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Supersportwagen - Quercianella: Idee auf der Hochzeitsreise

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Supersportwagen  

Quercianella: Idee auf der Hochzeitsreise

29.03.2006, 12:25 Uhr | Spiegel-Online

Supersportwagen Quercianella (Foto: Quercianella)Supersportwagen Quercianella (Foto: Quercianella) In Solna, gleich im Norden Stockholms, entsteht derzeit ein Supersportwagen mit dem gar nicht schwedisch klingenden Namen Quercianella. Der Grund dafür ist eine Hochzeitsreise durch die Toskana, die der Unternehmer Clas Müller vor acht Jahren unternahm.#

Treffen mit einer Ikone
Quercianella ist ein Ort in der Nähe von Livorno, den die allermeisten Toskana-Reisenden links liegen lassen. Der frisch vermählte Schwede Clas Müller hingegen fuhr mit seiner Braut ganz gezielt nach Quercianella - und dieser Abstecher veränderte sein Leben. "Ich wolle unbedingt Giotto Bizzarrini besuchen, er ist für mich einer der größten noch lebenden Autokonstrukteure", sagt Müller. Bizzarrini, 1926 in Quercianella geboren und heute wieder dort lebend, hat bei Alfa Romeo und Ferrari gearbeitet und Sportwagen-Ikonen wie den 250 GTO und später den ISO A3C mitentwickelt.

Geburt des Quercianella
Spontan luden die Bizzarrinis den schwedischen Überraschungsbesuch ein. Schließlich hatte Müller von seinem Rennwagen-Oldie Bizzarrini Europa Corsa aus dem Jahre 1967 erzählt. Irgendwann zwischen Antipasti, Carne und Dolci stellte sich dann heraus, dass Bizzarrini nach wie vor konstruiert und tüftelt - und in Müller keimte ein kühner Plan. Aus der Idee wurde ein Projekt, ein Prototyp und schließlich der Quercianella, ein Supersportwagen der etwas anderen Art, dessen erste Kleinserienexemplare ab September verkauft werden sollen.

"Sehr, sehr leichter Supersportwagen"
"Wir nennen das Auto Baby-Supercar, weil es aussieht wie ein Supersportwagen, fährt wie ein Supersportwagen, aber nur halb so viel wiegt wie ein Supersportwagen", erklärt Müller. "Die meisten anderen Hersteller von exklusiven Straßenrennern bauen immer größere Motoren und steigern ständig die Leistung - das aber ist keine besonders große Herausforderung." Müller dagegen wollte ein Auto, das sich deutlich von diesem Prinzip abhebt. "Als Newcomer in diesem Geschäft muss man etwas Besonderes anbieten, wir haben daher einen sehr, sehr leichten Supersportwagen gebaut", sagt Müller.

Leichter V8
525 Kilogramm wiegt der Quercianella, und der Motor, ein 2,4-Liter-V8-Aggregat der britischen Firma Motopower trägt mit lediglich 74 Kilogramm dazu bei. Ansonsten helfen ein Kohlefaserchassis, 18-Zoll-Magnesium-Räder und der Verzicht auf jedweden Komfort beim Gewichtsparen. "Die Leute, die unser Auto kaufen, wollen wirklich Auto fahren. Sie brauchen dabei weder Klimaanlage oder Stereomusik oder Ledersitze." Fast überflüssig zu erwähnen, dass es auch keine elektronischen Hilfsmittel wie ABS oder ESP gibt, geschweige denn Airbags. Sicherheit gewähren allein Hosenträgergurte, eine Insassenzelle wie in der Formel-1 und ein versierter Fahrer.

Rasante Gleichung: 525 Kilo treffen auf 525 PS
Der mittig eingebaute Motor leistet, das lässt sich angesichts des Fahrzeuggewichts leicht merken, 525 PS. Er trägt das Kürzel RST-V8, nach den Initialen seiner Konstrukteure Russell Savory, Tony Hart und Simon Shaw. "Ein sehr schönes, sehr leichtes und sehr schnelles Triebwerk", schwärmt Baby-Supercar-Bauherr Müller. In drei Sekunden soll er das Auto von 0 auf Tempo 200 katapultieren, als Höchstgeschwindigkeit werden nur vage "mehr als 300 km/h" angegeben. Müller: "Höchstgeschwindigkeit, das ist eine Zahl für die Plauderei beim Abendessen. Eine Bedeutung hat sie nicht."

Ziel sind etwa 30 Baby-Supersportwagen pro Jahr
Clas Müller ist nicht besonders interessiert an Superlativen. Sein Ziel war ein Hightech-Sportwagen ohne den üblichen Hüftspeck. Und so scharte der Mann, der sein Geld als Berater für Markenstrategie verdient, in seiner Firma Laboratorio Bebi bis heute zehn Ingenieure und Designer um sich, die genau diesen Anspruch umsetzten. Wo die Quercianella-Produktion vonstatten gehen soll, ist noch nicht entschieden. "Es gibt derzeit noch drei Standorte, zwei davon außerhalb Schwedens, über die wir noch nachdenken", sagt Möller. In zwei Jahren, wenn sich die Kunde vom Baby-Supercar verbreitet hat, sollen 25 bis 30 Autos pro Jahr gefertigt werden.

Preis: rund 250.000 Euro
Wie teuer denn ein Quercianella sein werde? Nun, sagt Müller, so genau lasse sich das noch nicht kalkulieren. Denn da fast sämtliche Bauteile zugekauft werden, müsse man zuerst die konkreten Preise der Lieferanten wissen, um einen Preis ausrechnen zu können. "Eine Größenordnung aber kann ich durchaus schon nennen", erklärt Müller. Der Quercianella werde etwa halb so viel kosten wie die üblichen Supersportwagen aus der Extremliga. Also rund 250.000 Euro? "Das ist eine realistische Zahl."


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