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Kanzlerauto: 40 Jahre Mercedes S-Klasse

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Kanzlerauto: 40 Jahre Mercedes S-Klasse

31.08.2012, 08:38 Uhr | kk (CF)

Die Mercedes S-Klasse wird 40 Jahre alt. Das Statussymbol der Reichen und Mächtigen weltweit setzte sich gegen jegliche Krisen, Rezessionen, gesellschaftliche Wandlungen sowie gegen die Konkurrenz durch und feiert 2012 sein Jubiläum.

Eigentlich sollte es bereits im September 1971 soweit sein: Das Debüt der ersten offiziellen S-Klasse. Wegen zu hoher Kosten wurde die Frankfurter IAA, die Bühne der geplanten Premierenfeier, allerdings kurzfristig abgesagt. Der deutsche Autohersteller nutzte die Gunst der Stunde und werkelte ein weiteres Jahr an der Luxuslimousine. Das rund fünf Meter lange Flaggschiff erhielt einen weiteren qualitativen und technischen Feinschliff, um 1972 zum Publikumsliebling des Pariser Autosalons zu avancieren – immerhin präsentierte Jaguar dort mit dem XJ gleichzeitig auch seinen ersten Zwölfzylinder. Die Mercedes S-Klasse schlug sprichwörtlich ein wie eine Bombe und hatte in kürzester Zeit den Ruf als beste Limousine der Welt inne. Die Zulassungsstatistiken bestätigten dies. Konkurrenzmodelle wie der BMW 3.3 oder Opel Diplomat hatten keine Chance sich gegen den 473.00 Mal verkauften Sternenkreuzer durchzusetzen. Besonders beliebt war die mittlerweile 40 Jahre alte Limousine nicht nur bei den Bundeskanzlern Helmut Schmidt und Helmut Kohl, sondern insbesondere auf dem amerikanischen Absatzmarkt. Die Mercedes S-Klasse sammelte über die 40 Jahre Titel wie „Europäisches Auto des Jahres 1973“ oder auch die amerikanische Auszeichnung „Best Sedan in the World“.

Wie es die Mercedes S-Klasse zu einem derartig beliebten Fahrzeug schaffte, ist einfach gesagt: Eine einmalige Mischung aus innovativer Technik, klassischen Karosseriekonturen und bürgerlicher Solidarität zur Marke Mercedes. Die zahlreichen Kunden in Person von Kanzlern, Königen, Industriemachthabern und gut betuchten Familien schätzten zudem die Zuverlässigkeit des Autos. Ernstzunehmende Mängel oder Ausfälle gab es nicht zu beklagen und die mögliche Laufleistung jenseits der 500.000 Kilometer, sofern der Kampf gegen die Korrosion rechtzeitig gewonnen wurde, war zu diesem Zeitpunkt einzigartig. Die Fähigkeiten des 40 Jahre alten Luxusautos setzten sich nicht nur gegen Konkurrenzmodelle, sondern auch gegen Widrigkeiten wie Ölknappheit, Fahrverbot, Abgasvorschriften, wirtschaftliche Rezessionen und Terroranschläge auf Staatsmänner in den 70er-Jahren durch. Zum Vorteil der Mercedes S-Klasse bestanden die Konkurrenten Cadillac und Chrysler die ständigen Krisen nicht und der Sechszylinder konnte sich ungestört seinen Weg zum Kultauto bahnen. Eine derartige Vormacht entstand auch durch die gepanzerten Sonderschutzmodelle der S-Klasse. Die Achtzylinder-Modelle 350 SE bis 450 SL wurden vorwiegend als Staatskarossen hergestellt. Knapp 300 Einheiten wurden von den chromgeschmückten Kolossen verkauft.

Vom 6.9er bis zum Turbodiesel

Der deutsche Autohersteller ruhte sich in der 40 Jahre alten Historie der S-Klasse keineswegs aus. Das hauseigene Flaggschiff erhielt stetig bahnbrechende Innovationen, wie zum Beispiel einen Tempomaten oder ein Autotelefon sowie das Antiblockiersystem ABS. Über die Jahre verteilt folgten auf das Basismodell 280 S zudem die Versionen 280 SE mit einem 185-PS-Einspritzmotor, der 200 PS starke 350 SE und der 450 SE mit 25 Pferdestärken mehr. An der Spitze thronte ab 1975 das 450-SEL-Modell 6.9. Dieses hatte einen 286-PS-V8-Motor mit einer Höchstgeschwindigkeit von 225 Stundenkilometern. Einziges Manko waren die 22 Liter Verbrauch auf 100 Kilometern. Allerdings ließ sich die Oberklassenlimousine auch hier nicht unterkriegen. Vor allem in den USA wurde der erste Turbodieselmotor in der S-Klasse dankend angenommen. Der 300 SD hatte mit seinen fünf Zylindern und 115 PS zwar keine atemberaubende Leistung im Steckbrief, wurde in den amerikanischen Staaten aber dennoch gut angenommen. Aufgrund neuer Regierungsauflagen war es zu diesem Zeitpunkt nicht das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und die Turbodiesel-S-Klasse erfüllte diese am besten.

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