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Spirra - Wenn Koreaner Krallen zeigen

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Sportwagenprojekt  

Spirra - Wenn Koreaner Krallen zeigen

02.05.2008, 11:30 Uhr | Tom Gründweg, Spiegel-Online

Sportwagen-Studie aus Korea: Spirra S (Foto: Oullim Motors)Sportwagen-Studie aus Korea: Spirra S (Foto: Oullim Motors) Italiener schwärmen von Ferrari, Deutsche setzen auf Porsche, Amerikaner schwören auf die Corvette. Und die Koreaner? Sie bauen zwar mehr Autos als Frankreich oder Italien, doch ein Traumwagen ist nicht dabei. Das soll sich ändern.#

Foto-Show Spirra S

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Traumwagen aus Korea gesucht

Aus Südkorea kommen gute und günstige Autos - das hat mittlerweile wohl auch der letzte Zweifler akzeptiert. Nicht umsonst sind die Konzernschwestern Kia und Hyundai inzwischen auf den sechsten Platz der automobilen Weltrangliste aufgerückt. Gelungen ist dies mit biederen, aber üppig ausgestatteten Limousinen, bulligen SUV-Modellen und billigen Klein- oder Kompaktwagen. Leidenschaftliche Sportlichkeit und hinreißende Optik blieben dabei allerdings auf der Strecke. Bis heute haben die koreanischen Marken trotz aller Vielfalt noch immer keinen Traumwagen im Sortiment.

Konkurrenz für Ferrari & Co.

Das fiel offenbar auch den Entwickler bei Oullim Motors in Seoul auf. Seit drei Jahren tüfteln sie deshalb an einem Renner, der es mit den Supersportwagen aus Europa und Amerika aufnehmen soll. Jetzt endlich haben sie ihr erstes Ziel erreicht: Auf der Auto China in Peking wurde das Modell Spirra S enthüllt. Weiß wie die Unschuld duckt sich der 4,36 Meter kurze Zweisitzer bei nur 1,22 Metern Höhe so tief auf die Straße, dass er fast unter jedem Rückspiegel durchtauchen könnte

Seriennahe Studie

Glaubt man dem Personal auf dem Messestand, ist das Coupé viel mehr als eine Studie. Der Innenraum des Wagens zeigt Carbonteile und vornehme Lederoberflächen, es gibt enge Sportsitzen und schöne Rennschalter im Cockpit. "Schon im Sommer soll der Verkauf beginnen", sagt ein Firmensprecher. "Und wenn alles glatt geht, wird der Spirra im nächsten Jahr auch exportiert."

Foto-Show Nissan GT-R

Ab 2010 auch in Europa

Zuerst denken die Koreaner dabei an die PS-vernarrten Amerikaner. "Doch spätestens 2010 könnten wir den Wagen auch in Europa anbieten", heißt es selbstbewusst. Ausreichend Produktionskapazität ist bereits eingeplant. "In Korea wollen wir rund 100 Autos im Jahr verkaufen", sagt ein Firmensprecher, "aber bauen können wir die dreifache Menge." Einen Preis gibt es ebenfalls: Das Auto soll in der Grundversion rund 100.000 Dollar plus Steuern kosten.

Foto-Show Lexus LF-A Roadster
Foto-Show Lexus LF-A (2007)

V6-Motor aus dem Hyundai-Regal

Es geht hier also nicht um einen Sportwagen unter dem Motto "wir können auch etwas schneller". Sondern die Neueinsteiger aus Fernost wollen gleich in Vollgas-Champions-League mitmischen. Messerscharf gezeichnet und potent motorisiert, soll die Flunder gegen Ferrari & Co. an den Start gehen. Dafür setzt der Spirra auf einen Motor, der nur auf den ersten Blick bescheiden wirkt. Hinter den beiden Sitzen röhrt ein 2,7 Liter V6-Aggregat aus dem Hyundai-Regal, das dort zum Beispiel im Hyundai Coupé nicht eben berauschende 165 PS leistet.

Aus dem Stand unter fünf Sekunden von 0-100km/h

Weil aber beim Spirra Alurahmen und Karbon-Karosserie das Gewicht unter tausend Kilo drücken und Oullim Motors dem Sechszylinder kräftig Dampf macht, wird ursprüngliche Antrieb für den Gleiter zum Fighter. Schon im Basismodell des Sportwagens steigt die Leistung der Maschine mit Hilfe eines Kompressors auf 400 PS. Mit rund 350 Newtonmetern, die über ein konventionelles Sechsganggetriebe an die Hinterachse geleitet werden, beschleunigt die Spirra S in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 und gibt sich erst bei 305 km/h dem Luftwiderstand geschlagen.

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Bis zu 600 PS sind möglich

Doch die Version Spirra S soll nur der Anfang sein. Parallel zum Kompressor-Modell entwickelt Oullim auch Varianten mit einem oder auch zwei Turboladern und sequentiellem Renngetriebe. Der stärkste Korea-Kracher kommt dann auf 600 PS und 555 Nm, was in Fahrleistungen übersetzt ein Sprint in 3,2 Sekunden auf Tempo 100 möglich macht und eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h. Bei diesem Tempo halten nur noch ganz wenige Spitzensportler aus dem Rest der Welt mit.

Das Gesamtbild stimmt zuversichtlich

Zumindest auf dem dicht umlagerten Messestand bei der Auto China in Peking wirkt der Wagen so, als könne er tatsächlich halten, was das Datenblatt verspricht. Das Design ist stimmig, der Verarbeitung macht einen ordentlichen Eindruck, und auch die Wahl europäischer Zulieferer wie Recaro für die Sitze, Momo für das Sportlenkrad oder Brembo für die Rennbremsen zeugen von den ernsthaften Absichten der Koreaner.

Raubkatze aus Korea als Logo

Auch das Logo der neuen Marke ist mit Bedacht gewählt. Denn die zähnefletschende Raubkatze auf der Haube darf nur als bissiger Gruß an das Pferd von Ferrari und den Stier von Lamborghini verstanden werden, sondern vor allem als Reminiszenz an den koreanischen Tiger. Dass der längst ausgestorben ist, gilt für die Ingenieure nicht als schlechtes Omen - schließlich geht das Leben der Raubkatze auf vier Rädern ja erst los.

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