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BMW Art Cars: Kunstvoll veredelt

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BMW Art Cars: Kunstvoll veredelt

10.09.2012, 09:50 Uhr | se (CF)

Wer einen echten Warhol oder Koons sein Eigen nennt, würde diese Kunstwerke wohl kaum in der Garage unterbringen. Anders bei den BMW Art Cars: Seit 1975 veredeln namhafte Künstler regelmäßig BMW-Modelle zu Kunstwerken.

Allerdings wird wohl kaum ein Sterblicher so bald in den Genuss kommen, eines der bisher 17 BMW Art Cars in seine eigene Garage stellen zu können. Denn wie es sich für Autos ziemt, rollen die Kunstwerke um den gesamten Globus, um in den renommiertesten Museen der Welt ausgestellt zu werden. Darunter so namhafte Kunsthorte wie das Empresshouse in Singapur, das Powerhouse Museum in Sydney, der Louvre in Paris, die Guggenheim Museen in New York und Bilbao, die Eremitage in St. Petersburg sowie das Palazzo Grassi in Venedig. In Deutschland präsentierte das BMW Museum in München das erste Mal die fast komplette quasi hauseigene Kunstsammlung der Öffentlichkeit, und anlässlich der Olympischen Spiele 2012 in London waren die zumeist farbenfrohen Fahrzeuge in einem Parkhaus im Stadtteil Shoreditch zu sehen gewesen. Allerdings fehlte von den eigentlich 17 Exemplaren eines: Die Arbeit des isländischen Künstlers Olafur Eliasson. Er hat 2007 die Außenhülle eines BMW Wasserstoffautos entfernt und durch ein Eisgeflecht ersetzt, um auf die globale Klimaerwärmung aufmerksam zu machen. Eine ständige Erneuerung des Eiskäfigs würde diese Botschaft wohl ad absurdum führen.

Doch auch die übrigens 16 BMW Art Cars sind einen Besuch allemal wert. Sie sind nicht nur technische Zeugen ihrer Zeit, sondern auch der Ausdruck verschiedenster Künstlergenerationen von allen Kontinenten der Welt. Die Idee zu den BMW Art Cars hatte der Franzose Hervé Poulain. Er war Auktionator und zugleich Rennfahrer, vereinte also eine Passion sowohl für Kunst als auch für schnelle Autos in sich. Als ersten Künstler beauftragte er 1975 den Amerikaner Alexander Calder. Das Fahrzeug der Wahl war ein BMW 3.0 CSL. Der 480-PS-Rennwagen hat aber nicht nur eine Karriere als Kunstwerk hinter sich, sondern meisterte auch farbenfroh bemalt das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Bereits ein Jahr später tobte sich ein weiterer Amerikaner, Frank Stella, an einem 3.0 CSL aus und verwandelte dessen Blechkleid in eine Art Millimeterpapier. Dass auch dieses BMW Art Car am 24-Stunden-Rennen teilnahm, versteht sich fast von selbst. 1977 und 1979 reihten sich mit Roy Lichtenstein und Andy Warhol zwei Legenden der Kunstszene in die Reihe der BMW Art Cars ein. Diese Fahrzeuge gehören zu den absoluten Highlights der automobilen Kunstserie, deren Wert insgesamt im dreistelligen Millionenbereich liegen soll.

BMW Art Cars: Kunst auf vier Rädern von fünf Kontinenten

Während Roy Lichtenstein mit seinem berühmten Comic-Stil die Aerodynamik des BMW 320 betonen wollte, setze Andy Warhol bei einem BMW M1 auf dynamische Schwünge mit Pinsel und Finger, um die Geschwindigkeit des 470-PS-Boliden zu betonen. In Le Mans belegte das BMW Art Car zwar nur Platz zwei, hätte aber ohne Probleme den Publikumspreis gewonnen – wenn es denn einen gegeben hätte. Im Laufe der Zeit gesellten sich Künstler aus aller Welt zu den Gestaltern der bajuwarischen Kunst-Karossen. Erster Europäer war 1982 Bernd Fuchs, erster deutscher Künstler 1991 A. R. Penck, der sich einen BMW Z1 vornahm. Aus Südafrika stammte die erste Frau, die sich in der vermeintlichen Männerdomäne austoben durfte. Sie gestaltete einen 525i mit ethnischen Elementen, um so ihre Stammeskunst einer Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Das vorerst letzte Fahrzeug in der Reihe stammt vom Konzeptkünstler Jeff Koons, der sich nicht zweimal bitten ließ und 2010 die Außenhaut eines BMW M3 GT2 mit einem Feuerwerk an Farben versah, um so anknüpfend an Warhol den Geschwindigkeitsrausch abzubilden. Wo auch immer die BMW Art Cars zukünftig ausgestellt sein werden – einen Besuch sind sie wert. Dafür müssen Sie weder Kunstnarr noch BMW-Fanatiker sein.

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