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"Strich-Achter" - Vom spießigen 68er zum Kultobjekt

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Test und Technik  

"Strich-Achter" - Vom spießigen 68er zum Kultobjekt

02.10.2003, 11:38 Uhr | T-Online/dpa

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Mehr als 130 war nicht drin
Allerdings folgte dem rabiaten Start kein ebenso kraftvoller Arbeitsalltag. Das Thema Beschleunigung kann hier eher als kaum wahrnehmbarer Geschwindigkeitszuwachs bezeichnet werden. Die Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde soll in einigen Fällen tatsächlich auch in der Praxis erreicht worden sein - nach langem Anlauf ohne Gegenwind.

Aber es ging auch anders
/8 mit zwei Türen: das Coupé (Foto: DaimlerChrysler) /8 mit zwei Türen: das Coupé (Foto: DaimlerChrysler)Dieses Image gepflegter Langsamkeit dürfte manche "Strich-Achter"-Besitzer mangels Überholprestige zur Weißglut gebracht haben - denn das Auto konnte auch anders. Schließlich gab es die Limousine auch mit kräftigen Sechszylindern. Der 230 leistete immerhin 120 PS, der 250 kam auf 130 PS, und später gab es sogar noch den 280 E mit 185 PS. Für Menschen, die weniger auf vier Türen Wert legten, fand sich neben der Limousine auch eine noble Coupé-Variante mit den stärkeren Motoren im Programm.

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Eine fahrende Burg
Die Autokäufer überwanden ihre anfangs vorhandene Skepsis gegenüber der "Strich-Acht"-Limousine schnell und machten sie zu einem Erfolgsmodell. Ein Grund dafür dürfte auch das Gefühl der Sicherheit gewesen sein, das dieses Auto den Insassen bietet. Mehr noch als andere Mercedes-Typen vermittelt es das Gefühl, in einer Art fahrenden Burg zu sitzen, in der einem wenig passieren kann.

Sicherheit wurde groß geschrieben
Und tatsächlich hatte man bei Mercedes gerade für das Thema Sicherheit einiges getan: Einerseits war da ein modernes Fahrwerk, dazu gab es die seinerzeit noch nicht üblichen Scheibenbremsen an allen Rädern. Die Passagiere konnten im Falle eines Falles auf Knautschzonen und die feste Sicherheitszelle vertrauen. Außerdem wollte man mit gepolsterten Armaturen Verletzungen möglichst verhindern. Ab April 1973 waren dann auch Sicherheitsgurte und Kopfstützen vorn sowie eine Frontscheibe aus Verbundglas serienmäßig.

Modellpflege 1973
Die größte Veränderung erlebte der "Strich-Achter" Mitte 1973 - auch wenn viele die Unterschiede auf Anhieb nicht einmal bemerkten. Zu diesem Zeitpunkt nämlich erhielt die Modellreihe ihr Facelift, was unter anderem einen breiteren und flacheren Kühlergrill sowie geriffelte Schlussleuchten mit sich brachte - letztere sollten vor allem unempfindlicher gegen Verschmutzung sein, waren aber gerade bei den Dieselmodellen eifrig dabei, Ruß aus dem Auspuff auf ihrer Oberfläche zu sammeln. Zum Leidwesen vieler Autofahrer fielen mit der Modellpflege die ausklappbaren Dreiecksfenster in den vorderen Türen weg. In Sachen Motoren gab es zudem einen neuen Fünfzylinder-Diesel mit drei Litern Hubraum und 80 PS im 240 D 3.0.

Der "Strich-Achter" war ein Millionseller
Während ein Facelift in der Regel dazu dient, Verkaufszahlen einer altgedienten Baureihe vor dem nächsten Modellwechsel nicht allzu weit abfallen zu lassen, erreichte der "Strich-Achter" im Hinblick auf die Verkäufe erst im Alter seinen Höhepunkt. Das Maximum lag laut Mercedes bei 278.663 Exemplaren im Jahr 1975. Schon im Januar 1976 war eigentlich Schluss, als die neue Baureihe W 123 zu den Händlern rollte. Allerdings führte das zu einer ungewöhnlichen Begebenheit in der Autoindustrie: Obwohl der Neue bereits zu haben war, wurde der beliebte Vorgänger noch bis Dezember 1976 gebaut. Dadurch kam die Baureihe auf eine Gesamtstückzahl von 1,92 Millionen Exemplaren - das entspricht fast der Gesamtstückzahl aller anderen von 1946 bis zu diesem Zeitpunkt gebauten Mercedes-Personenwagen.

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