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BMW X6 M - ein SUV in der Schikane

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BMW X6 M - ein SUV in der Schikane

08.07.2009, 14:18 Uhr | Tom Grünweg

BMW X6 M (Foto: United Pictures)BMW X6 M (Foto: United Pictures) Schwer wie ein Kleinlaster, stark wie ein Geländewagen, schnell wie ein Rennauto - der neue BMW X6 M soll viele Extreme vereinen. Technisch verdient das teuerste und stärkste Modell der Bayern durchaus Anerkennung. Doch die Verbrauchswerte sind nicht zeitgemäß.#

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BMW X6 M für gut 108.000 Euro

Wer will, dem wird gegeben. Schon immer hat die Autoindustrie die Wünsche solventer Kunden gern erfüllt. Mercedes verdient gut am Vollgas-SUV ML 63 AMG und Porsche verkauft außerhalb Deutschlands noch immer überraschend viele Cayenne Turbo - da will BMW nicht länger hinten anstehen. Deshalb bietet jetzt auch die hauseigene Veredelungssparte M GmbH einen getunten X6 für 108.500 Euro an. Es ist der erste Allradler von BMW, der es mit jedem Sportwagen aufnehmen kann. Wer die Motorleistung begehrt, und zugleich das Alibi von fünf Sitzplätzen und üppigem Kofferraum benötigt, kann das Technikpaket der M-GmbH auch im X5 M bestellen - das ist dann 2500 Euro billiger.

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Nachfrage ist vorhanden

"Wir müssen uns fragen lassen, ob so ein Auto in die Zeit passt", räumt der gerade erst berufene M-Chef Kay Segler ein. Seine Antwort: Überall auf der Welt gibt es Märkte, die vehement so ein Auto gefordert haben." Dazu gehören etwa die USA, Russland, China und Arabien. Warum also sollte die M GmbH, die allein im vergangenen Jahr 25.000 Autos verkauft hat, Kunden zur Konkurrenz ziehen lassen, die einen Haufen Geld für ein Hightech-Paket auszugeben bereit sind.

Rollendes Symbol der Unvernunft?

Kritische Fragen nach dem Sinn bestimmter Automodelle sind die BMW-Verantwortlichen bereits gewohnt; schon das Basismodell X6 spaltet das Publikum: Für Kritikern ist das Dickschiff das rollende Symbol der Unvernunft. Andererseits scheint dieses Auto ein bislang ungestilltes Bedürfnis zu befriedigen: Seit dem Verkaufsstart vor rund einem Jahr wurden schon mehr als 40.000 Exemplare abgesetzt. Der X6 ist derzeit der einzige BMW mit nennenswerten Lieferfristen.

Neue Techniken machen es möglich

"Mit dem Gedanken an M-Varianten der X-Modelle spielen wir schon seit zehn Jahren", sagt Segler. "Doch bislang hatten wir dafür noch kein überzeugendes Konzept." Jetzt allerdings gibt der Baukasten alles her, was aus dem X einen M mache, sagen die Ingenieure. Da sind zum Beispiel der neue V8-Motor, der variablen Allradantrieb sowie die so genannte Dynamic Performance Control, mit der die Kraft an der Hinterachse zwischen den beiden Rädern verteilt werden kann.

Wie vom Katapult geschleudert

Technisch ist das Paket überzeugend: Der 4,4 Liter große V8-Motor leistet 555 PS und ist damit der stärkste Motor im BMW-Programm. Mit zwei Turboladern spricht die Maschine dank einer ausgeklügelten Luftführung ausgesprochen schnell an und schüttet das manchmal noch vorhandene Turboloch mit ungeheurem Drehmoment zu. Bei 1500 Touren schon stehen die maximal 680 Nm zur Verfügung, die den Wagen wie vom Katapult geschleudert beschleunigen.

Tempo 275 ist drin

Obwohl 2,4 Tonnen schwer, schießt er binnen 4,7 Sekunden auf Tempo 100 und stürmt danach weiter, als gäbe es kein Morgen. Die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist reine Formsache. Und selbst wer das M Drivers Package ordert und damit die Höchstgeschwindigkeit auf 275 km/h verschiebt, erkennt, dass dies noch nicht das Ende des Vortriebs ist.

Wer will, kann mit dem Trumm auf die Rennstrecke

Genauso imposant wie das Sprintvermögen ist das Fahrverhalten des rasenden Elefanten. Wer es denn partout so haben möchte, kann mit dem Trumm kontrolliert über eine Rennstrecke knüppeln und dabei vergleichsweise nahe an der Ideallinie bleiben: Die Lenkung präzise, die Federn stramm und die Bremsen gewaltig - Hut ab vor den Fahrwerksentwicklern. So weit sind Autofahrer von der Trägheit der Masse selten entfernt. Der Beweis ist eindrucksvoll, doch wird sich wohl kein Kunde mit dem X6 M auf eine Rennstrecke verirren. Das Auto wirkt hier so passend wie Bergstiefel auf der Aschenbahn.

Entspanntes Fahrwerk

So gibt der X6 M bei aller Potenz eher den Powercruiser, die anderen M-Modelle jedenfalls sind giftiger. Hier dagegen bleibt das Fahrwerk so komfortabel, dass man entspannt über die Autobahn rollen kann, der Motor klingt zwar kernig, spielt sich aber allenfalls beim Ampelspurt in den Vordergrund, und auch beim Design wahrt BMW eine gewisse Zurückhaltung. Der X6 M wirkt breiter und bläht gewaltig die Nüstern, damit genügend Luft in den Motorraum und an die Bremsen kommt. Dazu gibt es Kiemen in der Flanke, spezielle Außenspiegel und vier Auspuffendrohre. Doch wirklich aggressiv wirkt das Auto nicht.

Sind 13,9 Liter Verbrauch "verantwortungsvoll"?

Obwohl die Bayern mit dem X6M in die Vollen gehen, spricht Segler von einem "verantwortungsvollen Umgang" mit den Ressourcen. Auf dem Papier ist der X6 M mit einem Verbrauch von 13,9 Litern tatsächlich sparsamer als die meisten Konkurrenten. Ein Porsche Cayenne Turbo S braucht immerhin einen Liter mehr, der Mercedes ML 63 AMG kommt sogar auf 16,5 Liter. In der Praxis sind solche Werte eh' Makulatur: Eine Verdopplung des Verbrauchs ist bei verschärfter Gangart kein Problem. Was dem X6 M während einer Vollgas-Stunde verfeuert, damit kommt ein Mini-Fahrer durch den ganzen Monat.

Bald mit Hybrid erhältlich

Die Stückzahlen und mit ihnen der Einfluss aufs Weltklima mögen gering sein. Aber rundum wohl fühlt sich BMW offenbar nicht mit dem Extrem-Auto. Ein Indiz dafür ist die Hybridversion des X6, die bei der Präsentation des M-Modells zugegen ist. Anfang nächsten Jahres soll dieses Auto an den Start gehen.

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