt an. Kein Wunder, dass Mini im nächsten Jahr eine zweitürige Version des Countryman nachlegt und auch bei Mercedes und Audi kräftig an einer Symbiose aus luxuriösem Crossover und Coupé getüftelt wird.

Über 50 SUV sind bei uns zu haben

Der deutsche Markt ist dabei ein Spiegelbild internationaler Trends. Weit über 50 SUV-Modelle gibt es hierzulande von eben fast jedem Hersteller. Der Marktanteil liegt in manchen Monaten um die 15 Prozent - Tendenz steigend. Daran haben auch Schadstoff- und Benzinkostendiskussionen nichts geändert. Wenn ein Sportwagenhersteller wie Porsche so erfolgreich den Cayenne verkaufen kann und bald einen kleineren Cajun nachlegt, dann sind sowieso alle Dämme gebrochen.

Auch Edelmarken liebäugeln mit SUV

Selbst Maserati bringt auf Basis des Jeep Grand Cherokee bald einen luxuriösen SUV auf den Markt. Auch bei Bentley gibt es ähnliche Überlegungen und mit Fokus auf die Märkte in China, Indien, USA und Südamerika wären Hersteller wie Rolls Royce oder Lamborghini abseits aller Realitäten, wenn ein SUV nicht auch hier Bestandteil von visionären Gedankenspielen wäre. Schließlich ist das Segment – egal in welcher Klasse – bekanntermaßen ertragreich. Die Kunden geben gerne ein paar Euro mehr für Motorisierung und Ausstattung aus.

Preisgünstige SUV gefragt

Da unterscheiden sich asiatische Bestseller wie Toyota RAV4, Hyundai ix35 oder Nissan Qashqai nicht von Audi Q7 oder einem Mercedes GLK. Mazda zeigt auf der IAA seinen neuen Crossover CX-5. Neben Allradantrieb gibt es sparsame Skyactiv-Motoren, sportliches Design und absatzfreundliche  Mittelklassedimensionen. An einen echten Geländewagen denkt bei Mazda CX-5, Renault Duster oder dem ebenfalls erfolgreichen Skoda Yeti niemand.

Die Dickschiffe laufen wieder gut

Doch auch die großen Crossover und echten Geländewagen wie Mercedes G-Klasse, der neue Mercedes ML, der betagte Audi Q7 oder der Range Rover laufen prächtig. Range Rover bringt in Frankfurt erstmals in seiner Geschichte ein kleineres Mittelklassemodell, den Range Rover Evoque. Auch er wird als drei- und viertürige Version mit Coupégenen wohl vortrefflich ankommen. Das steht schon vor dem offiziellen Marktstart fest.

Abgefahrene Alternativen

Wer es noch modischer mag, interessiert sich für Modelle wie Nissan Juke, Mini Countryman oder wartet auf den mehrfach verschobenen Alfa-Crossover. Auf der IAA gibt es unter anderen den neuen Renault Koleos und den lang erwartete Honda CR-V zu bestaunen. Der Markt scheint keine Grenzen zu kennen.

VW will mehr SUV bringen

Volkswagen reibt sich mit dem deutschen Bestseller VW Tiguan seit dem späten Marktstart die Hände und denkt ebenfalls über eine Ausweitung des SUV-Doppelpacks aus Tiguan und Touareg nach. Besonders ein kleiner Crossover mit Polo-Dimensionen ist denkbar - oder eine rustikale Passat-Variante. Dabei gilt die Maßgabe, dass die meisten SUV sich in Europa als Diesel verkaufen. Der große Dieselboom dürfte mit den nächsten schmerzhaften Abgasgrenzen und hohen Kosten für die Abgasreinigung jedoch vorbei sein.

Vorder- oder Allradantrieb?

Insbesondere bei kleineren Modellen werden sich auch im SUV-Segment mehr und mehr aufgeladene Benziner in Szene setzen. Dabei dürften die erfolgreichsten Modelle ihren Liebhabern die Wahl lassen, ob Allradantrieb oder nicht. Diejenigen, die nur Hinter- oder Vorderachse antreiben, bleiben im Kern unverändert eine Mogelpackung. Und welcher Kunde möchte nicht wissen, dass es jederzeit könnte – wenn er nur wollte. Das bringt die aktuelle TV-Werbung des VW Tiguan eindrucksvoll auf den Punkt.

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