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Opel Insignia OPC - dezente Höchstleistung

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Opel Insignia OPC im erstes Praxis-Check

07.07.2009, 11:51 Uhr | mid

Opel Insignia OPC  (Foto: Opel)Opel Insignia OPC (Foto: Opel) Nach der Spritsparversion stellt Opel nun die Sportvariante seines neuen Mittelklasse-Flaggschiffs vor. Der Insignia OPC markiert mit 325 PS die Leistungsspitze der Baureihe und bringt seine Kraft über alle vier Räder auf die Straße. Der Sportler mit Reisequalitäten steht ab Herbst für 44.900 Euro beim Händler.#

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Premiummarken beherrschen das Segment

Der leistungsstarke Mittelklässler, der von Beginn an als Stufenheck, Fließheck und Kombi angeboten wird, besetzt eine kleine, aber imageträchtige Nische. Unter den Volumenmarken bietet lediglich Volkswagen mit dem VW Passat R36 ein vergleichbares Modell. Ansonsten ist der Markt fest in der Hand der Premium-Sportler BMW M3, Audi S4 und Mercedes-Benz C 63 AMG.

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Recht wenig Krawalloptik

Dementsprechend setzt auch der vom Opel Performance Center aufgerüstete Insignia OPC äußerlich auf muskulöse Seriosität. Von der Krawalloptik, die etwa noch den Hochleistungskleinwagen Opel Corsa OPC prägt, ist nichts zu sehen.

Säbelzahnartige Lufteinlässe

Trotzdem ist der stärkste Insignia auf den ersten Blick als Top-Modell zu erkennen. An der Front sorgen zwei säbelzahnartige Lufteinlässe für einen Achtung gebietenden Auftritt im Rückspiegel des Vordermannes. Seitlich fallen Kiemen vor den vorderen Radkästen, tief gezogene Schweller und ein kleiner Heckspoiler auf. Felgen gibt es wahlweise in 19 Zoll oder 20 Zoll, durch die Speichen schimmern blau lackierte Brembo-Bremssättel. Am Heck finden sich zwei dreieckige Endrohre.

Sportliche Accessoires

Der bereits in der Standardversion sehr gefällige Innenraum wurde mit einigen sportlichen Accessoires aufgewertet, unter anderem gibt es zahlreiche OPC-Embleme, einen schwarzen Dachhimmel und ein unten abgeflachtes Sportlenkrad. Besonders gelungen sind die vielfach verstellbaren, Rücken schonenden Recaro Sportsitze für 1600 Euro Aufpreis.

Um zehn Millimeter tiefer gelegt

Die prägenden Änderungen wurden jedoch unter dem Blech vorgenommen. Basis der OPC-Version bildet das Sechszylinder-Allradmodell. Mit einer Tieferlegung um zehn Millimeter, einer komplett neuen Radaufhängung an der Vorderachse und einem elektronischen Sperrdifferential für die Hinterachse wurden die Fahreigenschaften verschärft.

Drei Fahrprogramme zur Auswahl

Das bekannte aktive Fahrwerk kommt neu programmiert daher und bietet neben der standardmäßigen Langstreckeneinstellung "Tour" die zwei Dynamikprogramme "Sport" und "OPC". Per Knopfdruck lässt sich das Chassis so steifer einstellen, Gasannahme und Lenkung werden direkter. Unterm Strich bietet der Insignia ein sportliches, aber trotzdem sehr ausgewogenes Fahrwerk, mit dem man auf langen Autobahnetappen ebenso gut fährt wie auf verschlungenen Landstraßen.

325 statt früher 280 PS

Beim Antrieb bleiben die Rüsselsheimer dem 2,8-Liter-V6-Benziner aus dem Vorgänger treu. Leistete das Turbo-Triebwerk bislang 280 PS, kommt es nach umfangreichen Modifikationen an Einspritzung, Aufladung und Abgasstrang nun auf 325 PS. Gleichzeitig wurde die Motorcharakteristik komplett geändert. Trotz Turbolader fährt sich der Insignia OPC nun, als hätte er einen großvolumigen Saugmotor.

Insignia OPC muss hochtourig gefahren werden

Die Durchzugskraft baut sich aus dem Drehzahlkeller langsam und gleichmäßig auf, erst bei 5250 Touren steht das maximale Drehmoment von 435 Nm zur Verfügung. Von dem typischen Turbo-Tritt in den Rücken ist beim eher kultivierten Sechszylinder nichts zu spüren. In der Folge wirkt der Motor subjektiv nicht immer so kräftig, wie es die Papierform verspricht.

Sehr hoher Verbrauch

Das nötige hohe Drehzahlniveau schlägt sich zudem im Verbrauch nieder; die vom Hersteller angegebenen 11,4 Liter bei der Limousine sind kaum zu erreichen. Nicht überzeugen kann das Getriebe; die Schaltwege sind für sportliches Fahren deutlich zu lang, die Gassen manchmal nur mit Hakeln zu finden.

Viel drin im Inneren

Bei der Ausstattung bleiben wenig Wünsche offen. Immer an Bord sind unter anderem Klimaanlage, CD-Radio, sechs Airbags und Tagfahrlicht. Hinzu gekauft werden kann etwa das adaptive Fahrlicht, das die Ausleuchtung an die Straßenverhältnisse anpasst, eine Frontkamera mit Verkehrszeichenerkennung und Einparkhilfen. Letztere sind auch durchaus empfehlenswert, da die Übersichtlichkeit der OPC-Version genauso eingeschränkt ist wie bei den Standard-Ausführungen.

Nicht arg viel Nachfrage

Großen Absatz macht Opel mit seinen OPC-Modellen nicht. Lediglich 50.000 Einheiten aus den verschiedenen Baureihen sind in Europa in den vergangenen zehn Jahren verkauft worden. Daran wird wohl auch der Insignia OPC trotz des günstigen Preises - ein Audi S4 ist locker 6000 Euro teurer, ein BMW M3 gar 21.000 Euro - kaum etwas ändern.Der Imagegewinn gleicht das aber aus: Mit der OPC-Variante hat die Insignia-Palette einen angemessenen Abschluss nach oben gefunden, der die guten Charakterzüge seiner Brüder aufnimmt und verfeinert.

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