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Ölwechsel: Im Winter ist die Kontrolle doppelt wichtig

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Worauf es beim Motoröl ankommt  

Motoröl-Check im Winter besonders wichtig

06.01.2016, 11:16 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Ölwechsel: Im Winter ist die Kontrolle doppelt wichtig. Motoröl im GTÜ-Test: Auch billig schmiert gut (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Motoröl im GTÜ-Test: Auch billig schmiert gut (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Ölwechsel ist meist lästig und kostet zudem ordentlich Geld. Doch ohne Motoröl geht nichts beim Auto. Das Auto-Portal von t-online.de verrät Ihnen hier alles zum Thema Motoröl.

Insbesondere im Winter sollten Autofahrer regelmäßig das Motoröl kontrollieren. Denn mit sinkenden Temperaturen verlängern sich die Kaltlaufphasen mit höherem Ölverbrauch, erklärt der TÜV Rheinland.

Motoröl im Winter regelmäßig checken

Gerade auf Kurzstrecken erreicht der Motor nicht mehr die nötige Temperatur. Wird häufig die Betriebstemperatur nicht erreicht, kann es bei Ottomotoren durch Kraftstoffanreicherungen im Öl auch zu höheren Ständen kommen.

UMFRAGE
Wie häufig schauen Sie nach dem Ölstand?

"Die Außentemperatur spielt beim Nachfüllen keine Rolle", sagt Hans-Ulrich Sander vom TÜV Rheinland. "Allerdings sollte es möglichst vermieden werden, eiskaltes Öl - etwa aus der unbeheizten Garage - in ein heißes Aggregat zu kippen." Schäden durch Wärmespannungen könnten dann die Folge sein.

Motoröl: Werkstatt muss mitgebrachtes Öl nicht annehmen

Der Ölwechsel steht an - und der Autofahrer macht große Augen: Der Liter Motoröl ist in der Werkstatt oft drei Mal so teuer wie im Handel. Warum nicht einfach das vorher selbst gekaufte Öl zum Wechsel mitbringen? Doch das funktioniert nicht unbedingt.

Die Werkstatt kann das Einfüllen des mitgebrachten Öls ablehnen, wie der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) mitteilt. Der Hintergrund dafür ist, dass die Werkstätten verpflichtet sind, den Ölwechsel nach den Vorgaben des Autoherstellers durchzuführen. Kann ein Motorschaden auf falsches Öl zurückgeführt werden, droht laut dem ZDK der Verlust der Garantie. Außerdem könne die Werkstatt keine Sachmängelhaftung für mitgebrachtes Öl übernehmen.

Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE) gibt allerdings zu bedenken, dass es auf dem freien Markt Öl zu kaufen gibt, das die Vorgaben des Herstellers erfüllt und auch dessen Freigabe hat. "Wir raten Verbrauchern, die ihr Öl mitbringen wollen, vorher bei der Werkstatt anzurufen, um zu klären, ob sie bereit ist, es zu verwenden."

Gegebenenfalls würden die Werkstätten dann eine Service- oder Entsorgungsgebühr erheben. "Die ist sonst im Preis fürs Öl einkalkuliert, bei mitgebrachtem Öl natürlich nicht", sagt er.

Letzte Entscheidung trifft die Werkstatt

Selbst bei geschlossenen Gebinden ist aber eine gewisse Vorsicht geboten, denn die Angaben auf den Ölflaschen sind nicht immer eindeutig, wie ZDK-Sprecher Ulrich Köster sagt. Wenn eindeutig geklärt sei, dass das Öl wirklich vom Hersteller freigegeben ist, spreche zwar nichts gegen dessen Verwendung. Aber, so Köster: "Die letzte Entscheidung muss immer die Werkstatt treffen."

