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Glemseck 101 - Treff der Café Racer

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Glemseck 101 - Kult-Treff der Café Racer

08.09.2014, 12:02 Uhr | Jens Schultze - wanted.de

Glemseck 101 - Treff der Café Racer. Ein Café Racer auf der "Glemseck 101" (Quelle: Jens Schultze)

Ein Café Racer auf der "Glemseck 101" (Quelle: Jens Schultze)

Adrenalin pur auf zwei Rädern: Einmal mehr hat das Motorrad-Event "Glemseck 101" die Fans von Café Racern aus ganz Europa begeistert. Auf der ehemaligen Solitude-Rennstrecke bei Leonberg traf sich am ersten September-Wochenende wieder die Crème de la Crème der Motorrad-Szene. wanted.de war dabei und zeigt die heißesten Modelle.

Was tun echte Männer nicht alles für ihre rasenden Kisten: Pro Jahr geben sie im Rennbetrieb locker 10.000 Euro für Unterhalt, Ersatzteile und Versicherung aus, dazu sind die edelsten Racer teurer als ein neuer Porsche Boxster. Doch der Retro-Charme ist vielen eben lieb und teuer: Zur diesjährigen 9. Auflage des größten markenunabhängigen Vintage-Motorradtreffens pilgerten wieder tausende Enthusiasten herbei. Die Schlange parkender Motorräder zog sich von der Mitte der drei Kilometer langen Händlermeile bis an die Autobahnausfahrt von Leonberg-Ost.

Der Stil der 50er

Stilecht waren Gäste, Musiker oder auch die Helfer der Firma Surfazz Motorcycles in Outfits der 1950er Jahre gekleidet. Inzwischen setzen viele Enthusiasten die "Glemseck 101" mit der legendären "Isle of Man Tourist Trophy" gleich.

Alle namhaften Motorrad- und Bekleidungshersteller, Importeure und Tuning-Spezialisten gaben ihr Stelldichein. Aufregende Umbauten im Bobber- und Tracker Style, coole Café-Racer und individuelle Concept-Bikes boten dem Publikum echte Zweirad-Vielfalt. Ebenfalls mit von der Partie waren die harten Jungs der RoadRacer-Szene, die es richtig krachen ließen.

Legendärer Bestandteil des großartigen Spektakels sind die Sprintwettbewerbe über 1/8 Meile (200 Meter), die in diversen Klassen ausgetragen werden. Im K.O.-System waren am Samstag und Sonntag jeweils zwei Fahrer gegeneinander angetreten. Längst ist dieser Wettbewerb aber keine reine Männer-Domäne mehr: Mit Nina Prinz und Katja Poensgen gingen zwei professionelle Fahrerinnen an den Start.

Poensgen machte nicht nur auf dem Motorrad eine gute Figur und hatte sichtlich ihren Spaß am Event. Im "101 International Sprint"-Wettbewerb sicherte sie sich souverän den 3. Platz. Markus Reiterberger, Gewinner des IDM Superbikes 2013, holte sich Silber. >>

Und Sylvian Berneron von "Holographic Hammer" gewann auf seiner Suzuki GSX 1200 Inazuma. Er bedankte sich mit einem heißen Wheelspin, sehr zur Freude des Publikums. Ein echtes Highlight auf der Strecke war definitiv Sebastian Lorentz‘ "Sprintbeemer Furtherer" - die Starrahmen-BMW hat einen Boxermotor mit Nitro-Einspritzung und lieferte einen Mördersound ab.

Neben dem "101 International Sprint" duellierten sich die Café-Racer und die Fahrer in der "StarrWars"-Challenge. Initiator Rolf Reick ist gleichzeitig Kopf von Krautmotors, deren Zweirad-Umbauten mit starrem Heck erstmals in 2013 auf der Achtelmeile starteten. Reick ist bekannt für die Kunst des Weglassens, welche er konsequent in seinen schönen Café-Racern verwirklicht. Ein BMW-Bobber aus seiner Hand wurde vor einigen Jahren zum besten deutschen Custombike gekürt.

