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Rolls Royce Phantom III: Britsh Royal

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Rolls Royce Phantom III: Britsh Royal

23.08.2012, 19:41 Uhr | aw (CF)

Wer in einen Rolls Royce Phantom III steigt, nimmt am besten auf dem Rücksitz Platz. Denn nur so reisen Sie wirklich standesgemäß in diesem Oldtimer von 1936. So ließ sich schließlich schon das blaue Blut von einst fürstlich chauffieren.

Der royale Rolls Royce Phantom III wurde von 1936 bis 1939 produziert und lief insgesamt genau 727 mal vom Band. Wobei "vom Band" hier wohl kaum die treffende Beschreibung ist. Schließlich gleicht kaum ein Rolls Royce Phantom III einem anderen. Der Grund: Zu jener Zeit bestellte man bei Rolls Royce lediglich Motor und Fahrgestell. Die Karosserie gab man hingegen woanders in Auftrag. Beispielsweise bei so namhaften Karosserieschmieden wie Park Ward, Mulliner oder Hooper. Oder aber bei heute weniger bekannten, aber deshalb nicht weniger kunstfertigen Karosseriebauern wie Freestone und Webb oder Thrupp und Maberly. Entsprechend rollt der Oldtimer heutzutage in verschiedensten Ausführungen über die Straße, sofern er denn nicht im Museum sein Dasein fristen muss. Doch dafür ist das letzte große Roll-Royce-Modell, das vor dem Zweiten Weltkrieg produziert wurde, eigentlich viel zu schade, lässt es sich doch darin wahrlich herrschaftlich reisen. Seinem V12-Motor sei Dank. Das Antriebsaggregat war übrigens der einzige V12-Motor aus dem Hause Roll Royce, der bis 1998 überhaupt für ein Straßenfahrzeug produziert wurde. Erst mit dem Silver Seraph stattete der britische Hersteller seine Flotte wieder mit einem solch opulenten Antrieb aus.

Bei der Konstruktion des Zwölfzylinders mit 7,4 Liter Hubraum griff man auf die jahrelangen Erfahrungen aus dem Flugzeugbau zurück, und ließ sich trotzdem viel Zeit bei der Entwicklung. Zeit, die sich im Nachhinein bezahlt macht, denn noch heute überrascht das Aggregat bei den Oldtimern mit einer Lauffreudigkeit, die sowohl Chauffeur als auch die Passagiere im Fond quasi im Flüsterton über Anwesen und Landstraßen bewegt. Die zwölf Zylinder sind in V-Form im 60-Grad-Winkel angeordnet und der Motorblock besteht fast komplett aus Aluminium. Die Ventile reguliert eine einzelne Nockenwelle, die zwischen den Zylinderbänken verbaut ist. Der Rolls Royce Phantom III überrascht zudem mit einer Doppelzündung, also insgesamt 24 Zündkerzen. Um die Kraft zu übertragen, steht dem Chauffeur ein manuelles Vier-Gang-Getriebe zur Verfügung. Damalige Autotests bescheinigten dem heutigen Luxus-Oldtimer eine Spitzengeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern. Um die gut 3,5 Tonnen schwere Karosse aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen, musste man sich aber immerhin knapp 17 Sekunden gedulden. Doch wer hat es in einem solchen Wagen schon besonders eilig, möchte man doch am liebsten gar nicht mehr aussteigen.

Rolls Royce Phantom III: Kein Oldtimer für Anfänger

Wer heutzutage einen aus unerklärlichen Gründen schlecht gepflegten Oldtimer aufarbeiten will, sollte sich allerdings auf etwas gefasst machen. Schon schnell stellte sich heraus, dass der Rolls Royce Phantom III äußerst schwierig zu warten war. Schuld war seine komplexe Konstruktion, zu der unter anderem die Einzelradaufhängung vorne zählt. Sie ermöglichte es, den Motor weiter nach vorne zu verlagern, um möglichst viel Platz für eine komfortable Karosserie zu schaffen. Eine Anleitung, wie ein Rolls Royce Phantom III zu reparieren ist, hat der britische Nobelhersteller nie herausgegeben. Wer sich also mit Werkzeug an den adligen Oldtimer wagen möchte, dem sei eine Mitgliedschaft in der Phantom II Technical Society ans Herz gelegt. Hier tauschen sich Liebhaber des Oldtimers über ihre Fahrzeuge aus und Sie können auf ein Werkstatthandbuch zurückgreifen, das haarklein jegliche Aspekte der Wartung und Aufarbeitung des Rolls Royce Phantom III aufführt. Mit dem Wissen, dass Sie an Ihren Oldtimer jederzeit selbst Hand anlegen können, fährt es sich im luxuriösen Fond, der mit edlem Holz und hochwertigem Tuch ausgekleidet ist, gleich noch etwas entspannter.

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