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Maybach Zeppelin - Luxus pur

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Maybach Zeppelin: Luxus pur

19.08.2011, 13:08 Uhr | me (CF)

Der zwischen 1930 und 1937 gebaute Maybach Zeppelin ist bis heute purer Luxus auf vier Rädern: Mit dem vergleichbaren Ambiente eines gediegenen Fünf-Sterne-Hotels und satten 12 Zylindern unter der Haube setzte dieses Fahrzeug Maßstäbe.

Die Luxusmanufaktur Maybach, die mittlerweile unter die Fittiche des Daimler-Konzerns genommen wurde, blickt auf eine bewegende Entstehungsgeschichte zurück: Die Geschichte nahm im Jahr 1909 unter der Federführung von Wilhelm Maybach und dem Luftfahrt-Pionier Ferdinand Graf von Zeppelin in Bissingen/Enz ihren Lauf. Ursprünglich baute die Firma, die drei Jahre nach der Gründung nach Friedrichshafen übersiedelte, in erster Linie Luftfahrzeug-Motoren. Nach dem Ersten Weltkrieg verbot der Versailler Friedensvertrag aber die Produktion von Luftschiffen und Flugzeugen auf deutschem Boden. Maybach musste daher umsatteln und fertigte ab 1918 mehr oder weniger notgedrungen Automobile. Markante, schon für damalige Verhältnisse unbezahlbare Luxus-Vehikel passten zwar eigentlich nicht ganz ins Zeitgeschehen des kriegs- und wirtschaftskrisengebeutelten Europa, wurden aber trotzdem, nicht zuletzt aufgrund der bahnbrechenden Technik, fernab der Grenzen Deutschlands populär. Leistung und neue technische Entwicklungen in Sachen Motoren standen im Hause Maybach schon immer im Vordergrund. Die Voraussetzung für die Fertigung ganz besonderer Autos war also schon früh gegeben.

Bereits mit einem der ersten Modelle landete Maybach einen Volltreffer für die Automobil-Geschichtsbücher: Der 1930 vorgestellte Maybach Zeppelin, benannt nach Mitbegründer Ferdinand Graf von Zeppelin und seinen Luftschiffen, gilt bis heute als die erste Luxus-Limousine aus deutschsprachigen Landen. Indirekt ist der Zeppelin damit auch der Vorläufer sämtlicher Oberklasselimos aus Deutschland, die heute mit einem stabilen Weltruf im Rücken von Kanada über Australien bis hin zu Russland über die Ladentheken gehen. Das Fahrzeug wurde fortan sieben Jahre lang in unzähligen Modellvarianten gebaut. Schon damals hatten die Käufer eine große Entscheidungsfreiheit bei der Gestaltung des Fahrzeugs – ein Anspruch, den die neu gegründete Maybach Manufaktur bis heute hegt. Die Serienausstattung fiel für die damalige Zeit bahnbrechend aus: So besaß der Maybach Zeppelin unter anderem einen Geschwindigkeitsmesser, einen Kilometerzähler, eine Benzinuhr, eine Acht-Tage-Uhr, eine Temperaturanzeige für das Kühlwasser, einen Ölmanometer, einen Vakuummeter für die Servobremse sowie einen gigantischen Tank mit 135 Liter Fassungsvermögen. An den Seiten steckten zwei Reserveräder, die in den folgenden Jahrzehnten zum Markenzeichen des potenten Luxuswagens werden sollten.

Maybach Zeppelin: Zwölf Zylinder zum Abheben

Auch die Motorisierung des Maybach Zeppelin hatte es faustdick hinter den Ohren: Das Herzstück des Fahrzeugs war ein V12-Leichtmetall-Motor mit Kurbelwelle und acht Gleitlagern. Die Leistung gipfelte in 147 kW / 200 PS bei 3.200 Umdrehungen pro Minute. Mit einem Hinterrad-Antrieb erreichte das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 150 und 170 km/h. Da Umweltschutz in jenen Jahren keinen nennenswerten Stellenwert hatte, scherte sich wohl auch keiner um den gigantischen Verbrauch von etwa 28 Liter auf 100 Kilometer Strecke. Seit 2009 bietet die von Daimler wiederbelebte Luxus-Manufaktur in Sindelfingen eine spezielle Zeppelin-Modellausführung an. Die Hommage an das Kultfahrzeug von 1930 ist auf lediglich 100 Exemplare limitiert und mit einem Preis zwischen etwa 480.000 und 560.000 Euro je nach Modell die bislang teuerste Serienlimousine der Welt. Die Unterschiede zu den Serienfahrzeugen Maybach 57 und 62 betreffen unter anderem die noch stärkere Motorisierung sowie verschiedene Details im Innenraum. Unter dem Strich hat die Neuauflage außer dem geschichtsträchtigen Namen mit dem Ur-Zeppelin jedoch nicht mehr viel zu tun.

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