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Konzeptauto: Der Beetle wird zum Biwak

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Konzeptauto  

Der Beetle wird zum Biwak

10.02.2006, 15:50 Uhr

Edak Biwak (Foto: Edak)Edak Biwak (Foto: Edak) Die Fuldaer Firma Edag wird beim Autosalon in Genf die Studie Biwak vorstellen. Das Auto auf Basis des VW New Beetle hebt sich deutlich vom bislang bei Neuwagen üblichen Hochglanz-Auftritt ab. Setzt sich der Modetrend "Vintage" nun auch bei Autos durch?#

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"Potenzial zum Volumenfahrzeug"
Der New Beetle von VW entstand zur Hochzeit der Retromobile als Reminiszenz an den legendären Käfer - doch weil der Erfolg ausblieb, wurde das Auto nie konsequent weitergedacht. Das haben nun die Ingenieure und Designer des Unternehmens Edag übernommen. Sie bauten den New Beetle zu einem Kombi aus, verpassten ihm eine hübsch strukturierte C-Säule und eine seitlich angeschlagene Hecktür. So habe das Auto, teilen die Hessen mit, das "Potenzial zum Volumenfahrzeug". Denn durch den extra Nutzraum werde die Studie Biwak als Familienauto, Freizeitmodell oder als Lieferwagen für Handwerker interessant.

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"Patina statt Hochglanz"
Die Form der Karosserie ist aber nur der eine Teil der Innovation. Der andere besteht in einer besonderen Note der Ausstattung. "Patina statt Hochglanz" lautet das Motto. Dahinter steht die Idee, dem Wunsch nach Individualisierung nicht durch eine stetige Erhöhung der Karosserievarianten, sondern viel mehr durch eine Steigerung der Ausstattungsversionen nachzukommen. Edag-Chefdesigner Johannes Barckmann erklärt: "Hochglanz-Lack und Chromelemente für den Bankangestellten - Reißlack, Stahlfelgen und Jeansstoff für den jugendlichen Rebell."

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Gegen den Hochglanz-Look
Je nach Zielgruppe soll der Look eines Autos verändert werden - ganz wie in der Mode. Das Konzeptauto Biwak soll demonstrieren, wie sich ein Auto zum Beispiel "im Geist der Grunge-Bewegung Anfang der 90er-Jahre" stylen lässt. Die Studie ist matt-beige lackiert, die Stoßfänger sind beledert, im Innenraum kommen Naturleder und Jeansstoff zum Einsatz. So soll "ein bewusster Kontrapunkt" gesetzt werden zum "sonst üblichen Hochglanz-Look von Neufahrzeugen", wie Edag mitteilt.

Auto im Used-Look
Sollte das Konzept in der Industrie Anklang finden, dürften in einigen Jahren die ersten durchgestylten Automobile auf die Straßen kommen. Bei nagelneuen Jeanshosen hat sich ja auch längst der "Used-Look" durchgesetzt, mit ausgefransten Säumen oder effektvoll hineingeschneiderten Rissen unterm Knie. Ganz so doll aber wird es bei Autos wohl nicht werden. Denn Rostflecken sind nun mal nicht sexy, aber vielleicht haben kleine Dellen und Kratzer demnächst das Zeug dazu.

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