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Porsche 550 Spyder hat Geschichte geschrieben

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Porsche 550 Spyder hat Geschichte geschrieben

04.11.2003, 11:36 Uhr | dpa

Der Spyder sorgte für Gesprächsstoff. (Foto: dpa)Der Spyder sorgte für Gesprächsstoff. (Foto: dpa)Er ist klein, vergleichsweise unscheinbar und wurde nur 90 Mal gebaut. Trotzdem hat der Porsche 550 Spyder in vielerlei Hinsicht Geschichte geschrieben. Er ist mit verantwortlich dafür, dass der Sportwagenbauer aus Stuttgart heute als Größe im Rennsport gilt - und auch, dass mancher Porsche Carrera heißt. Den Rennsport an sich hat der flache Spyder ebenfalls mit beeinflusst, fuhr er doch schon mit Sponsorenaufklebern umher, als dies noch unüblich war. Und dann ist da noch die Geschichte vom "Little Bastard": Dem "kleinen Bastard", in dem James Dean tödlich verunglückte.

Wenig Auto mit viel Leistung
Der Porsche Spyder wurde nur 90mal gebaut. (Foto: Porsche)Der Porsche Spyder wurde nur 90mal gebaut. (Foto: Porsche)Als der neue Porsche im Oktober 1953 auf dem Automobilsalon in Paris debütierte, ahnte niemand etwas von alldem. Es war noch nicht mal klar, ob es nicht bei einem Einzelstück bleiben sollte. Doch es gab genügend Nachfrage - der Preis wurde auf seinerzeit üppige 24 600 Mark festgelegt. Für ihr Geld bekamen die Kunden wenig Auto mit viel Leistung. Das Gewicht von 550 Kilogramm setzte sich vornehmlich aus dem aus Rohren geschweißten Plattformrahmen, Karosserieblechen und einem Motor zusammen. Laut Porsche war das Fahrzeuggewicht nicht der Anlass, den Neuen 550 Spyder zu nennen. Vielmehr war der Wagen die 550. Entwicklung, die das Werk vornahm. Der Begriff Spyder stammt übrigens aus dem Kutschenbau und bedeutet "leichter offener Wagen".

Große Geheimhaltung während Entwicklung
Das Herzstück des Spyder war der Motor - und um den ranken sich einige Legenden. Mit der Folge, dass der kleine Vierzylinder mit gerade einmal 1,5 Litern Hubraum gleich drei Namen bekam: Er war der Schubladen-Motor, der Fuhrmann-Motor und später der Carrera-Motor. Am Anfang stand die Schublade: Während der Entwicklungszeit durfte nur ein kleiner Kreis Auserwählter von dem Projekt wissen. Die ersten Teile wurden daher in einer Schublade unter der Werkbank gefertigt - die schob man zu, sobald sich Neugierige näherten.

Beeindruckender Erfolg in Carrera
Der Porsche Spyder (links) in Carrera. (Foto: Porsche)Der Porsche Spyder (links) in Carrera. (Foto: Porsche)Am geläufigsten ist unter Porsche-Anhängern die Bezeichnung Fuhrmann-Motor. Schließlich war es Ernst Fuhrmann, der das 81 kW/110 PS starke Aggregat konstruierte. Den Zusatz Carrera bekam der Motor, weil er 1954 einen beeindruckenden Erfolg ermöglichte. In jenem Jahr belegte der Rennfahrer Hans Herrmann mit einem 550 Spyder beim Langstreckenrennen Carrera Panamericana in Mexiko Platz drei. Um den Einsatz nicht zu kostspielig zu machen, prangten auf der Karosserie erstmals besagte Aufkleber mit Sponsorennamen - heute aus dem Motorsport nicht mehr wegzudenken. In Stuttgart war man so stolz auf den Erfolg, dass fortan alle Modelle mit Fuhrmann-Motor den Namenszusatz Carrera bekamen, wie der Motor auch. Später sollte es immer wieder sportliche Porsche-Modelle mit diesem Namen geben.

Deans "Little Bastard"
Der Porsche Spyder mit James Dean. (Foto: dpa)Der Porsche Spyder mit James Dean. (Foto: dpa)Solche Erfolge machten den Spyder auch bei den Hobbyrennfahrern in aller Welt bekannt. Einer von ihnen war James Dean. Der damals 24-jährige Schauspieler kaufte seinen Wagen kurz nach Abschluss der Dreharbeiten für den Hollywoodfilm "Giganten" und gab ihm auch gleich einen Namen. "Little Bastard" schrieb Dean an das Heck seines kleinen und biestigen Rennmobils. Aber Dean wollte mit dem Porsche nicht nur über die Highways rasen, er wollte Rennen fahren. Also machte er sich am 30. September 1955 gemeinsam mit Porsche-Mechaniker Rolf Wütherich auf den Weg zur Rennstrecke in Salinas im US-Bundesstaat Kalifornien.

Schicksalshafte Kollision
Es war 17.45 Uhr, als es zur schicksalhaften Kollision mit einem Ford Coupé kam. Später hieß es, der Ford-Fahrer habe den Porsche wegen der tief stehenden Sonne nicht gesehen, und Dean sei mit 85 Meilen (136 Stundenkilometer) statt der erlaubten 65 Meilen (104 Stundenkilometer) unterwegs gewesen. Was auch immer die Ursache war - es kam zum Zusammenstoß. Während Beifahrer Wütherich aus dem Wagen geschleudert wurde und schwer verletzt überlebte, starb Dean hinter dem Lenkrad.

Legenden um Dean-Porsche
Um das Wrack des Dean-Porsche spinnen sich bis heute schaurige Legenden. Als ein Ersatzteilhändler das stark zerstörte Auto kaufte, brach sich demnach beim Abladen ein Mechaniker ein Bein. Auch Kunden, die Teile aus dem ausgeschlachteten Wagen erwarben, sollen verunglückt sein - einige tödlich. Als die kalifornische Polizei später das Wrack für eine Sicherheits-Kampagne bekam, brannte eine Garage ab, in der auch der Porsche stand. Nur der Spyder wurde nicht zerstört. Bei einem Transport per Lkw soll dann der Fahrer bei einem Unfall ums Leben gekommen sein. Schlusspunkt der Geschichten ist ein weiterer Lkw-Transport 1960: Der Transporter erreichte sein Ziel, der Dean-Porsche aber verschwand spurlos.

Lange Liste von Spyder-Erfolgen
Der Spyder bei der Mille Miglia 1955. (Foto: Porsche)Der Spyder bei der Mille Miglia 1955. (Foto: Porsche)Wesentlich mehr Spuren hinterließen die übrigen 550 Spyder auf den Rennstrecken der Welt. Die Liste der Erfolge reicht vom Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans bis zum ersten Platz bei der legendären Targa Florio auf Sizilien - dem ersten Porsche-Sieg überhaupt bei einem Rennen der Marken-Weltmeisterschaft. Der kleine Spyder machte Porsche zur Größe im Rennsport, und vielleicht waren diese Erfolge auch nicht unschuldig daran, dass Motor-Konstrukteur Fuhrmann 1976 Vorstandsvorsitzender der Porsche AG wurde. Weniger vom Motorsport begeisterte Menschen hätten jedoch vermutlich lieber noch den einen oder anderen neuen Film mit James Dean gesehen.

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