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Kompakt-SUV: Prototyp BMW X1 wird auf der IAA vorgestellt

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Kompakt-SUV  

Prototyp BMW X1 - der X3er

17.06.2009, 13:56 Uhr | Thomas Weiss, AS24

Kaum noch getarnt: BMW X1 (Foto: SB-Medien)Kaum noch getarnt: BMW X1 (Foto: SB-Medien) Wenn es ein Fahrzeug-Segment in der Wirtschaftskrise erwischt hat, dann das der SUV. Glück für BMW mag man meinen, baut der bayerische Hersteller nach eigenen Angaben doch gar keine SUV, sondern SAV - Sports ActivityVehicles. Viel wichtiger jedoch ist die Erkenntnis in München,  dass S-wasauchimmer-V es auch nach der Auto-Flaute nicht leicht haben werden ihre Käufer zu finden - die finden sie einfach nicht mehr politisch korrekt. „Downsizing“ soll es richten und der neue X1 überzeugen. Und eine Ausfahrt im seriennahen Prototyp sollte das klären können.#

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Kleines X-Modell?

Die Kommunikationsabteilungen eines Herstellers haben manchmal alle Hände voll zu tun, um ein neues Fahrzeugkonzept zu erklären oder ein neues Segment zu positionieren. Was man jedoch kaum mehr erklären muss ist der Drang zum sogenannten Downsizing. Dieser Ansatz des „eine Nummer kleiner geht doch auch“ soll der BMW X1 ab Herbst 2009 bei den Münchener SUV in die Tat umsetzen. Doch bei genauerer Betrachtung ist das eine Mogelpackung, denn wirklich kleiner wird der X1 nur im Vergleich mit dem X3 der kommenden Generation sein. Verglichen mit dem aktuellen X3 fällt die Schrumpfkur - vor allem was den Innenraum angeht - kaum auf. Mit zwei wichtigen Ausnahmen: er ist deutlich flacher und fühlt sich viel kleiner an.

BMW X1 Gebrauchtwagen

Fahrwerk basiert auf dem 3er

Fahrwerksseitig basiert der X1 auf dem aktuellen 3er BMW, die verbauten Komponenten sowie Motoren und Getriebe, Antriebstrang und Lenkung in den von uns gefahrenen Erprobungsfahrzeugen entsprechen bereits der Serie. Diese fühlbaren Komponenten sind es, die das Fahrerlebnis prägen. Für den Einsatz im X1 wurden die Fahrwerkskomponenten des 3ers modifiziert, was vor allem wegen der höheren Bodenfreiheit (sie liegt zehn Millimeter niedriger als im X3) und der daraus resultierenden, veränderten Kinematik notwendig wurde. Den X-drive genannten Allradantrieb kennt man ebenfalls vom 3er, auch hier beschränken sich die Modifikationen in der Anpassung, in diesem Fall der Regelelektronik.

Über 200 PS im X1

Zur sommerlichen Ausfahrt auf Mallorca stand uns eine passende Motorisierung zur Verfügung: der aus dem 1er bekannte Zwei-Liter Doppelturbo mit über 200 PS als X1 xdrive23. Das Getriebe ist eine Sechs-Gang Automatik von ZF, die wahlweise auch manuell und über Schaltpaddel am Lenkrad bedient werden kann. Die Automatik überzeugt mit schnellen und komfortablen Gangwechseln allein die Schaltpaddel sind nicht so intuitiv wie man sich dies wünschen würde: statt“ links runter, rechts rauf“ heißt es „mit dem Daumen rauf, mit den anderen Fingern runter“.

Wenig dynamisches Kurvenverhalten

Fahrwerk und Allradantrieb des X1 bildeten den Schwerpunkt bei der Fahrzeugentwicklung. Schließlich soll der kleinste X noch agiler sein als der aktuelle X3, jedoch gleichzeitig komfortabler. Allradantriebe kämpfen jedoch konstruktionsbedingt mit dem Problem des Untersteuerns, das heißt der Wagen schiebt in der Kurve (und vor allem beim dynamischen Einlenken) zunächst über die Vorderräder zum Kurvenaußenrand. Das passt wahrlich nicht zu einer dynamischen Marke wie BMW.

