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Sportwagen - Artega GT: Paragon stellt seinen neuen Boliden vor

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Sportwagen  

Artega GT: Bolide mit Bodenhaftung

15.03.2007, 13:18 Uhr | Spiegel-Online, t-online.de

Artega GT (Foto: Artega)Artega GT (Foto: Artega) Von Tom Grünweg

Weniger als fünf Sekunden von 0 auf 100, 300 PS, mehr als 270 km/h und höchstens 500 Autos pro Jahr. Das klingt nach Supersportwagen. Falsch: Denn der Artega GT will kein Exot sein - sondern ein Sportler für den Alltag. Und bezahlbar ist er auch.#

Foto-Show Artega GT

Zulieferer zeigt ein ganzes Auto

Eigentlich wollte Klaus Dieter Frers nur zeigen, dass seine Firma mehr kann, als Komponenten wie Klima-, Anzeige- oder Bedienelementen für die großen Autohersteller zu entwickeln. "Wir wollten unsere Systemkompetenz unter Beweis stellen und einmal ein ganzes Auto ausrüsten. Das haben selbst Größen wie Bosch noch nicht geschafft", berichtet der Chef des Zulieferers Paragon aus dem westfälischen Dellbrück.

Traum vom eigenen Wagen

Damit war die Idee vom Showcar geboren. Aber weil jeder "Carguy" den Traum vom eigenen Auto träumt, war der Schritt zur Kleinserie und der neuen Firma nicht mehr weit. Innerhalb von nur drei Jahren ist so die Marke Artega und als erstes Auto der GT entstanden, der bei der Weltpremiere in Genf zu einem Star des Salons avancierte und im nächsten Sommer in Serie gehen soll. Vielleicht ist die Entstehungsgeschichte neu, doch solche Projekte gibt es viele - sogar in Deutschland. Aber in der Regel entstehen daraus entweder sparsame Verzichtsfahrzeuge wie der Jet-Car oder der Loremo für umweltbewegte Öko-Aktivisten - oder exklusive Supersportwagen wie der Gumpert Apollo für eine handvoll PS-vernarrter Multimillionäre.

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Echtes Alltagsauto

Frers dagegen sucht sein Heil in der Goldenen Mitte und tritt in einer Liga an, in der auch Audi oder Porsche aktiv sind. Denn ähnlich wie der TT oder der Cayman will das silberne Coupé kein exotischer Ausnahmesportler sein, sondern ein echtes Alltagsauto. Und auch wenn die geplante Stückzahl für mehr Exklusivität spricht als bei Lamborghini oder Aston Martin, bewahren die Westfalen bei der Preiskalkulation die Bodenhaftung. "Mehr als 74.000 Euro wird das Serienfahrzeug nicht kosten", verspricht Frers.

Kleiner, aber eleganter Sportwagen

Dafür gibt es eine elegante Flunder, die mit ungewöhnlichen Proportionen aufwartet. "Kürzer als ein VW Polo, aber so breit wie eine S-Klasse von Mercedes", fasst Frers die Maße zusammen, aus der Zahlenfetischisten eine Länge von 3,95, eine Breite von 1,88 und eine Höhe von 1,18 Metern herauslesen können. Weil der Unterbau aus Aluminium und die Karosserie aus Kohlefaser das Gewicht auf etwa 1100 Kilo senken und der Motor wie bei jedem echten Sportwagen im Heck sitzt, hat der GT bei diesem Format das Zeug zum Kurvenfeger.

Der Artega soll langstreckentauglich sein

"Dennoch wird man darin bequem auf Reisen gehen können", verspricht Frers. Die Ledersitze sind komfortabel, und die Türen öffnen so weit, dass auch weniger sportliche Menschen bequem hinters Lenkrad gleiten können, unter die vordere Haube passen Pilotenkoffer und Kleidersack und hinter die Sitze weitere zwei Koffer oder die obligatorischen Golf-Bags. Sogar ein Kindersitz passt in den Fond, wenn der Beifahrer ganz nach vorn rückt.

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Neues Bedienkonzept

Weil Artega die Visitenkarte von Paragon ist, haben die Entwickler natürlich auch am Anzeige- und Bedienkonzept gefeilt und ein paar westfälische Innovationen eingebaut: Für Tacho und Drehzahl gibt es ein einzigartiges Rundinstrument mit Doppelzeiger. Und für Klima, Lüftung und Unterhaltung gibt es neue Sensorschaltflächen, die Knöpfe aus dem Cockpit verbannen.

VW-Technik für schnelle Sprints

Die "Hardware" allerdings, also den Motor und das Getriebe, hat Frers nicht selbst entwickelt, sondern sich bei einem seiner Kunden besorgt. Von VW übernimmt er den 3,6 Liter großen FSI-Motor aus dem Passat R36 und das hoch gelobte DSG-Getriebe, das mit dem Motor nach hinten in den Gitterrohrrahmen wandert. Im Datenblatt stehen dann 300 PS, 350 Newtonmeter und ein Leistungsgewicht von 3,6 PS pro Kilogramm. "Das reicht für einen Sprintwert unter fünf Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit über 270 km/h", sagt Frers.

Sportwagen-Experten helfen mit

Zwar ist Frers Initiator und Antreiber des Projekts, doch hat er eine Reihe von Experten ins Boot geholt, die für die Zukunft von Artega hoffen lassen. Das Design stammt von Henrik Fisker, der zuvor für Aston Martin und davor bei BMW gearbeitet hat. Bei der Technik halfen ehemalige Spitzenkräfte von Porsche in Weissach. Den Markennamen hat Manfred Gotta kreiert, auf dessen Konto auch Wortschöpfungen wie Smart oder Twingo gehen. Und um den Aufbau der Marke kümmert sich Karl-Heinz Kalbfell, der zuletzt Maserati und Alfa Romeo zurück auf die Straße des Erfolges geführt hat.

Ab 2008 geht es los

Natürlich gibt es gerade auf dem Genfer Salon alle Jahre wieder hochtrabende Projekte, die unmittelbar nach der Messe wieder im Sande verlaufen. Doch nicht nur die prominenten Partner glauben fest an den Erfolg. Auch Frers selbst ist davon überzeugt und wird deshalb konkreter als manch andere Newcomer auf dem Salon: Schon Ende des Monats gibt es in Dellbrück den ersten Spatenstich für das eigene Werk, das zum Jahreswechsel fertig wird und 2008 bereits 170 GTs produzieren soll. Schrittweise will Frers die Produktion auf 500 Autos pro Jahr erhöhen und die Modellpalette erweitern. Was ihm genau vorschwebt, behält er noch für sich. Doch wer das Auto auf dem Messestand lange genug anschaut, der sieht das Coupé schon als Roadster - zumindest vor dem geistigen Auge.

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