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Auf Raser-Hatz im 560-PS-Peterwagen

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Lamborghini Gallardo Polizia  

Auf Raser-Hatz im 560-PS-Peterwagen

20.07.2009, 12:16 Uhr | Tom Grünweg

Keine Chance für Raser: Lamborghini Gallardo Polizia (Foto: Lamborghini)Keine Chance für Raser: Lamborghini Gallardo Polizia (Foto: Lamborghini) Kollegen beneiden ihn, bei Temposündern löst er Angstzustände aus: Fabio Ferretti ist der wohl schnellste Ordnungshüter Italiens. Wenn er mit seinem Lamborghini Gallardo auf der Autostrada patrouilliert, ist jede Raserjagd schnell entschieden.#

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Top-Job im Lambo

Fabio Ferretti und Marco Pizzeghello haben einen Job, um den sie vermutlich zahlreiche italienische Männer beneiden. Und wohl nicht nur die Italiener. Das liegt am Dienstwagen der beiden Beamten aus Bolgona: Sie fahren einen von zwei Lamborghini Gallardo im Dienste der italienischen Polizei. Mit dem Boliden sorgen der Vice Sovritendente und sein Agente vor allem auf der Autostrada für die Einhaltung der Verkehrsregeln.#

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Verkehrskontrolle auf der Autobahn

Oft allerdings steht die blau-weiße Flunder auch auf Messen, wird bei der Nachwuchswerbung eingesetzt oder zu Repräsentationszwecken. Es gibt aber auch die ganz normalen Einsatztage. "Fast wie mit einem ganz gewöhnlichen Streifenwagen sind wir dann auf der Autobahn unterwegs und machen die üblichen Verkehrskontrollen", erzählt der 36-jährige Ferretti und weist auf die Kamera, die neben dem Innenspiegel angebracht ist: Quasi das Auge des Gesetzes. Wenn ein Raser ins Visier dieses Objektivs gerät, folgt kurz darauf meistens die rote Kelle, die griffbereit an der Türverkleidung des Sportwagens klemmt. Noch während das Auto gestoppt wird, rattert das Tempokontroll-Protokoll aus dem Drucker hinter den Sitzen und das Bußgeld kann gleich an Ort und Stelle kassiert werden.

Polizei-Lambo sorgt für Verkehrsberuhigung

"Besonders oft müssen wir die Kelle gar nicht zücken", berichtet Ferretti. "Kaum taucht unser Wagen im Rückspiegel eines Autofahrers auf, werden die Leute automatisch langsamer." Potentielle Verkehrssünder wissen um ihre geringen Chancen, und alle anderen schauen einfach nur neugierig auf den flunderflachen Peterwagen, der genauso lackiert ist wie alle anderen Streifenfahrzeuge. "Allein unsere Präsenz dient der Verkehrsberuhigung", sagt Ferretti.

Dienstfahrten wenig spektakulär

Überhaupt sei das Leben im Lamborghini weit weniger spektakulär als erwartet, berichten die Polizisten fast schon gelangweilt. Während Verkehrsrowdies bei anderen Streifenwagen schon mal Vollgas gäben und der Polizei davonfahren wollten, fügen sich die Delinquenten bei Ferretti und Pizzeghello ihrem Schicksal und geben den reuigen Sünder. "Selbst wenn es zu einer Verfolgungsjagd kommen sollte, wäre die schnell entschieden", sagt Ferretti.

Spätestens nach drei Kilometern ist jede Flucht zu Ende

Während ihre Kollegen im Fiat Marea einem BMW 3er kaum hinterherkommen und auf Verstärkung anderer Streifenwagen angewiesen sind, haben auch ambitionierte Schnellfahrer gegen die 560 PS des Allradlers aus Sant'Agata keine Chance - selbst wenn das aerodynamisch gestylte Blaulicht auf dem Dach die Windschlüpfigkeit minimal beeinträchtigt und der Polizei-Gallardo deshalb nicht ganz die sonst übliche Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h erreicht. "Bislang haben wir noch jeden Flüchtenden nach zwei, spätestens drei Kilometern gestellt."

22 Polizisten dürfen diesen Lambo fahren

"Jeder Polizist möchte gerne in diesem Wagen Streife fahren", erzählt Pizzeghello und strahlt vor Stolz. Doch aus mehren hundert Kandidaten habe der Commandante lediglich 22 ausgewählt. "Entscheidend war die Erfahrung hinterm Lenkrad", erklärt Ferretti. "Anschließend mussten alle Kandidaten bei Lamborghini in die Fahrschule." Dort waren sie unter anderem mit dem Werksfahrer Giorgio Sanna auf der Rundstrecke, um die Beherrschung des Autos zu trainieren. Außerdem haben alle Lambo-Polizisten eine Ausbildung als Unfallretter - hinter dem Sitz ist auch ein Defibrillator untergebracht.

Vollgas beim Transport bei Organtransplantaten

Für den herkömmlichen Einsatz reichen normale Fähigkeiten. Doch etwa einmal im Monat geben Ferretti und Pizzeghello wirklich Vollgas. Dann sind in der speziellen Kühlbox unter der Haube lebenswichtige Organtransplantate, und es kommt auf jede Sekunde an, sagt Ferretti und berichtet von halsbrecherischen Fahrten. Seit zwei Jahren sind er und seine Kollegen jetzt unfallfrei im Einsatz. "Gott sei dank!", sagt Ferretti, dem selbst der kleinste Kratzer peinlich wäre. Sich damit vor die Kollegen zu trauen, wäre für ihn undenkbar. "Da bliebe nur die Flucht."#

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Etwas unpraktisch ist der Lamborghini schon

Doch nicht nur die Angst vor der Blamage lastet auf dem Polizisten, es gibt ein paar Dinge, die nerven einfach im Alltag mit dem Lamborghini. Die Uniformstiefel zum Beispiel passen kaum auf die schlanken Pedale, der Pistolengurt muss ständig abgelegt und dann wieder umgebunden werden, weil er nicht mit in die Sportsitze passt. Und bevor die Beamten aus dem engen Wagen klettern können, ist jeder Verdächtige längst getürmt. Wird der Übeltäter gefasst, ist die Situation noch vertrackter: Denn im Gallardo ist kein Platz für einen weiteren Mitfahrer - da müssen erst die Kollegen mit dem klassischen Polizeiauto anrücken.

Die Mama hat kein Verständnis

Neidische Freunde, eifersüchtige Kollegen, stolze Verwandte - die Lamborghini-Polizisten wissen um ihre exponierte Stellung. Nur eine Person lasse der scharfe Streifenwagen ziemlich kalt. "Meine Mama", klagt Ferretti. "Während die anderen mir auf die Schulter klopfen, sagt sie immer nur einen Satz: 'Junge, fahr bloß nicht so schnell'."

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