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Segelreise mit der "Star Flyer"

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Für echte Seebären: Unter weißen Segeln

09.07.2012, 16:22 Uhr | srt/Carin Müller, srt

Segelreise mit der "Star Flyer". Segelfeeling pur in den Netzen am Bug der "Star Flyer". (Quelle: srt (02.07.2012/Carin Müller))

Segelfeeling pur in den Netzen am Bug der "Star Flyer". (Quelle: srt (02.07.2012/Carin Müller))

Kreuzfahren ist en vogue und dank der unzähligen Megaliner, die durch die Weltenmeere pflügen inzwischen auch absolut massentauglich. Doch das richtige Schiffsgefühl will sich auf diesen schwimmenden Kleinstädten schon lange nicht mehr einstellen. Wer es authentischer haben möchte, der setzt Segel und entert eine traditionelle Schonerbark. Begleiten Sie uns an Bord der "Star Flyer".

Foto-Serie mit 5 Bildern

Im Einklang mit den Naturgewalten und ohne auf den üblichen Kreuzfahrerluxus verzichten zu müssen, reist man hier auf einem Schiff - und fühlt es auch. Vor allem im Netz unterm Klüverbaum.

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung! Dieser Seemannsspruch erlebt seine erste Bestätigung bereits vor dem Betreten des Schiffs: Ein unplanmäßiger Regenguss prasselt beim Überqueren der Hörnerbrücke vom Kieler Hauptbahnhof zum Norwegenkai auf uns nieder. Doch welches der vielen Schiffe ist bitteschön die "Star Flyer"?

Nach einigem Umherirren entdecken wir sie schließlich. Sie liegt am Color Line Pier vertäut hinter dem russischen Traditionssegler "Sedov" versteckt. Egal. Der Empfang ist herzlich, die Kabinen sind erstaunlich großzügig und das Programm für den nächsten Tag ist zügig umrissen: >>

Ablegen um neun Uhr früh und fertig machen zur großen Windjammerparade anlässlich der Kieler Woche.

Die ist dann nicht nur für Landratten, milde gesprochen, atemberaubend. Hunderte Segelschiffe (und ein paar wenige nur mit Motorkraft) kreuzen durch die Kieler Förde, bewundert und bejubelt von zehntausenden Menschen - und knapp hinter der "Alexander von Humboldt", die die diesjährige Parade anführt, kommt auch schon die "Star Flyer". Beste Aussicht auf Mitsegler und Publikum hat, wer sich aufs Krähennest am Fockmast wagt.

Vier Masten mit 60 Metern Höhe

Die elegante 115 Meter lange Barkentine hat vier gut 60 Meter hohe Masten und der vorderste darf auch von den Gästen erklommen werden. Zumindest die erste Plattform in rund 20 Metern Höhe. Reicht aber auch, und vor allem der Aufstieg - oder das Aufentern, wie der geneigte Seebär sagt - hat es in sich. Sicherung hin oder her, so eine Strickleiter ist halt kein Aufzug.

Die Aussicht macht die schlotternden Knie aber dann allemal wieder wett. So ähnlich müssen sich Leonardo di Caprio und Kate Winslet auf der Titanic gefühlt haben...

Nach dem gut fünf Seemeilen (etwa acht Kilometer) langen Törn durch die Kieler Förde, nimmt die "Star Flyer" Kurs auf Rügen. Das Schiff gleitet so ruhig durch die Ostsee, dass man schon an Deck gehen muss, um den Raumgewinn überhaupt wahrzunehmen: Ja, wir sind auf dem Wasser und ja, wir bewegen uns an der Küste entlang. Das Ziel ist am nächsten Morgen erreicht. Rügen soll ja sehr schön sein. Heißt es. Kap Arkona darüber hinaus einer der sonnigsten Flecken Deutschlands.

Überprüfen lassen sich beide Thesen leider nicht. Es gießt in Strömen, so dass weder Kreidefelsen, noch historische Leuchttürme ihre Magie entfalten können. Und das malerische Fischerdörfchen Vitt hatte sicherlich auch schon stressigere Tage erlebt. Zur Hochsaison wälzen sich bis zu 10.000 Menschen täglich durch das 22-Seelen-Örtchen. Dagegen ist's doch diesmal geradezu beschaulich. Aber eben leider auch nass. Sehr nass. Und offensichtlich ist die Bekleidung auch diesmal nicht angemessen. So wundert's kaum noch, dass die Überfahrt zum Schiff mit dem Tender (einem der Rettungsboote) auch noch die letzten verbliebenen trockenen Stellen am Körper gründlich befeuchtet. Die "Star Flyer" begrüßt die Gäste wie zur Entschädigung dann aber so innig, wie eine Mutterhenne ihre Küken. Ein Passagier nach dem anderen flüchtet sich ins warme, trockene Gefieder - pardon, in die Kabinen oder direkt an die Bar.

Netz am Bug bietet Platz für 20 Passagiere

Kurz nach Ablegen beim Abendessen sind alle Gäste jedenfalls wieder bester Dinge und stellen fest: Sie bewegt sich doch! Der Wind hat nämlich aufgefrischt und sorgt für etwas Seegang und endlich auch das richtige Segelgefühl. Großartig. Das nächste Ziel heißt Danzig und soll erst am übernächsten Tag erreicht werden. Doch der Wettergott möchte offenbar, dass wir schneller ans Ziel kommen.

Kapitän Jürgen Müller-Cyran kann in seiner "Captain's Storytime" am nächsten Vormittag über derartige Wetterkapriolen nur lächeln. Die Natur ist eben unberechenbar. Und den allermeisten Passagieren macht es auch nichts aus, dass es bei Windstärke acht inzwischen ordentlich wackelt. Wer die goldene Regel "Immer eine Hand fürs Schiff!" beherzigt, kommt auch auf den schwankenden Planken sicher ans Ziel. Beispielsweise aufs Sonnendeck, von dem aus sich die tanzenden Schaumkronen auf den Wellen besonders gut beobachten lassen. Beeindruckend? Sicherlich, aber es geht noch besser!

Der ultimative Kick stellt sich ein, wenn man buchstäblich ins Netz geht. Vorne am Bug ragt der sogenannte Klüverbaum noch meterlang über den Schiffsrumpf hinaus. Und an ihm ist ein großes Netz befestigt, in dem sich (theoretisch zumindest) bis zu 20 Gäste tummeln könnten. Bei der frischen Ostseebrise und dem durchaus sportlichen Wellengang wagen sich jedoch nur die wenigsten hinein. Belohnt wird der Mut dann aber mit einem nur schwer beschreibbaren Glücksgefühl: Zwischen dem gischtschäumenden Meer und dem endlos weiten Himmel ist nichts als ein Netz! So muss Segeln sein. So müssen Kreuzfahrten sein. So, und kein bisschen anders!

Schauen Sie sich die "Star Flyer" in unserer Foto-Show an.

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