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Privates Carsharing fällt bei Stiftung Warentest durch

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Stiftung Warentest  

Warum privates Carsharing noch nicht gut funktioniert

29.10.2015, 14:44 Uhr | SP-X

Privates Carsharing fällt bei Stiftung Warentest durch. Privates Carsharing: Das Tanken ist nur eines von vielen Problemen. (Quelle: SP-X / Lea Fuji )

Privates Carsharing: Das Tanken ist nur eines von vielen Problemen. (Quelle: SP-X / Lea Fuji )

Privates Carsharing klingt wie eine gute Idee - zumindest für Leute, die ihr eigenes Auto nicht zu wichtig nehmen. Ein Kunde leiht von einem Fremden ein Auto, wenn dieser es gerade nicht benötigt. Doch in der Praxis gibt es immer wieder Probleme - und zwar nicht nur mit dem Zustand der Fahrzeuge. So mussten die Tester beispielsweise bei einem Anbieter 22 Anfragen stellen, um überhaupt ein Auto mieten zu können.

Bereits seit einigen Jahren gibt es Plattformen, über die die privaten Mieter und Vermieter zusammen finden, trotzdem ist das Angebot sehr übersichtlich. Drei Anbieter haben die Tester unter die Lupe genommen, CarUnity - bei dem Autohersteller Opel mitwirkt -, Drivy und Tamyca. In Stichproben versuchten sie, über die Portale Fahrzeuge anzumieten und stießen auf verschiedene Schwierigkeiten.

Privates Carsharing in Berlin getestet 

Suchort war Berlin, doch selbst in der Hauptstadt standen nach Angaben der Testorganisation nicht viele Fahrzeuge zur Verfügung, so dass die Prüfer mitunter lange Anfahrtswege in Kauf nehmen mussten.

Sehr eingeschränkte Nutzung

Bei allen drei Portalen waren viele Anfragen nötig, um ein passendes Fahrzeug zu einem passenden Termin zu finden. Mehrere Vermieter reagierten gar nicht oder sagten kurzfristig ab - für jemanden, der zu einem fixen Zeitpunkt das Auto braucht, problematisch. 

Unklare Spritkosten

Bei der Übergabe der Fahrzeuge gab es auch Probleme: So waren mehrere Autos nicht vollgetankt, der Mieter muss bei der Rückgabe also schätzen, wie viel er auftanken muss - das birgt Konfliktpotenzial.

Autos mit nicht festgehaltenen Macken

Andere Vermieter übergaben ihr Fahrzeug mit großen Schrammen, die nicht vermerkt waren - hier muss man als Mieter sehr aufmerksam sein.

Auch nicht günstiger als "normales" Carsharing

Gleichzeitig waren die Preise auch nicht zwingend günstiger als wenn man bei einem gewerblichen Verleiher - Carsharing oder Mietwagenstation - gebucht hätte. Hinzu kommen die nach Angaben der Testorganisation teilweise zweifelhaften Versicherungsbedingungen.                         

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