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Monaco Yacht Show 2015: die Highlights

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Die Highlights der Monaco Yacht Show 2015

24.09.2015, 15:28 Uhr | Christian Sauer - wanted.de

Monaco Yacht Show 2015: die Highlights. Beim 25. Jubiläum der Monaco Yacht Show geht es wieder eng im Port Hercules zu. (Quelle: AP Photo/ Lionel Cironneau)

Beim 25. Jubiläum der Monaco Yacht Show geht es wieder eng im Port Hercules zu. (Quelle: AP Photo/ Lionel Cironneau)

Man gönnt sich ja sonst nichts: Unser Experte Christian Sauer präsentiert die interessantesten Jachten der diesjährigen Monaco Yacht Show. Überraschung: Auf dem Wasser geht der Trend bei den Schönen und Reichen hin zu einer gewissen Bescheidenheit. Wobei auch kleinere Schiffe mit U-Boot oder Helikopter ausgestattet sind.

Foto-Serie mit 19 Bildern

Dieser Tage herrscht im Port Hercules – dem größten Hafen im Fürstentum Monaco – wieder ein Überangebot an Jachten im Wert von zusammen mehr als zwei Milliarden Dollar. Doch wer beim genauen Blick nicht den Überblick verliert, könnte auf den Gedanken kommen, dass das Geschäft mit dem ultimativen Luxus stagniert. Doch abgerechnet wird am Schluss, also nach dem 26. September.

Kleinere Jachten dominieren

Beim 25. Jubiläum der Monaco Yacht Show nehmen zwar 121 statt 115 Jachten im Vorjahr teil, allerdings gebührt der 85 Meter langen und für rund 175 Millionen Euro zum Verkauf stehenden "Solandge" der deutschen Lürssen-Werft diesmal der Titel der längsten Jacht der Messe. Nicht dass der von uns bereits im vorigen Jahr inspizierte Fünfdecker mit spektakulärem Exterieur und Interieur kein Highlight wäre.

Aber bei der Bootsmesse im Vorjahr waren noch 91,50 Meter der Equanimity das Maß der Dinge. Doch auch unter den "kleineren" Jachten, die für alle "Normalsterblichen" außerhalb der Jacht-Szene schon extrem beeindruckend wirken, sind interessante Neuheiten dabei.

Besonders stechen die 77 Meter lange "Silver Fast" mit ihrem schlanken silbernen Rumpf und 79,5 Millionen Euro Preisschild, der 76-Meter-Explorer "Yersin", die 66-Meter-Lürssen "Ester III" und die 55 Meter lange "Atlante" von CRN mit ihrem markanten Styling ins Auge.

Milliardäre bleiben unter sich

Doch die richtig "dicken Pötte" wie die derzeit längste Jacht "Azzam" mit 180 Meter, die 163 Meter lange "Eclipse" von Roman Abramowitsch oder die sich gerade in Kiel im Bau befindliche "A" (Projektname "White Pearl" und Nachfolgerin der gleichnamigen Motorjacht) mit 145 Metern die neue Superlative unter den Segeljachten wird man auf der Monaco Yacht Show kaum sehen.

Denn die größten der großen Jachten der Welt – zur Top 10 gehören inzwischen ausschließlich Längen über 138 Meter – werden selten bis nie öffentlich präsentiert. Auf speziellem Kundenwunsch und nach persönlichen, teils extravaganten Vorstellungen gebaut, werden die Mega- und Gigajachten oft auch nicht (offiziell) zum Charter angeboten und den Besitzer wechseln sie wenn überhaupt zumeist ganz diskret für mehrere hundert Millionen Euro.

In der elitären Welt der Multi-Milliardäre kennt man sich eben und sucht selten die Öffentlichkeit. Die wenigen auf Jachten dieser Dimension spezialisierten Werften mit entsprechend großen Bauplätzen haben es überwiegend mit dem vom Eigner ausgewählten Designer, dem zukünftigen Kapitän oder anderen Eigner-Vertretern zu tun, die den mehrjährigen Entstehungsprozess begleiten und überwachen.

Diskretion ist Trumpf - Explorer sind gefragt

Dementsprechend aufschlussreich und interessant sind die Gespräche mit ihnen. Beim Thema Design gehen die Meinungen natürlich weit auseinander: Ob futuristisch oder klassisch – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bei Längen jenseits der 100 Meter besteht für die Designer allerdings nicht unbedingt mehr die Notwendigkeit, extrem in die Breite und Höhe zu gehen. So entstehen elegante und reduzierte Entwürfe wie "Origami" von Philippe Briand, der sich bereits für die Linien schneller Segel-Jachten verantwortlich zeichnete. Auf der anderen Seite werden immer mehr voluminöse Explorer und World Cruiser bestellt. Mit denen wollen ihre zumeist schon erfahrenden Eigner nicht mehr (nur) im Hafen dümpeln, sondern abseits der bekannten Routen im Mittelmeer oder der Karibik auf weltweiten Reisen abgelegene Inseln im Pazifik oder die arktischen Gewässer für sich entdecken. Für solche Törns empfiehlt sich natürlich ein robuster Rumpf mit Eisklasse, modernste Technik an Bord beispielsweise mit einem Diesel-Elektro- oder Hybrid-Antrieb und idealerweise sogar zwei Helikopter-Landeplätze.

Um die ebenso praktischen wie sensiblen "Aero-Tender" vor aggressiver Salzluft zu schützen, werden sie zukünftig immer öfter in Hangars verstaut, die sich teilweise sogar im Rumpf "unsichtbar verstecken". Ansonsten ist eher militärischer Look als Eleganz gefragt.

Helikopter und Mini-U-Boote

Ganz im Stil von James Bond und seinen legendären Gegenspielern werden auch Mini-U-Boote als Millionen-teure "Toys" immer beliebter. Dass sich damit nicht nur farbenfrohe Korallenriffe in flachen Gewässern erkunden lassen, bewies vor einigen Monaten der Microsoft-Mitgründer Paul Allen mit dem Unterwassergefährt seiner 126 Meter langen "Octopus". Seit ihrem Stapellauf 2003 gilt sie als Paradebeispiel für einen modernen Explorer und verfügt neben dem U-Boot auch noch über einen Hubschrauber und ein Wasserflugzeug. Während einer Unterwasser-Expedition im Pazifik mit der "Octopus" wurde Anfang 2015 nach langer Suche in mehr als 1000 Metern Tiefe das Wrack des japanischen Schlachtschiffs "Musashi" gefunden. Doch neben seinen wissenschaftlichen Ambitionen feiert Paul Allen auch legendäre Partys, lädt Hollywood- und Musik-Stars dazu sowie zu seinen Reisen ein. Wie gut, dass seine "Octopus" nach dem aufwendigen SOLAS-Standard für kommerzielle Passagierschiffe zertifiziert ist und mehr als die ansonsten erlaubten zwölf Gäste an Bord nehmen kann. Allerdings sind dank des neuen Passenger Yacht Codes inzwischen auch mit weniger Auflagen bis zu 26 Gäste erlaubt. Die freuen sich dann sicher über grüne "Gärten" mit speziell gezüchteten Pflanzen, stetig größere Pools, Wellness-Areal und "Beachclubs" am Heck der Ozeankreuzer. Und die Eigner? Die fliehen vor dem Trubel und wünschen sich mehr Privatsphäre auf ihren "privaten" Schiffen und reservieren sich zunehmend ganze Decks für sich selbst – verrückte (Jacht-)Welt, oder? Bilder der Top-Jachten in Monaco sehen Sie in unserer Fotoshow.

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