Kein aktives Differenzial an der Hinterachse

Doch der X1 kann dies nicht wie sein großer Bruder X6 mit einem aktiven Hinterachsdifferenzial (Dynamic Performance Control) kompensieren, was erstens schade und zweitens unverständlich ist. Dieses überzeugende Bauteil wäre schließlich (Baukastensystem sei Dank) prinzipiell in allen aktuellen BMW-Baureihen vom 1er bis zum 7er integrierbar - zu einem Aufpreis von etwas über 1000 Euro. Dennoch ist es den Fahrwerksentwicklern gelungen durch eine intelligente elektronische Regelung dem neuesten 4x4 ein überraschend sicheres und flottes Handling anzuerziehen, ein sichtbares Resultat des sogenannten Integrated Chassis Management, bei dem alle regelbaren Antriebs- und Fahrwerkskomponenten zentral und in Abhängigkeit vom Fahrzustand in Sekundenbruchteilen gesteuert werden.

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Viel Platz im Innenraum

Passend zum angesichts der Agilität überraschenden Komfort fällt der Innenraum - ebenso überraschend - großzügig aus. Vor allem auf der Rückbank können sich hochgewachsene Passagiere über eine beachtliche Kopffreiheit freuen, trotz formatfüllendem Panoramadach. Auch vorne können mich Kopf- und Ellenbogenfreiheit überzeugen und mir kommt spontan die Frage in den Sinn wer denn noch einen X3 braucht, der innen kaum größer ist. Das Armaturenbrett darf ich nicht fotografieren, denn einige der Materialien entsprechen noch nicht der späteren Serie. Zugegeben ein paar Plastikteile des Prototypen entsprechen nicht den BMW-üblichen Standards, doch das Design ist fertig und überzeugt auf Anhieb: Großer Bildschirm für Navi, Audio und iDrive, simpel bedienbare Klimaanlage und CD-Radio, iPod und AUX-Eingang in der Mittekonsole.

Fazit: Der X1 ist der bessere X3

Um es in einem (vorläufigen) Fazit klar zu sagen: Der X1 wird der bessere X3. Für viele wird er auch der bessere 3er sein, denn immerhin gibt es den ja nicht mit dem vorzüglichen Doppelturbo namens 23d. Bezüglich des X3 kann man deshalb mit Sicherheit annehmen, dass dessen 2te Generation (ab Ende 2010) deutlich an Größe zulegen wird, denn das hat erstens der X5 schon vorgemacht und zweitens muss ein Kaufgrund gegenüber dem X1 bestehen.

Drei Motoren zum Start

Die zur Markteinführung (Weltpremiere auf der IAA) geplanten Motoren stehen bereits fest: neben dem angetesteten 23d ist der 20d (177 PS) ebenso gesetzt wie der vorläufig einzige Benziner namens 28i (ca. 250 PS) mit gedrosseltem Drei-Liter Reihensechszylinder.

X1 könnte bei 30.000 Euro starten

Noch nicht beschlossen ist die X1 Variante mit Hinterradantrieb. Sinnvoll ist sie jedoch aus mehreren Gründen: Erstens ist das in diesem Segment üblich (VW Tiguan und Volvo XC60 machen das vor), zweitens wäre es glaubwürdig, denn es würde dem Wort „Downsizing“ mehr Gewicht verleihen. Aber drittens ist das auch logisch, denn deutlicher als mit einem Heckantrieb kann man das sinnvolle Karosseriekonzept eines SUV nicht als SAV verkaufen. Nach der noch offenen Preisfrage (ein X1 Xdrive20d könnte ab etwa 30.000 Euro starten) bleibt noch ein letzter Wunsch: Die Dynamik Performance Control für den X1 - die hat nicht umsonst unseren Innovationspreis beim AutoScout24 Internet Auto Award 2008 gewonnen…

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