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Jaguar XF: S-Type-Nachfolger orientiert sich an japanischer Konkurrenz

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Obere Mittelklasse  

Jaguar XF: Brite im Kimono

28.08.2007, 12:10 Uhr | Spiegel-Online, t-online.de

Jaguar XF (Foto: Jaguar)Jaguar XF (Foto: Jaguar) Von Tom Grünweg

Der angeschlagene Traditionshersteller Jaguar krempelt sein Designkonzept komplett um. Beim S-Type-Nachfolger XF ist vom britischen Barock früherer Modelle nichts mehr übrig - die Ford-Tochter orientiert sich stattdessen an der japanischen Konkurrenz.

Foto-Show Der neue Jaguar XF
Foto-Show Jaguar XF-C
IAA-Fototicker Alle Neuheiten auf einen Blick

IAA-Rectangle

Neustart beim Design
Ian Callum kann stundenlang über Farben und Formen philosophieren. "Doch eigentlich muss ein Auto für sich selbst sprechen", sagt der Jaguar-Chefdesigner. In einem Privatpark vor den Toren Londons lässt der Brite den neuen XF bereits vor der offiziellen Enthüllung auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) einige Runden durch den englischen Nieselregen drehen. Was da bei der Vorpremiere als Nachfolger des Modells S-Type durch den Garten rollt, hat mit dem bisherigen Barock der urbritischen Marke Jaguar nichts mehr zu tun. Ein Stilwechsel sei dringend nötig gewesen, sagt Callum, der Jaguar ein neues Gesicht geben will.

Abschied vom Barock
"Nachdem uns beim Oberklassemodell XJ vorgeworfen wurde, dass man den neuen nicht vom alten unterscheiden könne, sollte das nicht noch einmal passieren", erklärt der Designer den Abschied von den überladenen Formen. Der Neue schreibt die Designlinie des Sportwagens XK fort. Allerdings ist das XF-Serienmodell lange nicht so böse geraten wie die erste Studie, die im Januar in Detroit enthüllt worden war.

Foto-Show Jaguar XJ Facelift
Fahrbericht Jaguar XJ V6 Diesel

Jaguar orientiert sich an Lexus
Die Frontpartie lebt zwar noch immer vom deutlich eingezogenen Kühlergrill mit den verchromten Drahtwaben, der modellierten Motorhaube und den neuerdings unter einem Deckglas vereinten Doppelscheinwerfern, die von der Motorhaube kess angeschnitten werden. Doch trotz der ruhigen Silhouette mit ganz wenigen Linien, den auffälligen Kiemen hinter den Rädern und der eleganten Chromeinfassung der Fenster wirkt die auf 4,96 Meter gestreckte Limousine aus manchen Perspektiven sehr asiatisch. Grund hierfür ist, dass Jaguar auf seinem Hauptmarkt USA vor allem gegen die Autos der Toyota-Premiummarke Lexus antritt. Mit denen, so das Kalkül, werden die amerikanischen Kunden den Hoffnungsträger XF zuerst vergleichen.

Foto-Show Jaguar XKR
Foto-Show Jaguar XK
Foto-Show Jaguar XK Cabrio

Trotz schnittiger Karosse viel Platz
Das Dach des XF wurde im Vergleich zur Studie leicht angehoben, um Platz für die Fondinsassen zu schaffen. Und der Kofferraumdeckel ragt nun auch höher hinaus. Das schafft zum einen Raum für 500 Liter Gepäck und macht den XF nach Aussage von Callum zum windschnittigsten Jaguar seit dem Supersportler XJ 220. Während der XF außen deutlich geglättet wurde, hat er sich innen viel vom Reiz der Studie bewahrt. Die Materialauswahl kombiniere Vergangenes und Neues, "weil wir wie immer Holz und Leder einsetzen, es diesmal aber mit viel Aluminium kombinieren und so sehr modern aussehen lassen", sagt Callum. Die Platzverhältnisse sind (bei 2,90 Meter Radstand) auch im Fond ganz ordentlich. "Wir haben die gleiche Beinfreiheit wie Audi und BMW", sagt Projektleiter Mick Mohan.

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Der Innenraum wird zum Holodeck
Den größten Reiz bietet der XF beim Erstkontakt. Sobald man den Wagen öffnet, beginnt der Startknopf rot zu pulsieren. Auf Knopfdruck surrt erst der neue Schaltknauf aus der Versenkung herauf, dann drehen sich die Lüftungsdüsen im Cockpit einmal geräuschlos um die eigene Achse und rücken in Position. Und weil zu jeder Show auch Lichteffekte gehören, schimmern die Schalter und aus den Instrumenten strahlt es azurblau. Fährt James Bond nicht eigentlich Aston Martin? Für Projektleiter Mohan ist der XF nicht nur wegen des Designs ein XK mit vier Türen. "Auch weite Teile des Fahrwerks, das Getriebe und die meisten Motoren stammen aus dem Sportwagen", erläutert der Entwickler. Vier Motoren stehen zunächst zur Auswahl. Den Einstieg markiert eine drei Liter große V6-Maschine mit 238 PS, neben der es als Tribut an die Vernunft den 207 PS starken V6-Diesel aus der Kooperation mit Peugeot und Citroën geben wird.

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Stramme Motoren mit üppiger Leistung
Darüber bietet Jaguar den bekannten Achtzylinder an, der bei 4,2 Litern Hubraum als Sauger auf 298 und mit Kompressor auf 416 PS kommt. Der Diesel erreicht laut Jaguar eine Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h, der V6-Benziner schafft 237 und die beiden V8-Modelle werden bei 250 km/h abgeregelt. Den Verbrauch für die Benziner gibt Jaguar mit 10,8 bis 12,6 Litern an, was einem CO2-Ausstoß von 259 bis 299 Gramm pro Kilometer entspricht. Die Werte für den Diesel liegen noch nicht vor. Ebenfalls vom XK stammen viele Assistenz-, Komfort- und Sicherheitssysteme. So bekommt auch der XF eine sogenannte aktive Motorhaube für den Fußgängerschutz und einen Tempomat, der den Abstand zum Vorausfahrenden regelt. Außerdem gibt es eine Kamera für den toten Winkel und eine, die beim Rangieren hilft.

Aktuelle Meldungen Autogramm

Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Weiterhin kein Kombi
Nur mit einem können die Briten, die der Ford-Konzern so rasch wie möglich verkaufen will, anders als ihre Wettbewerber nicht dienen: mit Karosserievarianten. "Wir haben durchaus eine Reihe von Fahrzeuggattungen durchgespielt und zum Beispiel einen sehr sportlichen Kombi gezeichnet", sagt Callum. Doch mehr als eine schöne Phantasie wird daraus nicht werden. "Unser wichtigster Markt sind die USA. Solange dort niemand einen Kombi kauft, lohnt sich ein solches Modell für uns einfach nicht", so Callum. Bei Mercedes oder Audi sei das anders, auch wegen der höheren Stückzahlen. 280.000 S-Type-Modelle hat Jaguar seit dem Debüt 1999 weltweit verkauft; dieses Volumen schafft Mercedes mit der E-Klasse in gut einem Jahr.


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