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Maybach Coupé - Ein Nobelauto

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Maybach Coupé: Ein Nobelauto

23.08.2011, 14:16 Uhr | pk (CF)

Der Karosseriebauer Xenatec aus Weinsberg bei Heilbronn haucht einer fast tot geglaubten Luxusmarke neues Leben ein: Der Maybach Coupé soll vor allem Autoliebhaber, die einmalige Luxusschlitten bevorzugen, ansprechen.

Die Marke Maybach erlebte während ihrer über 100-jährigen Geschichte viele Aufs und Abs. Ursprünglich begann der Siegeszug mit der Fertigung von Gas- und Dieselmotoren für die Luftschiffe der Zeppelin-Werke. Der Luftfahrtpionier Ferdinand Graf von Zeppelin fungierte aus diesem Grund neben Wilhelm Maybach als Mitgründer der Firma. In ihrer goldenen Ära zwischen 1921 und 1941 fertigte die Maybach-Motorenbau GmbH schließlich luxuriöse Fahrzeuge für die oberen Zehntausend. Dann wurde es ertsmals ruhig, bis das Traditionsunternehmen 1960 von Daimler-Benz übernommen und in MTU Friedrichshafen umbenannt wurde. Fortan konzentrierte sich Ex-Maybach ausschließlich auf die Fertigung von Motoren. Die ersten Maybach-Fahrzeuge sollten daher erst 2002 wieder vom Band laufen. Leider stand die Revitalisierung von Maybach von Anfang an unter keinem guten Stern: 2001/2002 platzte die sogenannte Dot-Com-Blase und führte zu Vermögensverlusten, wodurch bei einem Teil der anvisierten Zielgruppe deutlich weniger Geld auf dem Konto war. Gleichzeitig kamen nach Jahren des Stillstands plötzlich wieder neue Chauffeur-Limousinen wie der Bentley Continental Flying Spur auf den Markt, was den Kampf um die wenigen verbliebenen, luxushungrigen Kunden noch weiter erschwerte.

Mittlerweile in Maybach-Manufaktur umbenannt, produziert das Unternehmen heute im Daimler-Werk Sindelfingen individuelle Sonderanfertigungen auf Bestellung. Als Basis fungieren die Kleinserien Maybach 57 und 62, die ersten Serienmodelle des Hauses. Obwohl Kritiker häufig von einer „aufgepumpten S-Klasse“ ohne eigenständige Merkmale sprachen, stießen die Modelle zunächst auf einen ansehnlichen Anklang. Im Jahr 2004 wurden weltweit noch rund 500 Maybach-Fahrzeuge verkauft, davon 41 in Deutschland. Fortan begann allerdings ein Abwärtstrend, durch den die Maybach-Manufaktur mittlerweile endgültig zum Sorgenkind der Sparte Mercedes-Benz Cars geworden ist. 2005 gab es angeblich nur noch 25 deutsche Neuzulassungen, 2006 wiederum 32. Im Jahr 2009 verkaufte das Unternehmen magere 31 Fahrzeuge in Deutschland. Heute werden die Luxus-Flaggschiffe laut Berichten des Spiegel in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamts unter „Sonstige“ geführt. Bis der Daimler-Vorstand die Zukunft von Maybach besiegelt, dürfen sich gut betuchte Kunden im Nahen Osten, den USA und China über die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches freuen: Mit dem Maybach Coupé erscheint endlich ein sportlicher Zweitürer.

Maybach Coupé: Die Rettung der Luxus-Marke?

Das Modell kommt wohlgemerkt nicht von der Maybach-Manufaktur, sondern vom Weinsberger Karosseriebauer Xenatec. Wo Maybach vielleicht früher noch die Nase gerümpft hätte, ist das Unternehmen heute wohl über jede Neuinterpretation froh und liefert das Basisfahrzeug sogar direkt an die Veredler aus der Nähe von Heidelberg. Für das Design zeichnet sich Fredrik Burchhardt verantwortlich, der bereits das Maybach-Sondermodell Exelero für den Reifenhersteller Fulda Reifen gestaltete - dementsprechend muss die Firmen-DNA beim Maybach Coupé nicht lange gesucht werden. Als Basis verwendet Xenatec den Maybach 57S. Um Platz für 21-Zoll-Felgen zu schaffen, vergrößerte der Karosseriebauer die Radläufe. Eine neue Heck- und Frontschürze gibt dem Maybach Coupé schließlich ein kräftigeres Erscheinungsbild. Bei der Motorisierung hat sich indes nichts geändert: Genauso wie das Modell 57S fährt der Maybach Coupé mit einem 612 PS starken V12-Motor. Die Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h ist übrigens höher als beim großen Bruder Maybach 62, wo bei 250 km/h abgeriegelt wird. Auf welche Kundschaft Xenatec mit dem Modell zielt, wird beim Preis deutlich: Ab 675.000 Euro ist das Luxus-Modell noch wesentlich teurer als der herkömmliche Maybach 57S.

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