Marken-Hersteller entdecken den Retro-Trend Inzwischen greifen alle renommierten Motorradhersteller den Trend zu customized Bikes auf. In Glemseck waren toll veredelte Umbauten von Triumph "Rock ‚N‘ Ride Munich" und BMW zu sehen. Zwei Motorräder stachen besonders heraus. Zunächst Suzukis weiße "Fat Mile" mit wunderschön abgesetzten Leder-Applikationen. Sie entstand auf Basis einer Suzuki Bandit 1250S und in Zusammenarbeit der Designer Hans A. Muth und Daniel Händler. Herausgekommen ist ein schlichter und bestechend schöner Café-Racer. Nina Prinz war beim International-Sprint mit ihr unterwegs. Die zweite Maschine fuhr Markus Reiterberger, eine schwarze "Nine T-One"

BMW von Edelweiß Motorsport mit sagenhaften 140 PS und 140 Nm Drehmoment. Das Gros der umgebauten Maschinen stammt jedoch nicht von den Herstellern selbst, sondern wird von kreativen und technisch versierten Köpfen kleiner Werkstätten in Handarbeit gefertigt. Etwa von Edelweiß-Motorsport, Walzwerk Motorcycles, Benders, Cafémoto, 180 Grad oder Unique Cycle Work aus Italien.

Ein Glanzpunkt auf der Glemseck 101 war die Präsentation der Paton BM3R Re-Edition '75, die Thiel Motorsport als eine von zwei käuflichen Rennmaschinen für den historischen Motorsport mit dabei hatte. Es handelt sich um handgefertigte Exemplare aus den Händen der legendären italienischen Motorrad-Schmiede Paton. >>

In der 76 PS starken Replica verbauten die Spezialisten feinste Zutaten von Bimota, Dell’Orto und Ceriani. Und die Maschine besitzt einen eigenen Rennmotor, der noch von Guiseppe Pattoni selbst entwickelt wurde. Ein Preis von 72.000 Euro – zuzüglich Mehrwertsteuer versteht sich – unterstreicht die Ausnahmestellung dieses bildschönen Bikes.

Ein Vintage-Bike für 72.000 Euro

Unverkleidet zeigt sich diese Paton mit ihrer überwältigenden Mechanik auch auf dem offiziellen Veranstaltungsposter, selbstverständlich mit dem zu ihr passendem PinUp von Designer und 101 Co-Organisator Steven Flier. Neben klassischen Modellen bietet Paton seit diesem Jahr auch ein modernes Straßenmotorrad, die S1 "Strada", an. Die Rennversion dieses Bikes nahm in der TT Lighweight Klasse auf der diesjährigen "Ile of Man" teil. Dort holte sich Olie Lindsell den 6. Platz. Ein Jahr zuvor hat Paton entschieden, dass der Hersteller in der Super-Twin-Klasse mitmischen möchte. "Sie wollen einfach ein käufliches Rennmotorrad bauen," erläuterte Oliver Thiel.

Paton wurde 1958 in Mailand von Guiseppe Pattoni und Lino Tonti gegründet. Nach dem Tod Pattonis führt nun sein Sohn  Roberto die kleine, aber feine Motorradmanufaktur für handgefertigten Maschinen fort. Übrigens verdiente sich der neunfache britische Motorradweltmeister Maik Hailwood 1958 auf einer 125er Paton seine ersten Sporen bei der Tourist Trophy auf der Ilse of Man. Der als "The Prince of Speed" bekannte Ex-Weltmeister Phil Read fährt noch heute auf einer 500ccm Paton bei klassischen Grand-Prix mit. Impressionen von dieser Wundermaschine und anderen Rennern finden Sie in unserer Fotoshow.

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