Falls Sie das Motoröl selbst wechseln, sollten Sie ein paar Hinweise beherzigen: Das Öl muss für die richtige Schmierung der beweglichen Teile im Motor sorgen: Sowohl bei Minus-Temperaturen als auch bei Extremhitze sollte das Öl alle Schmierstellen aus der Ölwanne schnell erreichen können. Reißt der Schmierfilm ab, trifft Metall auf Metall - und ein Motorschaden droht. Gute Öle minimieren die Reibung und sorgen so für weniger Leistungsverlust und Reibungswärme. Zudem "reinigen" sie den Motor vom unvermeidlichen Abrieb.

Motoröl im Test: Billiges Öl überzeugt

Laut GTÜ-Test spielt der Preis bei der Qualität eines Motoröls keine große Rolle - auch günstige Schmierstoffe konnten in einem Test 2014 der Gesellschaft für technische Überwachung überzeugen. Die Preise der Schmierstoffe lagen zwischen 8,99 Euro und 26,75 Euro pro Liter.

Ölstand: Gefahr nicht unterschätzen

Der Ölstand sollte laut ACE regelmäßig geprüft werden, am besten bei jedem Tankstopp, spätestens jedoch alle 1000 Kilometer. Denn nach wie vor gibt es das Phänomen der Ölverdünnung - so gaukeln bei Benzinern Kondensate, die bei häufigem Kurzstreckenbetrieb entstehen, einen höheren Ölstand vor. Dann kann im Zweifelsfall der Öldruck auf der Autobahn plötzlich absacken und einen Motorschaden provozieren.

Bei Selbstzündern kann sich schwer verdampfbarer Dieselkraftstoff hinzu mischen, was zur Folge hat, dass der absolute Ölstand steigt, obschon weniger Öl vorhanden ist.

So messen Sie richtig

Beim Messen des Ölstands sollte das Auto auf ebenem Grund stehen und der Motor ein paar Minuten abkühlen, damit sich das Öl in der Wanne sammeln kann. Wer keine Ölstands-Anzeige im Bordcomputer hat, muss den Ölstand manuell mit dem Peilstab bestimmen. Wie viel nun nachgekippt werden muss, steht in der Bedienungsanleitung. Generell kann man sagen, dass der Abstand zwischen Minimum und Maximum bei fast jedem Fahrzeug einen Liter beträgt.

Die richtige Sorte einfüllen

Wenn Schmierstoff fehlt, sollte man sich an die Empfehlungen des Herstellers bezüglich der Motoröl-Sorte halten, da nicht jedes Auto das gleiche Öl verträgt. Welche Sorte für das eigene Fahrzeug freigegeben ist, erfährt man ebenfalls aus der Bedienungsanleitung. Einen Hinweis findet man auch auf dem Etikett der Ölflasche.

Klassifizierung und Viskosität

Zum einen sollten Autofahrer auf die ACEA-Klassifizierung achten. Dort wird festgelegt, für welchen Motorentyp das Öl geeignet ist. Zweitens ist die Viskosität des Öls wichtig, da es sowohl bei niedrigen Temperatur als auch bei Hitze noch einen beständigen Schmierfilm bilden muss. Das wird mit zwei Zahlen ausgedrückt. Ein Motoröl der Klassifikation 5-W30 muss demnach laut SAE-Tabelle bei minus 35 Grad noch pumpfähig bleiben und bei 100 Grad Temperatur noch einen Widerstand von mindestens 9,3 Millimetern pro Sekunde bieten, darf also nicht zu dünn werden. Übrigens: Je höher die zweite Ziffer, desto dickflüssiger ist das Öl.

ACE-Tipp: Intervalle verkürzen

Man muss allerdings nicht das teure Produkt kaufen, wie der Test zeigt. Sogenannte Markenprodukte sind nicht unbedingt besser als günstige Motoröle. Der ACE-Experte rät: Lieber auf ein günstigeres Öl umsteigen und dafür die Intervalle verkürzen. Denn statt früher bei spätestens 15.000 Kilometern soll ein Öl nun erst bei 30.000 Kilometern gewechselt werden. Wer auf Nummer sicher gehen und seinem Motor etwas Gutes tun will, sollte ihm lieber öfter sauberes, frisches Öl gönnen.

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