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Triumph jagt den Motorrad-Weltrekord

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Triumph jagt den Motorrad-Weltrekord

21.07.2015, 16:13 Uhr | mid / wanted.de

Triumph jagt den Motorrad-Weltrekord. Triumph Rocket Streamliner (Quelle: Hersteller)

Triumph Rocket Streamliner (Quelle: Hersteller)

Die berühmten Salzseen von Bonneville im US-Bundesstaat Utah sind seit Jahrzehnten Schauplatz für Geschwindigkeits-Weltrekorde. Der britische Motorradbauer Triumph visiert derzeit den Weltrekord für Bikes an, musste nun allerdings eine empfindliche Schlappe hinnehmen.

Foto-Serie mit 11 Bildern

Ursprünglich wollten die Briten bereits im August den Rekordversuch wagen. Doch nun verletzte sich der Fahrer Guy Martin. Deswegen soll die Rekordfahrt erst 2016 stattfinden. Das angehende Rekord-Fahrzeug nennt der britische Hersteller "Triumph Rocket Streamliner". Er besitzt ein Monocoque aus einer Karbon-Kevlar-Mischung. Das Bike tritt in der Weltrekord-Kategorie "Division C" für stromlinienförmige Motorräder an. Mit einem normalen Zweirad haben die Fahrzeuge, die in den USA traditionell auf Rekordjagd gehen, allerdings nicht mehr viel zu tun.

1000 PS stark

Welches Bike kommt schon auf eine Länge von 7,80 Metern, ist 60 Zentimeter breit und 91 Zentimeter hoch. Auch beim Kraftstoff unterscheiden sich diese Gefährte von "normalen" Motorrädern deutlich. Boliden wie der Triumph Rocket Streamliner fahren mit Methanol, da dieser Sprit leistungsfähiger ist als übliches Benzin für den Rennsport. Immerhin stammen die Motoren noch aus einem Serien-Bike. Zwei aufgebohrte 2,3-Liter-Aggregate aus der Rocket III kommen zusammen auf eine Leistung von 1000 PS.

Triumph hat Testfahrten mit dem Triumph Rocket Streamliner im Juli avisiert. Die eigentlichen Rekordfahrten finden zwischen dem 24. und 27. August statt.

Triumph will 400 Meilen-Marke

Dabei peilen die Briten sogar eine Geschwindigkeit von über 400 Meilen an. Das wären 643 km/h und würde die bisherige Bestmarke pulverisieren. Die stammt aus dem Jahr 2010. Damals fuhr der US-Amerikaner Rocky Robinson in seinem Stromlinien-Fahrzeug "Top Oil-Ack Attack" 605,697 Kilometer (376 Meilen) schnell. Überwacht wird der neuerliche Angriff auf den sogenannten "Land Speed Record" wieder vom Motorrad-Weltverband (FIM). Für einen gültigen Versuch müssen die Bikes dabei innerhalb von einer Stunde zwei Läufe mit einer Distanz von je zwölf Kilometern absolvieren. Auf einer Messstrecke von 1,6 Kilometern wird die durchschnittliche Geschwindigkeit gemessen. Der Schnitt aus beiden Messdistanzen ergibt dann das Endergebnis.

Für den Rekordversuch setzt die Kultmarke Triumph auf das Motorrad-As Guy Martin. Der derzeit verletzte Brite hat sich in den vergangenen Jahren einen legendären Ruf bei dem wahnwitzigen Motorrad-Rennen Tourist-Trophy erarbeitet. Der Höllenritt findet seit 1907 auf der kleinen Insel Isle of Man in der irischen See statt und gilt das gefährlichste Motorradrennen der Welt. Denn der knapp 60 Kilometer lange Rundkurs liegt nicht auf einer Rennstrecke, sondern auf den normalen Straßen der Insel. Auslaufzonen und Reifenstapel Fehlanzeige. Wer bei diesem Rennen Fehler macht, riskiert sein Leben, über 200 Piloten starben bereits.

Doku machte Martin berühmt Die Faszination des Rennens bleibt indes ungebrochen. Tausende Motorrad-Fans pilgern jedes Jahr an die Strecke. Auch wenn Guy Martin das Rennen noch nicht gewinnen konnte, zählt er mit seinen zahlreichen, spektakulären Teilnahmen und Podiumsplätzen zu den berühmtesten Protagonisten in der Motorradszene. Für den Ruhm des Briten sorgte nicht zuletzt die Dokumentation "Isle of Man – Hart am Limit", die todesmutigen Fahrern wie Martin ein filmisches Denkmal setze. Auch beim Rekordversuch mit dem "Triumph Rocket Streamliner" macht der Brite keine halben Sachen und kündigte bereits an, den Rekord nach 45 Jahren wieder nach England zu holen. Von 1955 bis 1970 hielt Traditionshersteller Triumph den Titel "Schnellstes Motorrad der Welt" - mit der Ausnahme einer kurzen 33-tägigen Unterbrechung. Viele Rekordfahrten in Bonneville

Und auch der Veranstaltungsort in Bonneville kann auf eine lange Geschichte zurückblicken - deshalb gibt es auch eine Triumph Bonneville. Übrigens schätzte Steve McQueen die Marke.

Mit einem Fahrrad-Rennen fing dort 1896 alles an. Bei der ersten Motor-Rallye 1914 beschleunigte der Rennfahrer Teddy Tetzlaff seinen Blitzen-Benz auf 228 km/h. 1935 stellt Sir Malcom Campell mit 484 km/h in seinem "Blue Bird" einen Kolbenmotor-Rekord auf. Und 1970 fuhr Gary Gabelich mit seinem Raketenauto "Blue Flame" mit über 1000 km/h über das Salz. Seit 1949 findet alljährlich die Speed Week statt. Bilder des "Triumph Rocket Streamliner" und von Guy Martin finden sie in unserer Fotoshow.

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