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BMW K 1600 GTL Exclusive: Die volle Packung Luxus auf zwei Rädern

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BMW K 1600 GTL Exclusive  

Die volle Packung Luxus auf zwei Rädern

17.06.2014, 14:59 Uhr | SP-X

BMW K 1600 GTL Exclusive: Die volle Packung Luxus auf zwei Rädern. BMW K 1600 GTL Exclusive (Quelle: SP-X)

BMW K 1600 GTL Exclusive (Quelle: SP-X)

Die Version "Exclusive" des Sechszylinder-Luxustourers glänzt mit zahlreichen technischen Schmankerln und einem dezent-eleganten, aber dennoch auffälligen Erscheinungsbild.

Foto-Serie mit 10 Bildern

Die Exklusiv-Version des mächtigen Sechszylinder-Luxustourers protzt schon fast mit ihren technischen und auch ihren optischen Schmankerln. Zum schlanken Preis von 29.100 Euro werden nicht nur so gut wie alle Positionen der Sonderausstattungsliste der weiterhin lieferbaren K 1600 GTL geliefert, sondern auch einige Details, die es bisher bei Motorrädern noch nirgendwo gegeben hat. Dazu gehört unter anderem eine Folienantenne, die unsichtbar im Deckel des Topcase wohnt; die bisher für die Audioanlage nötige Stabantenne kann damit entfallen, was den Chic der Exklusiv-Version zweifellos steigert.

Komfort durch "Keyless Ride"

Einen noch weitaus größeren funktionellen Vorteil bietet das genauso neue "Keyless Ride"-System. Das schlüssellose Start- und Schließsystem bindet sogar den Tankdeckel mit ein, so dass auch das Tanken ganz ohne Schlüsselbetätigung ablaufen kann. Auch Lenkerverriegelung beim Parken sowie Motorstart gelingen ganz einfach mittels Knopfdruck.

Dass die diversen Staufächer sowie die beiden Gepäckkoffer und das Topcase mit einer Zentralverriegelung ausgerüstet sind, versteht sich beinahe von selbst.

Luxus, den man einfach braucht Die sich für Puristen sofort ergebende Frage "Wozu braucht man denn diesen ganzen Firlefanz?" können wir nach 2200 Test-Kilometern eindeutig beantworten: Man braucht das einfach! Denn wenn man so hübsche Dinge wie das adaptive Xenon-Kurvenlicht erst einmal zur Verfügung gehabt, hat, will man sie nicht mehr missen. Selbst der Sozius thront

Das gilt erst recht für die "beste aller Sozias", um die legendäre Plattitüde einmal zu bemühen: Ihren Thron, von hochklappbaren Armlehnen eingefasst, mochte sie nur noch für unaufschiebbare Tätigkeiten verlassen. Die Sitze und Armlehnen, in Magnesiumsilber gehalten, sind das Bequemste, was ihr im jahrelangen Alltag als Co-Testerin jemals untergekommen ist.

Dass die opulenteste BMW aller Zeiten nicht zum Understatement taugt, muss man in Kauf nehmen - bewundernde, teils vielleicht auch neidische Blicke von Passanten sind dem Fahrer sicher. Doch Rangieren fällt tatsächlich schwer, weil die 360 Kilo leider ohne die Zuhilfenahme eines Rückwärtsganges bewegt werden müssen. Zum Aufbocken auf den Hauptständer bedarf es dagegen keiner Besuche in der Muckibude, was eine hervorragende Ingenieurleistung darstellt.

Bedienelemente leider ohne Beleuchtung

Die darf man auch den Gestaltern des Cockpits attestieren. Es ist nicht nur vollständig bestückt, sondern mit Hilfe des Multi-Controllers auf der linken Lenkerseite auch gut bedienbar. Freilich wäre ein direkter Zugriff auf öfter genutzte Funktionen (Griffheizung) noch vorteilhafter, aber die Knöpfchenzahl am angenehm geformten Lenker ist trotz der Integration der Heizgriffe ins Bedienungsmenü noch immer beträchtlich. Dass die Wippen und Tasten nicht hinterleuchtet sind, ist nächtens allerdings hinderlich.

Die Info-Fülle im Cockpit, speziell im Bordcomputer, verlangt eine gereifte Persönlichkeit am Lenker. Wer ständig seinen Infostand über Ölstand, Reifendruck, Popo-Wärme oder Distanz zum Zielort updatet und dabei unermüdlich durchs Menü zappt, verwendet einen Gutteil seiner Konzentration nicht aufs Fahren und den Verkehr. Menschen mit ausgeprägtem Spieltrieb, wie er Männern ja nun mal zu Eigen ist, kann das im Einzelfall gefährlich werden.

Zwei Gänge würden dem kräftigen Motor genügen

So nervig rangieren sein kann, so entspannend und angenehm ist das Fahren. Eigentlich würden angesichts der Drehmomentfülle zwei Gänge reichen: der dritte zum Anfahren und der sechste zum Fahren. Leistung steht nämlich bei jeder Drehzahl zwischen 800 und 8000 Touren reichlich und praktisch in jedem Gang zur Verfügung.

Die Effizienz des Triebwerks ist schlicht sagenhaft. Natürlich kann man auch acht Liter Super durch die Einspritzdüsen jagen, wenn man auf der Bahn stets 200+ anlegt. Doch artgerecht zügig, aber gelassen auf Land- und Bergstraßen bewegt, begnügt sich der seidenweich laufende Sechszylinder-Reihenmotor mit nur 5,2 Litern auf 100 Kilometer. 450 Kilometer am Stück sind dank 25 Liter-Tank dann möglich.

Bodenbeleuchtung zum Rangieren

Wir könnten jetzt noch lange von Bodenbeleuchtung beim nächtlichen Parken, Hillstart-Control, LED-Zusatzscheinwerfern, dem prächtigen ESA II und vielen anderen schicken Ausstattungsdetails erzählen. Wir tun’s aber nicht, denn man muss all diese Dinge selbst einmal erfahren haben. Wir freuen uns schon heute auf die nächste Generation der K-1600-Modelle. Bis dahin blasen wir entspannt über Land- und Bergstraßen und gerne auch mal über die Autobahn.

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