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Maybach Exelero - Das Sportcoupé

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Maybach Exelero: Das Sportcoupé

23.08.2011, 14:16 Uhr | fs (CF)

Der Supersportwagen Maybach Exelero weckte bei den Multimillionären dieser Welt Coupé-Gelüste. Dennoch blieb die 2005 für den deutschen Reifenhersteller Fulda hergestellte 700 PS-Sonderanfertigung ein Unikat.

Das zur Daimler AG gehörende Maybach-Unternehmen baut seit 2002 erlesene Chauffeur-Limousinen für die Reichsten der Reichen. Als Basis der häufig stark individualisierten Einzelstücke fungieren der Maybach 57 und der 62, die ersten Serienfahrzeuge seit der Wiederbelebung der Marke, die bereits in den 1920er Jahren existierte. Diese wiederum bauen auf der Mercedes Benz S-Klasse auf, wandeln diese aber in vielerlei Hinsicht deutlich ab. Die feudal angehauchten Schlachtrosse wurden nicht zuletzt im Hinblick auf den Komfortfaktor stets als Fünftürer konzipiert. Dass die Oberklasse längst reif für sportliche Coupés ist, bewies zuletzt unter anderem der Bentley Continental GT. Ungeachtet des Trends konzentrierte sich die Maybach-Manufaktur auch weiterhin auf seine XXL-Boliden, die bis zu 6,17 Meter messen. Da ein Coupé-Modell bis heute auf sich warten lässt, ergriff zuletzt der Weinberger Karosseriebauer Xenatec die Initiative und veröffentlichte 2012 auf Basis des Maybach 57 S ein Maybach Coupé in Eigenregie. Dass Maybach nicht selber auf die Idee gekommen ist, erscheint vielleicht verwunderlich: Im Jahr 2005 sammelte das Unternehmen mit dem Exelero handfeste Erfahrungen in diesem Segment.

Hinter dem Fahrzeug mit dem gar nicht so deutsch klingenden Namen steckt eine Spezialanfertigung für den Reifenhersteller Fulda Reifen. Die Kooperation ist eine Hommage an die 1930er Jahre, als der Vorläufer der Maybach-Manufaktur mit dem osthessischen Reifenspezialisten gemeinsame Sache machte. Damals fertigte die Maybach-Motorenbau GmbH ein Hochgeschwindigkeitsfahrzeug, um die Robustheit der Fulda-Reifen besonders eindrucksvoll in Szene zu setzen. Das Ergebnis war ein für damalige Verhältnisse schier revolutionärer Stromlinienwagen, der vom Karosseriebauer Dörr und Schreck auf Basis des Maybach SW 38 hergestellt wurde. Der Maybach SW 38 ist damit das indiretke Vorläufermodell des Maybach Exelero. Ca. 70 Jahre später war noch einmal die Vorstellung neuer Fulda-Reifen mit der Bezeichnung Carat Exelero der Anlass für die Zusammenarbeit. Als Basis fungiert wie auch beim einige Jahre später vorgestellten, von Xenatec gebauten Maybach Coupé, das Modell 57 S. Interessant dabei: Die gegenüber dem Basisfahrzeug abgewandelte Karosserie wurde von vier Studenten des Studiengangs „Transportation Design“ an der Hochschule Pforzheim entworfen. Der Heilbronner Fredrik Burchhardt, heute Absolvent der HfG Pforzheim, entwarf später auch den erwähnten Coupé von Xenatec.

Ein Superauto für einen Rapper

Die Modifikation des Basismodells übernahm der Konzept- und Prototypen-Bauer Stola aus Turin. Herzstück des zweitürigen Coupés ist ein 5,9 Liter V12-Motor mit einer Leistung von 700 PS. Bei einer Abmessung von 5890 x 2140 x 1390 mm bringt der Maybach Exelero leer rund 2,7 Tonnen auf die Waage. Trotz so viel Masse bleibt das Fahrzeug kräftig im Durchzug: Der deutsche Rennfahrer Klaus Ludwig erreichte mit dem Exelero auf der italienischen Rennstrecke von Nardò beachtliche 351,45 km/h Spitzengeschwindigkeit – mit Reifen von Fulda, versteht sich. Der Maybach Exelero ging mit seinem brachialen Erscheinungsbild wie ein Ruck durch die Fachwelt. Eine Serienproduktion blieb dennoch aus und war von Anfang an nicht geplant. Das Unikat ging später über den großen Teich: Der amerikanische Labelchef, Rapper und Maybach-Sammler "Birdman" leistete sich das messerscharfe Modell für unglaubliche acht Millionen US-Dollar. Wäre der Maybach Exelero in Deutschland serienmäßig gebaut worden, würde es sich heute um das mit Abstand teuerste Modell in der Geschichte der hiesigen Automobilindustrie handeln.

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