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Schäden durch Schlaglöcher: Bloß richtig dokumentieren

07.02.2013, 13:43 Uhr | dpa-tmn, ddp

Fiese Schlaglöcher: Autofahrer aufgepasst

Wer haftet eigentlich, wenn das Fahrzeug einen Schaden nimmt?

Wer haftet, wenn das Fahrzeug einen Schaden nimmt?


Noch ist der Winter nicht zu Ende. Doch bereits jetzt sind wieder zahllose neue Schlaglöcher auf den Straßen aufgetaucht. Und bis die Löcher geflickt werden, dürfte noch einige Zeit vergehen, warnt der ADAC. Was Autofahrer bei Schäden durch Schlaglöcher beachten müssen.

Der Automobilclub weist darauf hin, dass die Bauämter temperaturbedingt das Ende des Winters abwarten, bevor sie die Schäden auf den Verkehrswegen beseitigen. Gleichwohl sind die Behörden in der Pflicht, auf die Straßenschäden durch entsprechende Beschilderung hinzuweisen.

Schlagloch: Schäden sorgfältig dokumentieren

Wer mit dem Auto durch ein Schlagloch fährt und das Fahrzeug dadurch beschädigt oder gar einen Unfall baut, sollte alle Schäden sowie die Unfallstelle auf jeden Fall umfangreich dokumentieren, sagte Andreas Hölzel vom ADAC. "Grundsätzlich können Kommune, Land oder ein anderer Träger der Straße, für durch Straßenschäden entstandene Beschädigungen haftbar gemacht werden", so Hölzel.

Wer durch ein Schlagloch rumpelt und sich dadurch zum Beispiel die Radaufhängung kaputt fährt, könne aber nicht automatisch hoffen, dass die Gemeinde für den Schaden haftet. "Wenn die Kommune mit einem Schild vor Straßenschäden warnt, dann ist sie damit aus dem Schneider." Außerdem müsse man die Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse anpassen.

Unfallstelle mit Kamera fotografieren

Wurde nicht vor Straßenschäden gewarnt, rät Hölzel dazu, neben den Schäden am Fahrzeug, auch die Unfallstelle etwa mit der Handykamera zu fotografieren: "Man steht selbst in der Beweislast, sollte hier also eine umfangreiche Beweisaufnahme leisten." Durch die Fotos lässt sich zeigen, dass kein Warnschild aufgestellt war. "Zudem fotografiert man das Schlagloch am besten mit einem Zollstock daneben, um die Größe zu verdeutlichen."

Laut Schätzungen des ADAC sind 50 Prozent aller kommunalen Straßen in Deutschland sanierungsbedürftig. "Den Kommunen fehlt häufig das Geld zur Sanierung, und dann wird ein Warnschild aufgestellt, das ist deutlich billiger, als Schlaglöcher auszubessern."

Vorsicht auf den Landstraßen

Besondere Vorsicht ist laut Hölzel auf Landstraßen angebracht: "Auch Landstraßen bröckeln, und in ein Schlagloch mit 80 oder 100 Stundenkilometern zu fahren, kann verheerende Folgen haben."

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