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Schritt für Schritt auf Tempo 400

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Bugatti EB 16.4 Veyron  

Schritt für Schritt auf Tempo 400

11.03.2004, 12:20 Uhr

Von Frank Wald

Bugatti Veyron (Foto: Spiegel)Bugatti Veyron (Foto: Spiegel)Seit Jahren schon wird der Supersportwagen mit dem 1001 PS starken 16-Zylindermotor auf Messen ausgestellt. Doch die Auslieferung des eine Million Euro teuren Boliden wurde immer wieder verschoben, eine öffentliche Fahrvorstellung kurzfristig abgesagt. Mal gab es technische Probleme, mal haperte es an der Aerodynamik und der Fahrstabilität bei Erreichen der angepeilten Höchstgeschwindigkeit von 406 km/h. Am Ende stieg Bugatti-Chef Karl-Heinz Neumann aus und verabschiedete sich in den Ruhestand. Das ambitionierte Projekt, mit dem Ex-VW-Konzernlenker Ferdinand Piech sein Lebenswerk krönen wollte, drohte zum Millionen-Grab zu werden. Nun soll es doch noch zum technischen Vorzeigeprojekt des Konzerns ausgebaut werden.

Spitzentempo von mehr als 400 km/h
Vier Turbolader bringen 1001 PS (Foto: Spiegel)Vier Turbolader bringen 1001 PS (Foto: Spiegel)Dafür hatte VW-Chef Bernd Pischetsrieder Anfang Dezember den ehemaligen Manager der traditionsreichen Kölner Privatbank Sal.Oppenheim jr. & Cie und erfolgreichen Rennfahrer Thomas Bscher berufen. Und dessen erste Amtshandlung war es, die Markteinführung erst ein Mal auf das zweite Quartal 2005 zu verschieben. Denn "ein Diamant muss bis ins letzte Detail geschliffen werden, um seine ganze Brillanz zeigen zu können", sagt der 51-Jährige Bugatti-Chef. Weniger prosaisch formuliert: Die VW-Qualitätsansprüche, die für Volumenmodelle wie Golf oder Passat gelten, muss auch ein exklusiver und nur in geringer Stückzahl produzierter Supersportwagen wie der Bugatti EB 16.4 Veyron erfüllen. "Das braucht Zeit", sagt Bscher, "und wir werden uns diese Zeit nehmen".


"Eine spannende Aufgabe"
Innenraum: "Ein Diamant muss bis ins letzte Detail geschliffen werden". (Foto: Spiegel)Innenraum: "Ein Diamant muss bis ins letzte Detail geschliffen werden". (Foto: Spiegel)Der Mann, dem Bscher diese Aufgabe anvertraut und auf den er große Stücke hält, ist Wolfgang Schreiber. Der Technik-Chef kommt aus der VW-Forschung, war vor dem Bugatti-Job sieben Jahre in Wolfsburg Leiter der Getriebeentwicklung und hat dort unter anderem das DSG-Direktschaltgetriebe entwickelt, das zurzeit in VW und Audi-Modellen für Furore sorgt. "Eine spannende Aufgabe, die wir hinkriegen werden" sagt Schreiber, der dabei auf ein Team von rund 80 Ingenieuren zurückgreifen kann. Und die haben noch jede Menge zu tun. Demnächst steht der 50.000-Kilometer-Dauerlauf an, bei dem der Wagen auch unter extremer Kälte und Hitze bestehen muss. Ebenso wie der so genannten "Tokio-City-Test", bei dem über einige Stunden Stau und Stop-and-go simuliert wird.

Vier Turbolader bringen 1001 PS
Bugatti-Chefentwickler Wolfgang Schreiber. (Foto: Spiegel)Bugatti-Chefentwickler Wolfgang Schreiber. (Foto: Spiegel)An den ehrgeizigen technischen Daten des Ausnahme-Autos soll deshalb nichts verändert werden. Unter der noch von Ex-VW-Designchef Hartmut Warkuss "wunderschön geformten Karosserie" (Bscher) steckt immer noch der acht Liter große W16-Zylinder, der es mit vier Turboladern auf 1001 PS (736 kW) Leistung, ein Drehmoment von 1250 Newtonmeter und ein Spitzentempo über 400 km/h bringen soll. "Wir tasten uns Schritt für Schritt voran", sagt Schreiber, der es persönlich inzwischen bis auf 375 km/h gebracht hat - auch schon mal auf hiesigen Autobahnen. "Wenn Sie bei Tempo 200 aufs Gas treten, bleiben die Autos neben Ihnen, die ebenso schnell fahren, einfach stehen", beschreibt er sichtlich beeindruckt das Leistungsvermögen.

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Nummer eins ist schon vergeben
"Die 1001 PS sind garantiert", pflichtet ihm sein Chef bei. Genauso wie der Preis von einer Million Euro. Auch wenn Bscher nicht weiß, ob die rund 30 Kunden, die bereits einen Kaufvertrag unterschrieben hatten, daran festhalten werden. "Nach anderthalb Jahren Lieferzeit kann man nicht mehr von einer verbindlichen Geschäftsgrundlage sprechen". Doch immerhin, der Wagen mit der Produktionsnummer eins ist schon vergeben. "Ein bekannter Name" - der auf Diskretion vertrauen darf, wenn er 1000 Euro pro PS auf den Tisch legt.

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