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Tesla-Unfall mit Todesfolge: "Autopilot" von Behörden untersucht

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Tödlicher Tesla-Unfall  

Deutsche Behörden nehmen "Autopilot" unter die Lupe

10.07.2016, 08:05 Uhr | dpa

Tesla-Unfall mit Todesfolge: "Autopilot" von Behörden untersucht. Teilautonomes Fahren bei einem ADAC-Test. (Quelle: ADAC/Uwe Rattay)

Teilautonomes Fahren bei einem ADAC-Test. (Quelle: Uwe Rattay/ADAC)

Der tödliche Unfall mit einem Elektroauto der Marke Tesla schreckt auch deutsche Behörden auf. Sie wollen das genutzte Fahrassistenz-System "Autopilot" genauer unter die Lupe nehmen.

"Wir klären den technischen Sachstand auf", erklärte das Bundesverkehrsministerium zu einem Vorabbericht des Magazins "Der Spiegel".

Teslas Fahrassistent wird geprüft

"Momentan ist das eine normale Sachstandsgewinnung, die innerhalb von Kraftfahrt-Bundesamt und Ministerium läuft", teilte ein Sprecher mit. Der "Spiegel" schreibt in seiner neuen Ausgabe, es gehe um Hinweise, wonach bei dem Tesla-System Funktionen integriert worden seien, für die es im Rahmen der sogenannten Typgenehmigung keine Sicherheitsüberprüfung gegeben habe.

Autonomes Fahren mit Tesla. (Screenshot: ADAC)
Autonomes Fahren mit Tesla

Der ADAC hat den sogenannten Autopiloten in der Elektrolimousine Model S von Tesla unter die Lupe genommen.

So funktioniert autonomes Fahren mit Tesla


Ist das System rechtlich ok?

Konkret handele es sich um Funktionen für Überholvorgänge. Zudem hieß es in der "Süddeutschen Zeitung" ohne nähere Details, "Technikexperten der EU-Kommission" diskutierten, ob "Autopilot" von der Typzulassung gedeckt sei. Tesla kommentierte die Informationen zunächst nicht.

Tesla: "Autopilot" verführt zum Leichtsinn

Tesla hatte im vergangenen Herbst das "Autopilot"-System per Software-Update zur Verfügung gestellt. Es ist eine Kombination aus Fahrassistenz-Funktionen, mit denen das Auto vor allem Spur, Tempo und Abstand halten kann.

Tesla betonte stets, "Autopilot" mache die Wagen nicht zu selbstfahrenden Autos und die Fahrer müssten zu jeder Zeit die Kontrolle über die Verkehrs-Situation behalten. Zugleich zeigen zahlreiche Videos im Internet, dass viele Fahrer die Steuerung ganz dem System überließen.

Software und Kameras zum Teil noch überfordert

Zuletzt wurde bekannt, dass bereits Anfang Mai ein US-Fahrer starb, als sein Tesla mit eingeschalteter "Autopilot"-Funktion unter einen querenden Lastwagen-Anhänger fuhr. Nach Angaben von Tesla hielt die Software die weiße Seite des Anhängers für ein hochhängendes Autobahnschild.

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