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Biker-Typologie: Scharfe Kurven oder Savoir-vivre?

02.07.2012, 07:42 Uhr | Thomas Krämer/srt, srt

Typologie für Motorradfahrer. Sag mir, wohin du fährst und ich sage Dir, welcher Motorad-Typ du bist.  (Quelle: srt (02.07.2012/Thomas Krämer))

Sag mir, wohin du fährst und ich sage Dir, welcher Motorad-Typ du bist. (Quelle: srt (02.07.2012/Thomas Krämer))

Jedes Land hat seine Eigenheiten. Gerade Motorradfahrer, die mit offenem Visier durch die Landschaft fahren, bekommen das zu spüren. Sie wählen ihr Reiseziel mit Bedacht aus und gewähren dabei tiefe - und nicht immer ernst gemeinte - Einblicke auf den Menschen unter dem Helm. Begeben Sie sich mit uns auf eine Reise mit den verschiedenen Bike-Typen.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Scharfe Speisen, scharfe Kurven: Kroatien ist etwas für harte Frauen und Männer auf wendigen Maschinen mit kleinen Koffern. Der Asphalt ist genau so rau wie die Landschaft karg und die Sonne heiß. Wer sich vom Blick auf die einsame Bucht am blauen Meer und den Pinien zu sehr ablenken lässt - und das kann leicht passieren - der fliegt auf einer kleinen Straße schon mal aus der Kurve. Die Blessuren behandelt man dann abends am Kiesstrand bei einem gut gewürzten Fleischspieß, dem Ražnjici, und einem Šljivovica - und am nächsten Tag ist alles vergessen.

Eleganz in der Schweiz

Zurückhaltend ist er, der Biker mit Ziel Schweiz. Die Maschine? Grundsolide mit einem Hauch zur Exklusivität wie das Land! In den Koffern viel Platz für die Ersatzklamotten und ein paar Bündel mit Scheinchen, die man diskret im Vorbeifahren in Liechtenstein lassen kann. Welcher Zöllner schaut einem Harley- oder BMW-Fahrer schon in die Koffer?

Eilig hat er es nicht, der Schweiz-Biker. Und das liegt nicht nur an den laserpistolenbewaffneten, uniformierten Herren am Straßenrand, die zielgenau jeden abschießen, der die Tachonadel über das zugestandene Limit jagt. Vielmehr will er abschalten, den Alltag in Zahnarztpraxis oder Anwaltskanzlei vergessen. Und das geht am besten, wenn man sich nicht allzu sehr auf die Straße konzentrieren muss - wie in der Schweiz. Die Kurven im Cruiser-Terrain sind meist entschärft und der Blick auf Matterhorn & Co gefahrlos möglich.

La dolce vita im Trentino

Kurz mal über den Brenner zum Kaffeetrinken? Die Latte Macchiato-Fraktion der Biker trifft sich nach der Fahrt durch Südtirol am Gardasee. Die Fahrgeschwindigkeit der in glattes Leder gesteckten Fahrer, mit der Sozia als "Rucksack" auf dem kleinen Sitz, steht auf der Promenade in Riva in umgekehrtem Verhältnis zur PS-Zahl der Boliden.

150 Pferde treiben dann die dicht an dicht dahinkriechenden Vehikel mit 15 Stundenkilometern voran. Und auch auf der hassgeliebten Sella-Runde, die wirklich zum Schönsten zählt, was man auf dem Motorrad fahren kann, muss man im Hochsommer mangels Tempo meist auf den Fahrtwind verzichten. Denn der wird im Windschatten der Wohnmobile zu einem lauen Lüftchen.

Rustikal in Kitzbühel Das formlose Biker-Du geht in Österreich nahtlos in ein familiäres "Du" auch gegenüber Nicht-Bikern über, das man beim Kontakt mit uniformierten Beamten und wichtigen Magistern durch das "Sie" ersetzen sollte. Lässt man das Thema Fußball außen vor, dann sind die Österreicher perfekte Gastgeber, denen der Motorradfahrer mit wenig Lust auf Experimente willkommen ist. Schließlich ist dieser schon längst kein armer Schlucker mehr, dem das Geld nur für zwei anstelle von vier Rädern gereicht hat, sondern lässt sich als Gutverdiener mit schwerer BMW seinen Kurzurlaub einiges kosten. Und das freut ja schließlich auch den Wirt, der das Schild "Bikers Welcome" am Straßenrand aufstellt und dem Motorradfahrer nach einem kurvigen Tag im Sattel die Knödel serviert. Mahlzeit! Genussfahrer in Frankreich

Savoir-vivre: Biker mit Reiseziel Frankreich wissen, wie es sich gut leben lässt. Und sie sind Abenteurer auf mittelschweren Reise-Enduros. Schon mal in einem kleinen Dorf nach dem Weg oder dem nächsten Hotel gefragt? Mit dem längst vergessenen Schulfranzösisch wird dies entweder zu einem lähmenden oder lustigen Erlebnis - besonders dann, wenn sich der Biker im Hand-und-Fuß-Dialekt verständigt.

Auch schon mal so einen richtigen französischen Käse probiert - nicht den vom Discounter, sondern einen aus einem Bergdorf. Noch ein Abenteuer, diesmal für den Gaumen! Hat man alle diese Herausforderungen überwunden, dann bewältigt man auch die Straßen. >>

Gemeint sind nicht die oft autobahnähnlichen Routes Nationales, sondern die kleinen Sträßlein, die in den Michelinkarten so weiß sind wie in alten Atlanten unbekannte Länder. Und das sind sie aus Bikersicht oft auch. Sie ziehen sich durch einsame Täler oder erklimmen schroffe Felslandschaften, bevor man im hinterletzten Dorf Kaffee und Croissant bekommt. Welch ein Leben im Sattel!

Einige Bike-Typen stellen wir in unserer Foto-Show vor.

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